Thüringer Schulen bekommen Open-Source-Videokonferenztool


Erstellt von Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport

Ausbau der Thüringer Schulcloud hat weiterhin höchste Priorität

Videokonferenzbild

Thüringen macht einen weiteren Schritt zur Verbesserung des digitalen Lernens. Seit dieser Woche steht über die Thüringer Schulcloud das Videokonferenztool BigBlueButton flächendeckend allen teilnehmenden Thüringer Schulen zur Verfügung. Teilnehmende Schulen bzw. deren Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräfte können somit künftig per Videokonferenz bzw. Videochat sicher und in einem datengeschützten Raum miteinander in Kontakt treten. Die technische Betreuung erfolgt durch das Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien in Kooperation mit dem Hasso Plattner-Institut (HPI) Potsdam.

Dazu Bildungsminister Helmut Holter: „Der Ausbau der Thüringer Schulcloud hat gerade in der jetzigen Situation weiterhin höchste Priorität. Auch nach der schrittweisen Wiederöffnung der Schulen wird das häusliche Lernen eine wesentliche Rolle spielen. Deshalb sind wir froh, dass durch den Ausbau der Schulcloud mit einem Videokonferenztool ein weiteres - für die Schülerinnen und Schüler kostenfreies - Arbeitsmittel bereitsteht. Das häusliche Lernen muss didaktisch sinnvoll unterstützt werden. Das wollen wir unseren Lehrkräften technisch und datenschutzsicher ermöglichen.“

„Die Thüringer Schulcloud schafft die technische Grundlage dafür, dass Lehrende und Lernende in einem geschützten virtuellen Klassenraum sicher und einfach auf digitale Inhalte zugreifen können“, betont auch Dr. Andreas Jantowski, Direktor des Thüringer Instituts für Lehrfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (ThILLM), das die Cloud im Auftrag des Thüringer Bildungsministeriums über das Thüringer Schulportal zur Verfügung stellt. Das Portal bündelt kostenfrei zugängliche Informationen, Materialien und Serviceleistungen zu einem Gesamtpaket für den frühkindlichen und schulischen Bildungsbereich, die Cloud ist ein weiterer Entwicklungsschritt dieser zentralen Informations- und Arbeitsplattform in der Thüringer Bildungslandschaft.

Zum Hintergrund: Nach aktuellem Stand nutzen bereits 257 Schulen die Thüringer Schulcloud. 508 weitere Schulen haben einen Zugang zur Thüringer Schulcloud beantragt. Ursprünglich war vorgesehen, die Schulcloud in einer Pilotphase mit einer begrenzten Zahl von Schulen zu testen. Aufgrund der aktuellen Krisensituation haben seit März 2020 alle Schulen die Möglichkeit, an der Pilotphase teilzunehmen. Parallel zur technischen Umsetzung werden derzeit Fortbildungskonzepte und Materialien erarbeitet, um die Schulen bei ihrer Arbeit mit der Schulcloud zu unterstützen. Dabei kann das Thüringer Lehrerbildungsinstitut auch auf Kooperationen mit Partnern aus Niedersachsen und Brandenburg zurückgreifen.

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