Ausbildungsplätze für PiA-Programm ausgelost


Erstellt von Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport

Minister Holter hofft auf Wiedereinstieg des Bundes bei Finanzierung der Erzieherausbildung

Bildungsminister Helmut Holter und die Abteilungsleiterin im Bildungsministerium Martina Reinhardt begrüßen die anwesenden Trägervertreter vor der Auslosung.
Bildungsminister Helmut Holter und die Abteilungsleiterin im Bildungsministerium Martina Reinhardt begrüßen die anwesenden Trägervertreter vor der Auslosung (Foto: TMBJS)

Das Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport hat am vergangenen Donnerstag, 11. Juni 2020, die Ausbildungsplätze für das Programm „Thüringer Fachkräfteinitiative Kita“ ausgelost. Damit können nun insgesamt 60 Kindergärten in Thüringen jeweils eine/n Azubi für das im August beginnende Ausbildungsjahr melden, die dann eine Ausbildungsvergütung erhalten können. Die Träger der Einrichtungen werden vom Ministerium in den kommenden Tagen über das Auslosungsergebnis informiert.

Die Auslosung fand in der Aula des Landessportgymnasiums „Pierre de Coubertin“ in Erfurt statt. Drei Kinder zogen die Lose zur Erstellung einer Rangfolge unter den 75 eingegangenen Anträgen von Kindergartenträgern. Für jede der drei am Ausbildungsprogramm beteiligten Fachschulen ist so eine Rangfolge zustande gekommen, damit diese nun die jeweils 20 Ausbildungsplätze besetzen können. Ausbildungsschulen sind das Staatliche Berufsbildungszentrum Ernst Arnold Greiz-Zeulenroda, die Marie-Elise-Kayser-Schule Erfurt sowie die Staatliche Berufsbildende Schule für Gesundheit und Soziales Meiningen.

Thüringen hatte dafür gesorgt, dass das auf vier Jahre angelegte Modellprojekt auch für den Ausbildungsjahrgang 2020 möglich ist. Die Förderung des Bundes im Rahmen der „Fachkräfteoffensive“ war zuvor für den zweiten Ausbildungsjahrgang überraschend ausgesetzt worden. „Inzwischen haben wir aber das Signal, dass die Bundesförderung in den folgenden Jahren wieder stattfinden soll“, so Bildungsminister Helmut Holter. „Ich hoffe natürlich darauf, dass das am Ende auch so kommen wird und der Bund wieder in die Finanzierung des Modellprojekts einsteigt. Denn die Nachwuchsgewinnung im Erzieher/innenberuf ist äußerst wichtig, und PiA ist ein guter Weg, um junge Menschen dazu zu bringen, Erzieherin oder Erzieher zu werden.“

Im PiA-Modellprojekt werden durch den Freistaat finanziert:

  • die Ausbildungsvergütung für die 60 Fachschülerinnen und Fachschüler durch Zuschüsse an die Träger
  • ein Zuschuss an die Träger für die Freistellung der betreuenden Mentorinnen und Mentoren in den Kindertageseinrichtungen (Praxisanleitung der Fachschülerinnen und Fachschüler)
  • die Weiterqualifizierung der Mentorinnen und Mentoren

Hintergrund:

Das Modellprojekt „Praxisintegrierte Ausbildung in Thüringen (PiA-TH)“ ist für den Projektzeitraum 2019 bis 2023 geplant. Darin soll die praxisintegrierte vergütete Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin und zum staatlich anerkannten Erzieher anhand von zwei Ausbildungsgängen im Bereich der Kindertagesbetreuung in Thüringen erprobt werden. Durch die Möglichkeit des veränderten Einstiegs in das Berufsfeld der Erzieherinnen und Erzieher sollen zusätzliche Bewerberschichten gewonnen werden. Thüringen reagiert mit diesem Modellprojekt auf den stetig steigenden Fachkräftebedarf im Land und schafft somit eine Basis für gezielte Personalentwicklungsmaßnahmen. Der erste Ausbildungsgang 2019/2020 wird gefördert im Rahmen der „Fachkräfteoffensive“ des Bundes sowie einer Kofinanzierung des Eigenanteils an der Ausbildungsvergütung durch den Freistaat Thüringen aus Mitteln, die vom Bund über das KiQuTG bereitgestellt werden. Der zweite Ausbildungsgang 2020/2021 wird über das Landesprogramm „Thüringer Fachkräfteinitiative Kita“ gefördert. Nähere Informationen unter https://bildung.thueringen.de/bildung/kindergarten/projekte

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