Holter begrüßt Bundesfinanzierung digitaler Endgeräte. Notbetreuung kann Folgen der Coronakrise nicht auffangen


Erstellt von Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport

Jugendlicher Schüler arbeitet an einem Laptop
Foto: freepik.com

Zu den aktuellen Entscheidungen der Regierungskoalition im Bund zur Finanzierung digitaler Endgeräte für Schülerinnen und Schüler sowie zur erweiterten sozialen Absicherung von Eltern erklärt Thüringens Bildungsminister Helmut Holter:

„Die Entscheidungen sind ein lange erwarteter, weil notwendiger Schritt. Gerade Familien mit Kindern brauchen finanzielle Sicherheit und gegebenenfalls Unterstützung, damit Kinder gute Bildungschancen haben. Die Schließung der Schulen und Kindergärten hat die Schere der Ungerechtigkeit in der Bildung leider weit geöffnet. Das 500-Mio-Euro-Paket für die Beschaffung digitaler Endgeräte ist in diesem Zusammenhang richtig und wichtig, damit alle Schülerinnen und Schüler am digitalen Lernen teilnehmen können. Außerdem können so die Mittel aus dem Digitalpakt wie geplant für die Digitalisierung der Schulen eingesetzt werden.

Auch die Ausweitung des Kurzarbeitergeldes und die weiteren Wirtschaftshilfen sind dringend notwendig, um Familien und den auch betroffenen Kindern Sicherheit zu geben. Denn viele Menschen insbesondere mit geringem Einkommen, aber auch Selbständige, haben inzwischen Existenzängste. Die Aufstockung des Kurzarbeitergeldes ist zudem eine Aufforderung an die Arbeitgeber, das Kurzarbeitergeld bis zum vollen Nettolohn aufzustocken. Die Pläne zur Befristung der Maßnahmen sind allerdings halbherzig, denn die wirtschaftlichen Auswirkungen der Krise werden lange zu spüren sein. 

Der Bund ist nun gefordert, diese Maßnahmen sehr schnell umzusetzen, damit sie bei den Menschen ankommen.

Es wird beim behutsamen Weg aus dem Lockdown immer stärker gefordert, zusätzlich zur schrittweisen Wiedereröffnung der Schulen auch parallel mehr und mehr Kinder in die Notbetreuung an den Schulen und Kindergärten aufzunehmen. Oft hat das wirtschaftliche Gründe. Das Wort „Not“ in Notbetreuung meint hier aber nicht die Existenznot von Familien und Alleinerziehenden. Die wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Coronakrise können nicht durch die Notbetreuung in den Kindergärten und Schulen aufgefangen werden.“

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