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Bildungsministerium berät ukrainische Lehrkräfte zur Tätigkeit im Schuldienst. Holter: „Sie sind herzlich willkommen.“


Erstellt von Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport

Minister spricht vor ukrainischen Lehrkräften
Bildungsminister Holter spricht zu ukrainischen Lehrkräften | Foto: TMBJS

Bildungsminister Helmut Holter hat heute, am 8. August 2022, in Erfurt potenzielle ukrainische Lehrkräfte zu einer Informationsveranstaltung des Bildungsministeriums in Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit begrüßt. Ziel der Veranstaltung war es, weitere Interessierte an einer Beschäftigung im Thüringer Schuldienst direkt mit den dafür notwendigen Informationen zu versorgen. Der Freistaat Thüringen bietet aus der Ukraine geflüchteten Pädagoginnen und Pädagogen verschiedene Einstellungsperspektiven im Schuldienst. Beschäftigungsmöglichkeiten bestehen auch in anderen pädagogischen Einrichtungen, z. B. in Kindergärten und Heimen (freie Träger).

Bildungsminister Helmut Holter erklärt dazu: „Wir haben die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass sich ukrainische Pädagoginnen und Pädagogen an Thüringer Schulen, im Hort, in Kindergärten und in Heimen für Kinder engagieren können. Die Beschulung, Betreuung und gute Integration von aus der Ukraine geflohenen Kindern und Jugendlichen wird eine der größten Herausforderungen des kommenden Schuljahres sein. Dazu bedürfen wir auch der Unterstützung durch nach Thüringen geflohene Pädagoginnen und Pädagogen. Wir bieten ihnen gleichzeitig Beschäftigungsmöglichkeiten. Ich danke der Bundesagentur für Arbeit für die sehr gute Zusammenarbeit in dieser Frage. Durch die Bundesagentur und die Jobcenter gelingt uns nun eine direktere Ansprache. Diesen Prozess wollen wir fortsetzen. Einige Einstellungen konnten wir bereits realisieren. Um weitere potenzielle Kolleginnen und Kollegen zu erreichen und die Informationen direkt an die Frau und den Mann zu bringen, führen wir die Informationsveranstaltungen durch. So stehen nun wieder neue Namen auf den Zetteln der Staatlichen Schulämter.“

Insgesamt nahmen rund 50 ukrainische Pädagoginnen und Pädagogen an der ersten Veranstaltung teil. Eine weitere ist am 15. August 2022 in Jena geplant. Vertreten waren neben dem Bildungsministerium auch die Staatlichen Schulämter, welche die Einstellungsverfahren durchführen. Die Informationsveranstaltungen sind eine Maßnahme der Lehrergewinnungskampagne des Freistaats Thüringen. Inwieweit eine sofortige Beschäftigung möglich ist, richtet sich immer nach dem Einzelfall. Gegebenenfalls wird zunächst beispielsweise eine vorbereitende sprachliche Qualifikation nötig.

Seit Juni 2022 sind ukrainische Geflüchtete nicht mehr im Bezug von Leistungen für Asylbewerberinnen und Asylbewerber. Zuständig sind nun die Jobcenter. Bildungsminister Holter hatte sich daraufhin an die Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen der Bundesagentur für Arbeit gewandt und gemeinsame Anstrengungen vorgeschlagen. Die Bundesagentur und die Jobcenter haben potenzielle Pädagoginnen und Pädagogen unter ihrer Klientel identifiziert und zu den Informationsveranstaltungen eingeladen.

Aktuell sind an Thüringer Schulen rund 2.500 ukrainische Schülerinnen und Schüler angemeldet. Die fünf staatlichen Schulämter in Thüringen haben aktuell 58 Stellen speziell für ukrainische Lehrkräfte ausgeschrieben. Zum Stichtag 1. Juli 2022 waren in Thüringen 15 ukrainische Pädagoginnen und Pädagogen als Lehrkräfte eingestellt worden. Bei 27 weiteren Personen wird die Einstellung noch geprüft. Auch hier handelt es sich in der Regel um Einstellungen als Lehrerin bzw. Lehrer. Die Zahlen können sich aufgrund der dynamischen Situation stetig ändern. Fachkräfte mit entsprechenden Voraussetzungen können sich auch auf alle anderen offenen Stellen im Schuldienst bewerben.

Für die Einstellung ukrainischer Fachkräfte sind zudem seitens des Bildungsministeriums einige Modalitäten mit Blick auf kriegs- und fluchtbedingte Umstände erleichtert worden. Weitere Beschäftigungsmöglichkeiten im Schuldienst bestehen als Sonderpädagogische Fachkraft, Erzieherin bzw. Erzieher oder auf Honorarbasis (Finanzierung über das Schulbudget).

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