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Sprachliche Bildung

In Thüringen erfolgen Beschulung und Förderung von zugewanderten Kindern und Jugendlichen integrativ. Das bedeutet, dass die Kinder und Jugendlichen entsprechend ihrem Alter und ihrem bisherigen Schulbesuch an einer Schule aufgenommen und einer Regelklasse zugewiesen werden. Gleichzeitig wird geprüft, welchen Förderbedarf, insbesondere zum Erwerb der deutschen Sprache, der Schüler bzw. die Schülerin hat und wie diese Förderung unter Beachtung der Rahmenbedingungen erfolgen kann.

Die Durchführung von Sprachförderangeboten ist an den Gegebenheiten vor Ort orientiert und wird entsprechend organisiert. Es existieren die Möglichkeiten der Einzelförderung, der Gruppenförderung oder der Förderung in Intensivsprachkursen. Die Sprachförderung erfolgt nach Lehrplan.

Im Gymnasium ist der Unterricht in zwei Fremdsprachen Pflicht. Ein Informationsschreiben stellt den Umgang mit der zweiten Fremdsprache dar.

Jungen Menschen nichtdeutscher Herkunftssprache ohne Hauptschulabschluss ist es möglich, an einer Berufsschule im Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) einen gleichwertigen Hauptschulabschluss zu erwerben. Sofern sie einen sprachlichen und fachlichen Förderbedarf haben und dem Unterricht im Berufsvorbereitungsjahr noch nicht folgen können, können sie vorab das Berufsvorbereitungsjahr Sprache (BVJ S) besuchen.


ÜBERBLICK Sprachförderung Deutsch als Zweitsprache an Thüringer Schulen

Informationen des Thüringer Instituts für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (ThILLM) zu Deutsch als Zweitsprache

fröhliche junge Menschen werfen Farbpulver on die Luft
Foto: Bildagentur PantherMedia | Artur Verkhovetskiy

Deutsches Sprachdiplom (DSD)

DSD Inland in Thüringen

Das Deutsche Sprachdiplom der Kultusministerkonferenz (DSD) ist ein schulisches Programm, das auf eine weltweit anerkannte, standardisierte Sprachprüfung vorbereitet.  Das DSD wird seit mehr als 40 Jahren erfolgreich an Schulen im Ausland eingesetzt und ist seit 2012 (DSD I) respektive 2017 (DSD I PRO) für den Einsatz im Inland freigegeben. In den Ländern der Bundesrepublik Deutschland wird das DSD als Instrument zur sprachlichen Erstintegration verwendet.

Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund und Förderbedarf in Deutsch als Zweitsprache können an Schulen, die sich am DSD Inland in Thüringen beteiligen, DSD-Prüfungen auf der Stufe I ablegen. Die Prüfung bildet die Niveaustufen A2 und B1 des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GER) ab. Nach bestandener Prüfung erhalten die Schülerinnen und Schüler das Deutsche Sprachdiplom auf der Stufe I (Niveaustufe B1 des GER) oder die Bescheinigung A2-Diplom (Niveaustufe A2 des GER).

Es gibt zwei Varianten des DSD:

  • das DSD I für allgemein bildenden Schulen
  • das DSD I PRO für berufsbildende Schulen

Wie ist die DSD-Prüfung organisiert?

  • Es gibt vier Prüfungsteile:
    • Leseverstehen (LV)
    • Hörverstehen (HV)
    • Schriftliche Kommunikation (SK)
    • Mündliche Kommunikation (MK)
  • Die drei schriftlichen Prüfungsteile werden einmal pro Jahr an einem zentral festgelegten Prüfungstermin (i. d. R. im März) an einem Tag geschrieben.
  • Die mündliche Prüfung findet zu einem selbstgewählten Termin innerhalb eines vorgegebenen Zeitraums statt (ca. Ende Februar/Anfang März bis Ende April).

Das DSD – gut für Schülerinnen und Schüler!

  • Mit dem DSD erwerben die Schülerinnen und Schüler einen allgemein anerkannten Nachweis  ihrer Sprachkenntnisse in Deutsch, der für Bewerbungen um einen Ausbildungsplatz oder im Falle eines Schulwechsels hilfreich ist.
  • Schülerinnen und Schüler erhalten durch ihr Ergebnis in der DSD-Prüfung einen validen Nachweis über ihren Lernfortschritt in Deutsch.
  • Durch das DSD werden Schülerinnen und Schüler zusätzlich motiviert.
  • Im DSD-Unterricht erwerben Schülerinnen und Schüler Sprachkompetenzen, die für die Bewältigung des Unterrichts in allen Fächern Voraussetzung sind.
  • Das DSD schafft somit wichtige Grundlagen für eine erfolgreiche Integration in den Regelunterricht.

Das DSD – gut für Thüringer Schulen!

  • Mit dem DSD-Programm verfügt eine Schule über ein über viele Jahre erprobtes und bewährtes Deutschprogramm, das zielführend strukturiert sowie kommunikations- und kompetenzorientiert ist.
  • Das DSD stärkt das Schulprofil und hat eine  positive Außenwirkung.
  • Das TMBJS und das ThILLM unterstützen jede neue DSD-Schule bei der Implementierung des DSD-Programms.
  • Lehrerinnen und Lehrer, die Deutsch als Zweitsprache (DaZ) im DSD-Programm unterrichten, werden bei der Umsetzung durch das ThILLM begleitet.

Interessierte Schulen geben eine Interessensbekundung zur Teilnahme am DSD ab.
Ansprechpartner: TMBJS, Referat 3 3

Übersicht über die Schulen, die sich in Thüringen am DSD Inland beteiligen.

Das Ministerium in den sozialen Netzwerken: