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Anne Frank Tag: Minister und Antisemitismusbeauftragter rufen Schulen zur Teilnahme am Aktionstag gegen Antisemitismus und Rassismus auf


Erstellt von Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport

In diesem Jahr ist das Thema des Anne Frank Aktionstags gegen Antisemitismus und Rassismus „Freundschaft“.

Minister Holter vor eineme Plakat der Anne Frank Ausstellung
Foto: TMBJS / Plakat: Anne Frank Zentrum Berlin

Bildungsminister Helmut Holter und der Landesbeauftragte für die Förderung jüdischen Lebens und die Bekämpfung des Antisemitismus Benjamin-Immanuel Hoff rufen die Schulen in Thüringen zur Teilnahme am Anne Frank Tag 2022 auf. In diesem Jahr ist das Thema des Anne Frank Aktionstags gegen Antisemitismus und Rassismus „Freundschaft“. Die diesjährigen Lernmaterialien beschäftigen sich mit verschiedenen Aspekten von Freundschaft sowohl in der Zeit des Nationalsozialismus als auch in der Gegenwart. Die Biografie von Anne Frank bildet dabei einen inhaltlichen Schwerpunkt. Für die Vorbereitung und Gestaltung wird den teilnehmenden Schulen kostenfrei gedrucktes und digitales Lernmaterial zur Verfügung gestellt. Dabei handelt es sich unter anderem um eine Plakatausstellung, die Anne Frank Zeitung mit Begleitheft für Lehrkräfte sowie Postkarten mit pädagogischen Fragen. Die Lernmaterialien eignen sich zum Präsenz-Lernen ebenso wie für den Distanzunterricht.

Bildungsminister Helmut Holter:

„Die Schulen haben mit ihrem verfassungsmäßigem Bildungs- und Erziehungsauftrag die wichtige Aufgabe, an den Holocaust zu erinnern und dabei aktuelle Angriffe auf Demokratie und Gesellschaft zum Thema zu machen. Es ist ständige Verpflichtung, unsere Schülerinnen und Schüler eine unerschütterliche Achtung vor ihren Mitmenschen unabhängig von deren Hautfarbe, Nationalität, Geschlecht, Glaube, religiösen oder politischen Anschauung zu lehren sowie neben einer fruchtbaren Diskussionskultur auch Toleranz und Mitgefühl zu etablieren.“

Der Thüringer Beauftragte für jüdisches Leben in Thüringen und die Bekämpfung des Antisemitismus Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff ergänzt:

„Die vergangenen Wochen und Monate der Pandemie haben gezeigt, wie wichtig es ist, dass jeder Einzelne von uns eine klare und erkennbare Abgrenzung zu denjenigen zieht, die den Holocaust verharmlosen und das Erinnern an Anne Frank für billige Zwecke instrumentalisieren, um den Eindruck einer Meinungsdiktatur zu erwecken. Die aktuellen Ereignisse lassen leider keinen Zweifel daran, dass auch 76 Jahre nach der Ermordung Anne Franks nationalsozialistische Ideologien der Ursprung für Antisemitismus, Rassismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit sind. Schülerinnen und Schülern bietet der Anne Frank Tag Gelegenheit, sich mit Alltagsrassismus, Antisemitismus, aber auch mit den Grundwerten einer zivilen Gesellschaft auseinanderzusetzen und zu begreifen, was demokratisches Handeln im Alltag ausmacht.“

Eine digitale Informationsveranstaltung zum Anne Frank Tag bietet das Anne Frank Zentrum in Kooperation mit seiner Partnerorganisation "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" am 31. Januar 2022 (Montag) um 14:00 Uhr an. Die Veranstaltung dauert eine Stunde.
Anmeldung zum Informationstag

Die Anmeldung zum Anne Frank Tag ist für Schulen bis zum 28. Februar 2022 möglich:
Anmeldung Anne Frank Tag

Hintergrund

Der Anne Frank Tag am 12. Juni ist ein Projekt des Anne Frank Zentrums Berlin, bei dem Schulen in ganz Deutschland zum Geburtstag Anne Franks aktiv ein Zeichen gegen Antisemitismus und Rassismus sowie für Gleichberechtigung und Demokratie setzen.

Ziel des Anne Frank Tages ist es, an Anne Frank und den Holocaust zu erinnern. Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie die breite Öffentlichkeit sollen so für Antisemitismus und Rassismus sensibilisiert werden. Dazu können sie Lernmaterialien und weitere Bildungsangebote des Anne Frank Zentrums nutzen und eigene Aktionen durchführen. In diesem Jahr findet der Aktionstag bereits zum sechsten Mal statt.

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