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bunte Piktogramme von Menschen

Inklusive Bildung in Thüringen

Erst seit wenigen Jahrzehnten ist der gesellschaftliche Ausschluss von Menschen mit Behinderungen als ein Menschenrechtsthema erkannt worden. Vor allem die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) von 2006 formuliert die Beteiligungsrechte von Menschen mit Behinderungen hinsichtlich der verschiedenen Lebensbereiche. Neben Arbeitsleben, Politik, Kultur, Ehe und Familie, Gesundheitswesen und anderen gesellschaftlichen Feldern ist es vor allem auch die schulische Bildung, für die Menschen mit Behinderungen einen Anspruch auf diskriminierungsfreie Teilhabe haben.

Am 13. Dezember 2006 verabschiedete die UN-Generalversammlung der Vereinten Nationen die Konvention zum Schutz der Menschenrechte von Menschen mit Behinderung. Die Konvention präzisiert und ergänzt bereits bestehende menschenrechtliche Standards aus dem besonderen Blickwinkel der Menschen mit Behinderung.

Mit der Ratifizierung der UN-BRK im März 2009 hat sich Deutschland u. a. dazu verpflichtet, geeignete und zielgerichtete Maßnahmen zum Aufbau eines inklusiven Bildungssystems zu ergreifen. Thüringen arbeitet seitdem konsequent und mit Erfolg daran, ein landesweites inklusives Bildungssystem zu etablieren bzw. weiter auszubauen.

Wesentliche Etappen auf dem Weg der Umsetzung der UN-BRK im Bildungsbereich

2021

  • Veröffentlichung des „Leitfadens zur sonderpädagogischen Diagnostik“ (TMBJS, 2021)
  • Veröffentlichung der aktualisierten Auflage „Handreichung für den gemeinsamen Unterricht“
  • Ergebnisbericht Forum Dialog Schule 2030

2020

  • Zusammenführung der ThürSchulO und der ThürSoFöV zur ThürSchulO
  • Veröffentlichung des „Leitfadens zur sonderpädagogischen Diagnostik im Förderschwerpunkt geistige Entwicklung“ (TMBJS, 2020)
  • Handreichung „Häusliches Lernen

2019

2018

  • Veröffentlichung der Handreichung zur Binnendifferenzierung unter besonderer Berücksichtigung des Förderschwerpunkts Lernen mit Beispielen für die Fächer Deutsch, Mathematik und Englisch in den Klassenstufen 5 und 6 (ThILLM, 2018)
  • Veröffentlichung „Der Thüringenplan. Für eine gute Zukunft unserer Schulen" (TMBJS, 2018)

2017

2016

  • Erarbeitung des Leitbilds „Inklusive Bildung in Thüringen“ durch den Beirat „Inklusive Bildung“ und dessen Bestätigung am 13. April 2016 - damit Umsetzung des Punktes 1.2 des Thüringer Maßnahmenplans
  • Die Qualifizierungsoffensive „Inklusive Bildung“ des ThILLM geht über in das Qualifizierungskonzept „Inklusive Bildung“
  • Impulsreihe „Zukunft gestalten - jetzt Schule machen“

2015

  • Veröffentlichung und Implementierung der „Leitlinien für Schüler mit Förderbedarf in der emotionalen und sozialen Entwicklung“ (TMBWK, 2015)
  • Veröffentlichung der „Empfehlung zur Reintegration von Schülern und Schülerinnen nach Klinikaufenthalt in der Kinder- und Jugendpsychiatrie“ der Arbeitsgruppe „Umgang mit schwierigem Verhalten“ (TMBJS, 2015).
  •  „Arbeitshilfe für die Sicherstellung des besonderen Hilfebedarfs für behinderte Kinder und Jugendliche während des Schul- und Hortbesuchs“ (TMBJS und TMSFG, 2015)
  • Abschluss Schulversuch GULP

2014

2013

  • Erweiterung des Einsatzes Sonderpädagogischer Fachkräfte (SPF) auf den gemeinsamen Unterricht,
  • Thüringer Haushaltsbegleitgesetz vom 31. Januar 2013 GVBl. S. 22 ff. (Artikel 4, Artikel 5 Nr. 2 und Artikel 6 mit Wirkung vom 1. Januar 2013)
  • Einrichtung des „Ombudsrat Inklusion“ als unabhängiges Beratungsgremium unter Leitung des Beauftragten der Thüringer Landesregierung für Menschen mit Behinderungen
  • Vorlage des „Thüringer Konzepts zur Qualitätssicherung bei der Begutachtung in den sonderpädagogischen Förderschwerpunkten im Bereich des Lern- und Leistungsverhaltens, im Bereich der Sprache und im Bereich der emotionalen und sozialen Entwicklung“ als wissenschaftliche Grundlage für die Arbeit des TQB (Vernooij, 2013)
  • Verabschiedung des „Thüringer Entwicklungsplan zur Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (Artikel 7 und 24) bis 2020“ durch den Thüringer Landtag, Drucksache 5/4768
  • strukturelle Entkopplung von Diagnostik (Feststellung von sonderpädagogischem Förderbedarf) und Förderung durch den Einsatz der „Teams zur Qualitätssicherung bei der sonderpädagogischen Begutachtung“ - TQB) mit dem Ziel der Verbesserung der Qualität der Begutachtung

2012

  • Etablierung der Koordinatorinnen und Koordinatoren für Gemeinsamen Unterricht (zuvor Berater GU im Unterstützungssystem) als Teil der Schulaufsicht an den Staatlichen Schulämtern
  • Koordinatorinnen und Koordinatoren für Gemeinsamen Unterricht übernehmen die Leitung der WFGs zur behördenübergreifenden Zusammenarbeit

2011

  • Bildung des Beirates „Inklusive Bildung“ als partizipatives und beratendes Gremium mit Vertreterinnen und Vertretern aller im Kontext inklusiver Bildung Beteiligten

2010

  • Verpflichtung der Schulen zur individuellen Förderung als durchgängiges Prinzip des Lehrens und Lernens, § 2 Abs. 2 ThürSchulG
  • Veröffentlichung Expertise „Zur Situation und Weiterentwicklung der (sonderpädagogischen) Förderzentren in Thüringen“ (Vernooij, 2010)

2009

  • Einrichtung des Schulversuchs GULP: „Unterrichtung von Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Lernen im Gemeinsamen Unterricht nach den Lehrplänen der Grund- und Regelschule“ (Laufzeit bis 2015)

2008

  • Gründung der „Thüringer Forschungs- und Arbeitsstelle für Gemeinsamen Unterricht
  • erste Expertise „Voraussetzungen und Rahmenbedingungen für das Gelingen des Gemeinsamen Unterrichts an den allgemein bildenden Schulen in Thüringen“ von der Thüringer Forschungs- und Arbeitsstelle für Gemeinsamen Unterricht (jährliche Fortschreibung)

2005

  • Festschreibung des Rechts auf GU im Thüringer Gesetz zur Integration und Verbesserung der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen, § 12 ThürGiG
  • Einführung der Berater für Gemeinsamen Unterricht als Bestandteil des Unterstützersystems als Ansprechpartner für Lehrkräfte und Sorgeberechtigte für jede Gebietskörperschaft durch das Thüringer Kultusministerium etabliert
  • Einführung der Inklusionspädagogischen Fortbildungsmodule
  • Kooperation der Arbeitsstelle GU mit dem ThILLM
  • regelmäßiges jährliches Angebot

2003

  • Festschreibung des Vorrangs des GU im Thüringer Förderschulgesetz (ThürFSG) § 1 Abs. 2

1997

  • Einführung der veränderten Schuleingangsphase als Grundlage, allen Kindern das gemeinsame Lernen in der Grundschule zu ermöglichen

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