Seitenbeginn . Zur Hauptnavigation . Zum Seiteninhalt

Sportministerkonferenz beschließt die Einrichtung einer unabhängigen Ansprechstelle für Betroffene sexualisierter, psychischer und physischer Gewalt im Sport


Erstellt von Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport

Gruppenfoto der Sportministerkonferenz
Gruppenfoto der Sportministerkonferenz: MdI RLP | Torsten Silz
Foto der Unterzeichnung der Vereinbarung durch Sportminister Helmut Holter
Foto der Unterzeichnung der Vereinbarung durch Sportminister Helmut Holter: MdI RLP | Torsten Silz
Foto des Plenums der Sportministerkonferenz
Foto des Plenums der Sportministerkonferenz: MdI RLP | Torsten Silz

Auf Grund des in den letzten Jahren auf allen Ebenen zunehmend gesehenen Handlungsbedarfs hat sich die Sportministerkonferenz (SMK) bereits im April 2022 einstimmig für die Einrichtung einer unabhängigen zentralen Ansprechstelle für Betroffene von sexualisierter, psychischer und physischer Gewalt im Sport ausgesprochen. Diese wird nun auf Grundlage eines unter Federführung des Bundes erarbeiteten Konzepts in Berlin eingerichtet und soll zu Beginn des kommenden Jahres ihre Arbeit aufnehmen. Die Ansprechstelle wird in Trägerschaft eines eingetragenen Vereins tätig sein, der heute im Rahmen der aktuellen Sitzung der SMK gegründet wurde. Zugleich sind diesem Trägerverein der Bund und auch alle Länder als ordentliche Mitglieder beigetreten. Für den Freistaat Thüringen hat Sportminister Helmut Holter das Gründungsprotokoll unterzeichnet. Das Angebot der Ansprechstelle richtet sich sowohl an Kinder und Jugendliche als auch an Erwachsene. Ihre Aufgabe ist es, Betroffene im Leistungs- und Breitensport zu unterstützen, zu beraten und bei Bedarf an weitere Stellen zu vermitteln. Das Personal der Ansprechstelle wird fachliche Expertise zur Thematik mit vertiefter Kenntnis der spezifischen Strukturen des organisierten Sports vereinigen.

Minister Holter äußerte dazu: „Leider wird aus gegebenen Anlässen – wie dem zuletzt öffentlich gewordenen Fall des ehemaligen Wasserspringers Jan Hempel aus Dresden – das Thema sexualisierte, psychische und physische Gewalt im Sport aktuell deutschlandweit innerhalb sämtlicher mit dem Sport verbundenen Einrichtungen und Institutionen intensiv und vor allem mit großer Sorge diskutiert. Diese Sorge teile ich, weshalb ich die Einrichtung der Ansprechstelle sowie die Gründung ihres Trägervereins von Anfang an unterstützt habe. Alles in allem kann es keine Zweifel geben, dass dies eine überaus geeignete und inzwischen auch erforderliche Maßnahme darstellt, um der Problematik sexualisierter, psychischer und physischer Gewalt mit kontinuierlichen Angeboten und Lösungsansätzen zu begegnen. Hinzu kommt, dass auf diese Weise die Bemühungen in Bund und Ländern besser gebündelt werden können, um die gesteckten Ziele zu erreichen.“

Die Beteiligung des Freistaats Thüringen an der Einrichtung der Ansprechstelle korrespondiert im Übrigen mit den bisherigen Initiativen des Thüringer Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport (TMBJS), das seit dem Bekanntwerden eines gravierenden Falls im Jahr 2016 den Fokus auf die Prävention gegen sexualisierte, psychische und physische Gewalt im Sport nochmals erhöht hat. Beispielhaft können an dieser Stelle das Engagement des Staatssekretärs Prof. Dr. Winfried Speitkamp, der die Umsetzung der Kinderschutzziele im Freistaat Thüringen in seiner Eigenschaft als Landesbeauftragter für Kinderschutz maßgeblich koordiniert, oder die Förderung der Personalstelle eines „Kinderschutzbeauftragten im Thüringer Sport“ beim Landessportbund Thüringen e. V. genannt werden.

Das Ministerium in den sozialen Netzwerken: