Zeichung: Schülerin arbeitet am Laptop, Monitot, Junger Mann mit Lautsprecher

DigitalPakt Schule 2019 bis 2024

Die fortschreitende Digitalisierung aller Lebensbereiche stellt eine zentrale strukturelle Herausforderung für die Bildung junger Menschen am Bildungsstandort Deutschland dar. Der Aufbau und der Unterhalt einer zukunftstauglichen digitalen Bildungsinfrastruktur entspricht dem gesamtstaatlichen Interesse, allen Heranwachsenden Bildungschancen unter gleichen Bedingungen einzuräumen.

Die im Rahmen des DigitalPakts Schule 2019 bis 2024 zur Verfügung stehenden Bundes- und Landesmittel bieten die Chance, die Ziele der Digitalstrategie Thüringer Schule – DiTS mittelfristig zu erreichen.

Die von der Strategie der Kultusministerkonferenz Bildung in der digitalen Welt abgeleiteten Maßnahmen der „Digitalstrategie Thüringer Schule – DiTS“ haben zum Ziel, dass bis zum Ende des DigtalPakts Schule 2019 bis 2024

  • die schulische Infrastruktur an den Thüringer Schulen so ausgebaut ist, dass ein durch digitale Medien und Technologien unterstütztes Lernen für jede Schülerin und jeden Schüler überall in jeder Schule möglich ist,
  • die notwendigen Lehrplangrundlagen für den Erwerb von Kompetenzen in der digitalen Welt und für das Lernen in digitalen Umgebungen erarbeitet sind,
  • die Lehrkräfte so fortgebildet sind, dass sie Lehr- und Lernformen, die den Einsatz digitaler Medien einschließen, für alle Schülerinnen und Schüler gewinnbringend anwenden können und
  • das Thüringer Schulportal zur landesweiten digitalen Bildungsplattform einschließlich eines für alle Schulen zugänglichen Lernmanagementsystems ausgebaut ist.

Die Bundesregierung und die Regierungen der Länder in der Bundesrepublik Deutschland arbeiten bei dieser Zukunftsaufgabe zusammen. In diesem Zusammenhang gewährt der Bund den Ländern auf der Grundlage von Artikel 104c des Grundgesetzes im Rahmen einer Verwaltungsvereinbarung Finanzhilfen. Diese werden nochmals mit Landesmitteln in Höhe von jeweils 10 Prozent aufgestockt.

Die Umsetzung des Förderprogramms erfolgt in Thüringen auf der Grundlage der Verwaltungsvorschrift des Thüringer Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport (TMBJS) zur Umsetzung des DigitalPakts Schule 2019 bis 2024 (DigitalPakt-Richtlinie).

Insgesamt können so Investitionen zur Unterstützung der Schulen in staatlicher und freier Trägerschaft in Thüringen in folgenden Bereichen ermöglicht werden:

  • 132,37 Mio. Euro in die digitale Infrastruktur an den Schulen,
  • 7,35 Mio. Euro für landesweite und regionale IT-Infrastrukturmaßnahmen für Schulen,
  • 14,71 Mio. Euro in mobile Endgeräte für Schülerinnen und Schüler und
  • 14,71 Mio. Euro zur Entlastung der Schulträger für die Administration der über den DigitalPakt angeschafften Infrastruktur.

Außerdem stehen 7,35 Mio. Euro für Investitionen in länderübergreifende Projekte zur Verfügung (nicht Bestandteil der DigitalPakt-Richtlinie).

DigitalPakt-Richtlinie

Teil I: Digitale Infrastruktur an den Schule

Umfang: 132.368.000 Euro

Eine wichtige Voraussetzung zum Gelingen ist, dass jede Schule über ein pädagogisches Medienkonzept verfügt, damit die vorhandene oder noch entstehende Bildungsinfrastruktur zielgerichtet eingesetzt werden kann. Die Entwicklung solcher Konzepte kann in Anlehnung an den Leitfaden zur Erstellung eines schulischen Medienkonzepts des ThILLM erfolgen.

Die Erarbeitung medienpädagogischer Konzepte stellt die Schulen und Schulträger teilweise vor neue Herausforderungen. Sie erhalten dabei insbesondere vom ThILLM Unterstützung, indem individuelle Beratung - auch vor Ort - angeboten wird.

Ansprechpartnerin am ThILLM

für die Erarbeitung des schulischen Medienkonzepts und für die Fortbildungsplanung ist u.a.
Melanie Hey (Fon: 036458 56-269).

Teil II + Teil III: Förderung Lehrerbildung & Förderung regional wirkender Maßnahmen der Schulträger

Umfang: 7.353.778 Euro

Gefördert werden landesweit wirkende zentrale IT-Infrastruktur-Maßnahmen, die von Thüringer Einrichtungen der zweiten und dritten Phase der Lehrerbildung für die Thüringer Schulen entwickelt werden.

Die Finanzierung umfasst folgende Investitionen einschließlich Planung, Beschaffung, Entwicklung, Aufbau und Inbetriebnahme (bestehend aus Integration, Umsetzung und Installation):

  • Aufbau und Weiterentwicklung digitaler Lehr-Lern-Infrastrukturen (zum Beispiel Lernplattformen, pädagogische Kommunikations- und Arbeitsplattformen, Portale, Landesserver, Cloudangebote), soweit sie im Vergleich zu bestehenden Angeboten pädagogische oder funktionale Vorteile bieten, bei Einrichtungen der Lehrerbildung einschließlich Dateninfrastrukturen, WLAN sowie Anzeige- und Interaktionsgeräte,
  • Systeme, Werkzeuge und Dienste, die dem Ziel dienen, bei bestehenden Angeboten Leistungsverbesserungen herbeizuführen, die Service-Qualität bestehender Angebote zu steigern oder die Interoperabilität bestehender oder neu zu entwickelnder digitaler Infrastrukturen herzustellen oder zu sichern.

Zielstellung dieses Förderschwerpunkts ist es zudem, die Anzahl der Strukturen für die professionelle Administration und Wartung digitaler Infrastrukturen für die digital vernetzten Thüringer Schulen signifikant zu erhöhen, um damit den Aufwand für Wartung und Pflege digital vernetzter Schulen durch die Schulträger zu minimieren.

Die Förderung umfasst Investitionen einschließlich Planung, Beschaffung, Entwicklung, Aufbau und Inbetriebnahme (bestehend aus Integration, Umsetzung und Installation) für eine professionelle Administration und Wartung digitaler Infrastrukturen im Zuständigkeitsbereich von Schulträgern. Der dauerhafte Betrieb der Infrastrukturen für Administration und Wartung sowie damit verbundene Servicedienstleistungen sind nicht förderfähig.

Dokumente - Teile II + III

Antragsteller: die Schulträger und das ThILLM

Ansprechpartner für Fragen zur Antragstellung

Jens Bernstein, TMBJS, Referat 32
jens.bernstein@tmbjs.thueringen.de
Fon: 0361 57-34 11 235

Teil IV: Sofortausstattungsprogramm

Umfang: 14.707.600 Euro

Im Teil IV der DigitalPakt-Richtline ist das Verfahren der Förderung der Ausstattung der Schulen mit schuleigenen mobilen Endgeräten im Rahmen des „Sofortausstattungsprogramms“ geregelt.  Die Regelungen zur Ausstattung der Schulen mit mobilen Endgeräten gemäß Teil I der DigitalPakt-Richtlinie bleiben davon unberührt.

Zweck des Sofortausstattungsprogramms ist es, einem möglichst hohen Anteil an Schülerinnen und Schülern digitalen Unterricht zu Hause zu ermöglichen und so zum Ausgleich sozialer Ungleichgewichte beizutragen. Dafür kann die Beschaffung mobiler Endgeräte (Laptops, Notebooks und Tablets mit Ausnahme von Smartphones) gefördert werden.

Dokumente - Teil IV

Antragsteller: die Schulträger für die Schulen

Zusatz zur Verwaltungsvereinbarung DigitalPakt Schule 2019 bis 2024 („Sofortausstattungsprogramm“)(3. Juli 2020)

Ansprechpartner für Fragen zur Antragstellung

Jens Bernstein, TMBJS, Referat 32
jens.bernstein@tmbjs.thueringen.de
Fon: 0361 57-34 11 235

Teil V: Förderung Administration

Umfang: 14.707.600 Euro

Durch die Investitionen in die digitale Bildungsinfrastruktur im Rahmen des DigitalPakts Schule 2019 bis 2024 entstehen deutliche zusätzliche Kosten für die Administration von Lehr-Lern-Infrastrukturen. Die Zusatz-Verwaltungsvereinbarung „Administration“ wurde am 3. November 2020 geschlossen, auf deren Grundlage die Schulträger eine zusätzliche Unterstützung für die Administration der neu geschaffenen Infrastruktur erhalten.

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