Zur Hauptnavigation . Zum Seiteninhalt

Altersabminderungsvorbehalt ab Schuljahr 2021/2022


Erstellt von Hauptpersonalrat Schule

Erst wenn kein Beschäftigter mit Altersabminderungen in der Lage oder willens ist, die Aufgabe zu übernehmen, sollen andere Beschäftigte gefragt werden, die für diese Tätigkeiten dann auch Lehrerwochenstunden aus der Schulpauschale erhalten können (Altersabminderungsvorbehalt). Wenn der Beschäftigte mit Altersabminderungsstunden als Kompensation keine AG oder weitere außerunterrichtliche Aufgaben an Schule übernehmen möchte, bekommt er die Altersabminderungen dennoch gewährt.

Altersabminderung – rechtliche Grundlagen

Die Grundlage für die Vergabe der Altersabminderungen ist die unmittelbare Arbeit mit Kindern (§ 9 Thür-LehrAzVO, Punkt 5.1 VVOrgS2122). Das bedeutet, dass sich die Altersabminderung nicht auf die gesamte Arbeitszeit (40 Stunden pro Woche) bezieht, sondern nur auf die unmittelbare Arbeit mit Kindern. Die gesamte Arbeitszeit (40 Stunden pro Woche) reduziert sich durch die Gewährung von Altersabminderung nicht.

Damit ergeben sich durch die Gewährung von Altersabminderungen Arbeitszeitanteile, die für andere außerunterrichtliche Aufgaben genutzt werden können.

 

 

Altersabminderungsvorbehalt

In der Verwaltungsvorschrift des Schuljahr 2021/22 (VVorgS) gibt es für den Umgang mit den Stunden für die Altersabminderung einen neuen Ansatz. Es wurde der Begriff Altersabminderungsvorbehalt eingeführt. Dies bedeutet, dass die Schulleitung für bestimmte außerunterrichtliche Tätigkeiten zunächst Beschäftigte mit Altersabminderungen fragt, ob diese bereit sind, die Aufgabe unter Anrechnung Ihrer Abminderung zu übernehmen. Erst wenn kein Beschäftigter mit Altersabminderungen in der Lage oder willens ist, die Aufgabe zu übernehmen, sollen andere Beschäftigte gefragt werden, die für diese Tätigkeiten dann auch Lehrerwochenstunden aus der Schulpauschale erhalten können (Altersabminderungsvorbehalt).

Wenn der Beschäftigte mit Altersabminderungsstunden als Kompensation keine AG oder weitere außerunterrichtliche Aufgaben an Schule übernehmen möchte, bekommt er die Altersabminderungen dennoch gewährt.

Indem Lehrerinnen und Lehrer mit Anspruch auf Altersabminderung durch Übernahme von Arbeitsgemeinschaften oder weiterer schulischen Aufgaben andere Kolleginnen und Kollegen von diesen Aufgaben entlasten, soll mehr Unterricht ermöglicht werden.

Durch das Begleitschreiben des TMBJS zur VVOrgS vom 03.05.2021 sollten die verständlicherweise aufkommenden Diskussionen und Unzufriedenheit präventiv verringert werden. Dies ist aus Sicht des HPR nicht vollständig gelungen. Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass in den Formulierungen nicht deutlich wird, dass der Altersabminderungsvorbehalt nicht zwingend umzusetzen ist. Er ist letztendlich ein freiwilliges Angebot, dem die Kollegin oder der Kollege zustimmen muss.

Die Altersabminderungen für Lehrerinnen und Lehrer sind in der Thüringer Lehrerarbeitszeitverordnung (ThürLehrAzVO) geregelt. Für Erzieherinnen und Erzieher sowie Sonderpädagogische Fachkräfte sind die Regelungen dagegen direkt in der Verwaltungsvorschrift zur Organisation des Schuljahres (VVOrgS) zu finden.

Das Ministerium in den sozialen Netzwerken: