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Kitas in der Pandemie

Aktuelles zur Lage an Thüringens Kindergärten unter COVID-19 (Coronavirus)

Ein Kind beim Händewaschen

Sonderregelungen im Kitabereich

  • Kindergärten in Thüringen öffnen landesweit am 22. Februar 2021 im eingeschränkten Regelbetrieb mit erhöhtem Infektionsschutz (Phase „Gelb II“).
  • Die Notbetreuung entfällt damit.
  • Eine verpflichtende Testung aller Beschäftigten auf das Vorliegen einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 an zwei verschiedenen Tagen pro Woche mittels eines Antigenschnelltests ist geplant und in Vorbereitung.

Formular
Antrag auf Notbetreuung in Kindertagesbetreuungseinrichtungen und Schulen bis zur Klassenstufe 6 mit Arbeitgeberbescheinigung zum Nachweis der Berechtigung für die Notbetreuung(11. Januar 2021)
Antrag eines Elternteils ist ausreichend.

Handreichung des TMBJS: Kindertagesbetreuung – Hygiene – Corona (KHC)
Hygienevorschriften in der Kindertagesbetreuung im Betrieb nach dem Stufenkonzept „Kindertagesbetreuung und Schule unter Pandemiebedingungen für das Kita- und Schuljahr 2020/21“ (4. November 2020)

Formular „Personifizierte Bescheinigung“ mit Hinweisen zur Durchführung der Testung(28. Januar 2021)

Formulare für die Meldung eines Besonderen Vorkommnisses an einer Kindertageseinrichtung im Rahmen des Infektionsmonitoring in Bezug auf die Corona-Pandemie

Musterformular: Verbindliche Erklärung zum Gesundheitszustand und Versicherung der Kenntnisnahme der Betretungsverbote sowie der Infektionsschutzmaßnahmen im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie (Stand: 18.02.2021)
PDF | DOCX

Musterformular: Verbindliche Erklärung zur Erreichbarkeit und zum Gesundheitszustand einrichtungsfremder Personen (Stand: 28.08.2020)
PDF | DOCX

Aktuell gültige Verordnungen

Die Dritte Thüringer Verordnung über außerordentliche Sondermaßnahmen zur Eindämmung einer sprunghaften Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2  gilt bis 15. März 2021 [Dritte Thüringer SARS-CoV-2-Sondereindämmungsmaßnahmenverordnung] [Begründung].


Die Thüringer Verordnung über die Infektionsschutzregeln zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 in Kindertageseinrichtungen, der weiteren Jugendhilfe, Schulen und für den Sportbetrieb gilt bis 30. Juli 2021. Einige Regelungen werden durch die vorgenannte Verordnung verdrängt, solange diese gültig sind. [ThürSARS-CoV-2-KiJuSSp-VO] [Begründung].

Konkretisierung zu § 3 Betretungs- und Teilnahmeverbot


Die Allgemeinverfügung für den Freistaat Thüringen für Kindertageseinrichtungen und Schulen ist bis zum 15. März 2021 gültig [TMBJS-Allgemeinverfügung vom 19. Februar 2021].

Begleitschreiben Kita 
Begleitschreiben Schule


Die Zweite Thüringer Verordnung über grundlegende Infektionsschutzregeln zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 ist bis zum 19. Februar 2021 gültig [Zweite Thüringer SARS-CoV-2-Infektionsschutz-Grundverordnung].

 

 

 

Hilfe für Kinder und Jugendliche in Isolationssituationen

Aufgrund der aktuell geschlossenen Schulen befinden sich Kinder und Jugendliche, die in ihren Familien Opfer von Gewalt werden, derzeit möglicherweise in einer isolierten Notsituation. Wichtige Informationen und Ansprechpartner für sich und Ihre Schülerinnen und Schüler finden Sie unter
www.schule-gegen-sexuelle-gewalt.de

Initiative des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs
#keinkindalleinelassen

Informationen für Kinder

Infografiken - auch speziell für Kinder - zum Ausdrucken und zum Aushängen in Einrichtungen finden Sie bei impfschutz.de

Das Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit der Universität Bonn bietet auf  Hygiene-Tipps für Kids Infomaterial für Kinder, Einrichtungen und Eltern.

FAQ - Antworten auf häufig gestellte Fragen

Stand: 26. Februar 2021, 10:30 Uhr

Nachfolgend stellen wir Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Verfügung. Neue Informationen werden fotlaufend angepasst. Auf Grund der dynamischen Nachrichtenlage bitten wir Sie, auch weitere offizielle Informationskanäle im Blick zu behalten.

Impfungen

  • Jugendämter der Landkreise und kreisfreien Städte sowie die Träger von Kindertageseinrichtungen im Freistaat Thüringen haben Berechtigungsnachweis auf dem Dienstweg erhalten. Bitte lassen Sie sich die Berechtigungsbescheinigung dort ausstellen.

    Die Leitungen der Kindertageseinrichtungen stellen die Bescheinigungen aus für:

    • pädagogische Fachkräfte und Leitungskräfte der Einrichtung,

    • fest zum Personal der Einrichtung gehörende Fachkräfte wie Sprach- Fachkräfte und Förderkräfte,

    • Praktikanten und Praktikantinnen in ihren Einrichtungen,

    • sonstige Beschäftigte der Einrichtung wie hauswirtschaftliches und technisches Personal, Küchenpersonal, Hausmeister, sofern diese Personen sich regelmäßig in den Einrichtungen zur Arbeit aufhalten.

    Die Jugendämter stellen die Bescheinigungen aus für:

    • Kindertagespflegepersonen,

    • ihre Fachberaterinnen und Fachberater für Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege, sofern diese regelmäßig in Einrichtungen tätig sind.

    Die freien Träger von Fachberatung stellen die Bescheinigungen aus für ihre Fachberaterinnen und Fachberater, die in Kindertageseinrichtungen regel-mäßig tätig sind.

    Die Träger der Frühförderstellen stellen die Bescheinigungen aus für die Frühförderfachkräfte, die ihre Arbeit in Kindertageseinrichtungen oder bei Kindertagespflegepersonen leisten.

  • Es stehen zunächst 10.000 Impfplätze für beschäftigtes Personal an Grund- und Förderschulen sowie Personal an Kindertageseinrichtungen zur Verfügung.

  • Wer keinen Termin in der gewünschten Impfstelle bekommt, kann es entweder in einer nächstgelegenen Impfstelle versuchen (das ist über das Terminvergabeportal möglich) oder versuchen, sich gleichberechtigt mit den Personen der Priorität 1 und der Priorität 2.1 einen Samstagstermin zu organisieren oder warten, bis weitere Termine verfügbar sind. Limitierender Faktor bleiben die vorhandenen Impfstoffmengen. Es können nur so viele Termine angeboten werden, wie es Impfstoffe gibt.

    Ab Mitte März öffnen die ersten beiden großen Thüringer Impfzentren in Erfurt und Gera. Dort könnten bis Ende des Monats bis zu 60.000 Impftermine angeboten werden (die entsprechenden Lieferungen vorausgesetzt). Dafür werden zum gegebenen Zeitpunkt natürlich auch entsprechende Termine vergeben.

  • Es stehen kurzfristig rund 10.000 Impftermine an den kommenden beiden Sonntagen (28. Februar und 7. März 2021) zur Verfügung.

    Darf ich mich auch für einen Impftermin außer sonntags melden?

    Ja, wenn es ein Impftermin ist, der für die Prioritätsgruppe 2 ausgewiesen ist, können Sie sich auch zu anderen Terminen anmelden.

  • Geimpft wird derzeit mit dem Impfstoff von Astra Zeneca.

    Wenn Sie 65 Jahre oder älter sind, nehmen Sie bitte direkt Kontakt zur Hotline auf. Weiterhin besteht als Alternative die Möglichkeit, auch unter der Telefonnummer 03643/4950490 einen Impftermin zu vereinbaren. Die Nummer ist aktuell folgendermaßen erreichbar: Mo, Di, Do jeweils 8-17 Uhr, Mi, Fr jeweils 8-12 Uhr. Wir empfehlen, nach Möglichkeit das Online-Portal zu nutzen und ältere Menschen bei dieser Form der Terminvereinbarung zu unterstützen.

    https://www.tmasgff.de/covid-19/impfen

     

  • Die Anmeldung erfolgt ausschließlich online über das Terminvergabe-Portal www.impfen-thueringen.de.

    Dort werden die entsprechenden Auswahlkriterien für Ihre Berechtigungsgruppe geschaffen.

Notbetreuung

  • Am 22. Februar 2021 wechseln in Thüringen die Kindergärten in den eingeschränkten Regelbetrieb. Damit endet die Notbetreuung.

    In einzelnen Landkreisen und kreisfreien Städten in denen Schulen und Kindergärten aufgrund von Sondermaßnahmen des Gesundheitsministeriums und darauf aufbauender Allgemeinverfügungen der Landkreise oder kreisfreien Städte in der gesamten Gebietskörperschaft weiter geschlossen sind, wird Notbetreuung in der Regel weiter angeboten. Notbetreuung findet nicht statt, wenn lediglich einzelne Einrichtungen coronabedingt geschlossen sind.

    Bitte informieren Sie sich bei einer 7-Tages-Inzidenz über 150 vor Ort, ob die Kindergärten vorerst geschlossen bleiben und Notbetreuung stattfindet.

    Eine Notbetreuung kann nicht stattfinden, wenn die Einrichtung oder Schule vom Gesundheitsamt wegen positiver Corona-Fälle für die Zeit der Kontaktnachverfolgung geschlossen wird. Im Übrigen kann die Notbetreuung nur im Rahmen der jeweils verfügbaren personellen und räumlichen Kapazitäten der zuständigen Einrichtung gewährleistet werden.

  • Die Zeiten der Notbetreuung können aus personellen und/oder organisatorischen Gründen vom regulären Betreuungsumfang der Einrichtung abweichen. Eine Anmeldung zur Notbetreuung in den Einrichtungen ist erforderlich.

  • Arbeitgeber: Korrekte Ausstellung der Arbeitgeberbescheinigung; Prüfung und Erklärung, ob betreffende Person zum zwingend für den Betrieb notwendigen Personal gehört und Homeoffice nicht möglich ist

    Eltern/Sorgeberechtigte: Prüfung und Erklärung, ob Homeoffice möglich ist und Kinderbetreuung nicht auf anderem Wege als in der Notbetreuung möglich ist

    Schulen und Kindergärten: Organisation der Notbetreuung; es soll in den Einrichtungen selbst nicht zu bürokratischen Prüfprozessen kommen. Für die Korrektheit der Erklärungen haben Arbeitgeber und Eltern Sorge zu tragen.“

  • Bis zum Wiedereinstieg in den eingeschränkten Regelbetrieb wird an Einrichtungen, die auf Grund erhöhter Inzidenz weiter geschlossen bleiben, eine Betreuung für alle Kinder angeboten, deren Personensorgeberechtigte

    1. aufgrund dienstlicher oder betrieblicher Gründe, die eine Erledigung dieser Tätigkeit im Home-Office unmöglich machen, an einer Betreuung des Kindes gehindert sind

    und

    2. zum zwingend für den Betrieb benötigten Personal

    • in der Pandemieabwehr bzw. -bewältigung
    • in Bereichen von erheblichem öffentlichen Interesse (insbesondere Gesundheitsversorgung und Pflege, Bildung und Erziehung, Sicherstellung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung bzw. der öffentlichen Verwaltung, Sicherstellung der öffentlichen Infrastruktur und Versorgungssicherheit, Informationstechnik und Telekommunikation, Medien, Transport und Verkehr, Banken und Finanzwesen, Ernährung und Waren des täglichen Bedarfs) gehören.

    Eine Notbetreuung steht offen, wenn diese aus Gründen des Kindeswohls geboten ist. Auf der Grundlage dieser Regelung ist die Notbetreuung insbesondere auch möglich zur Unterstützung von Kindern mit besonderem Förderbedarf; die Notbertreuung steht ebenfalls offen, wenn die Personensorgeberechtigten glaubhaft darlegen, dass ihnen bei einer betreuungsbedingten Einschränkung der Erwerbstätigkeit die Kündigung oder unzumutbarer Verdienstausfall droht.

    Die Notbetreuung steht ebenfalls offen, wenn die Personensorgeberechtigten glaubhaft darlegen, dass ihnen bei einer betreuungsbedingten Einschränkung der Erwerbstätigkeit die Kündigung oder unzumutbarer Verdienstausfall droht.

    Der Antrag eines Elternteils mit der Bestätigung des Arbeitgebers ist ausreichend. Darüber hinaus muss gegenüber der Einrichtung glaubhaft dargelegt werden, dass andere Personensorgeberechtigte die Betreuung nicht absichern können; eine formlose Glaubhaftmachung gegenüber der Einrichtungsleitung ist ausreichend. Für den Fall drohender Kündigung/unmittelbarer Verdienstausfall gibt es kein Formblatt, das landesseitig zur Verfügung gestellt wird. Eine mündliche Erläuterung der Betreuungssituation ist als ausreichend zu betrachten.

    Es gilt weiterhin der dringende Appell, die Notbetreuung tatsächlich nur in Anspruch zu nehmen, wenn keine andere Möglichkeit besteht.

  • Als Nachweis benötigen Sie eine Bescheinigung Ihres Arbeitgebers. Bitte nutzen Sie das landeseinheitliche Antragsformular.

    Der Antrag eines Elternteils ist ausreichend. Darüber hinaus muss gegenüber der Einrichtung glaubhaft dargelegt werden, dass andere Personensorgeberechtigte die Betreuung nicht absichern können; eine formlose Glaubhaftmachung gegenüber der Einrichtungsleitung ist ausreichend.

    Für den Fall drohender Kündigung/unmittelbarer Verdienstausfall gibt es kein Formblatt, das landesseitig zur Verfügung gestellt wird. Eine mündliche Erläuterung der Betreuungssituation ist als ausreichend zu betrachten.

  • Eltern dürfen sich nur in Absprache mit der Kita-Leitung und unter Einhaltung der besonderen Hygieneregeln  gemäß § 21 ThürSARS-CoV-2-KiJuSSp-VO in der Kita aufhalten. Da nur Kinder betreut werden dürfen, deren Eltern einen Anspruch auf Notbetreuung haben, gilt diese Voraussetzung auch für das Eingewöhnungskind. Es muss folglich vorher geprüft werden, ob ein Anspruch auf Notbetreuung besteht.

    In besonderen Härtefällen, die das Wohl des Kindes betreffen bzw. aus einer Gefährdung des  Arbeitsplatzes der Eltern resultieren können (§ 10a Abs. 3 und 4 der 3. Thüringer SondereindämmungsVO)  entscheidet die Leitung der Kindereinrichtung, ob die Eingewöhnung eines Kindes stattfinden kann. Ausschlaggebend dafür ist, dass die Hygienemaßnahmen eingehalten werden, ausreichend Personal zu Verfügung steht gemäß § 10a Abs. 5   der 3. Thüringer SondereindämmungsVO (Die Notbetreuung erfolgt unter Wahrung der vom Bildungsministerium festgelegten Infektionsschutzmaßnahmen in den Hygieneplänen; insbesondere erfolgt die Betreuung in beständigen, festen und voneinander getrennten Gruppen durch stets dasselbe, allein dieser Gruppe zugeordnete pädagogische Personal in einem der jeweiligen Gruppe fest zugeordnetem Raum).  Die benötigte und in der Konzeption der Einrichtung festgelegte Eingewöhnungszeit ist einzuhalten.

    Hieraus ergibt sich: Eingewöhnungen können während der Schließung von Einrichtungen, die Notbetreuung anbieten, in Ausnahmefällen durchgeführt werden.

Testsystem des Bildungsministeriums

Das Testsystem an Kindergärten soll in den kommenden Tagen in die Organisationshoheit der Träger überführt werden. Beschäftigte an Kindertageseinrichtungen sollen dann zweimal pro Woche verpflichtend getestet werden. Als ersten Schritt sollen Träger dafür bis zum 26. Februar 2021 ein Testkonzept erstellen. Bis dieser Prozess abgeschlossen ist gelten bis auf Weiteres noch folgende Regeln:

  • Alle Beschäftigten, die im Freistaat Thüringen in staatlichen Schulen und Schulen in freier Trägerschaft, in Kindertageseinrichtungen, in stationären Einrichtung der Erziehungshilfe, in Tagesgruppen sowie als Kindertagespflegeperson tätig sind, können die Testmöglichkeit freiwillig zunächst weiter einmal pro Woche in Anspruch nehmen. Es kommt nicht auf die Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe an.

  • Am Testsystem des Bildungsministeriums können alle niedergelassenen Kassenärztinnen und Kassenärzte jeder Fachrichtung in Thüringen teilnehmen. Testberechtigte, die in eine Arztpraxis aufsuchen, klären bitte mit dem jeweiligen Arzt/der jeweiligen Ärztin, ob diese am System teilnimmt. Ärztinnen und Ärzte informieren sich bei der KVT über die Abrechnungsmodalitäten.

    Träger von Kindertageseinrichtungen können ebenfalls mit einer Partnerpraxis zusammenarbeiten, um Tests für das Personal direkt in den Einrichtungen zu organisieren.

    Berechtigte, die eine Arztpraxis aufsuchen, benötigen auf jeden Fall den Berechtigungsschein Ihres Arbeitgebers.

    Bei einer Testung vor Ort entfällt die Notwendigkeit einer personifizierten Bescheinigung als Anspruchsnachweis. Stattdessen wird ein Formular zur Anzahl der durchgeführten Tests ausgefüllt und durch die Einrichtungsleitung bestätigt.

  • Ja, der Freistaat Thüringen übernimmt die Kosten für die Testung, die auf Grundlage des Vertrages zwischen dem Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport und der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen (KVT) vom 29. Juli 2020 durchgeführt wird. Wichtig: Irrtümlich einer/m Getesteten ausgestellte Rechnungen für Testungen mit personifizierter Bescheinigung haben keine Gültigkeit. Sie können zurückgewiesen werden. Die Abrechnung der Leistungen der Ärztinnen oder Ärzte erfolgt durch diese gegenüber der KVT.

    Weitere Testmöglichkeiten, die nicht unter diese Finanzierungsvereinbarung fallen und damit außerhalb des Testsystems des Bildungsministeriums stattfinden, können entstehen, wenn

    • der Öffentliche Gesundheitsdienst eine Testung aufgrund der Rahmenverordnung des Bundesministeriums für Gesundheit veranlasst,
    • wenn Covid-19-Symptome vorliegen oder
    • wenn die Corona-Warn-App des Robert-Koch-Instituts einen entsprechenden Hinweis gibt.
  • In Abstimmung mit einer am Testsystem teilnehmenden Arztpraxis kann die freiwillige Testung für alle Beschäftigten einer Einrichtung ab dem 7. Dezember 2020 auch in der Einrichtung durchgeführt werden.

    Bei einer Testung vor Ort entfällt die Notwendigkeit einer personifizierten Bescheinigung als Anspruchsnachweis. Stattdessen wird ein Formular zur Anzahl der durchgeführten Tests ausgefüllt und durch die Einrichtungsleitung bestätigt.

    Die Durchführung der Tests kann vom Arzt selbst oder von seinem angestellten medizinischen nicht-ärztlichen Praxispersonal durchgeführt werden.

    Die Einrichtungsleitung kann zur Durchführungen der Tests vor Ort mit einer beteiligten Praxis auch direkten Kontakt aufnehmen. Arztpraxen und Schulen oder Einrichtungen vereinbaren dann einen regelmäßigen, wenn möglich wöchentlichen, Termin zur freiwilligen Testung vor Ort.

  • Abdem 7. Dezember 2020 können Tests direkt in den Einrichtungen durchgeführt werden. Es handelt sich dabei um Schnelltests. Diese werden auch bei Tests in Arztpraxen eingesetzt.

    Im Anschluss an die Tests wird der Berechtigte durch die Umstellung auf Schnelltests sofort, d.h. nach einer kurzen Wartezeit, über das Ergebnis informiert.

    Sofern der Test ein positives Ergebnis ergibt, ist unverzüglich das zuständige Gesundheitsamt vom teilnehmenden Arzt oder Abstrichstützpunkt zu informieren und eine bestätigende Diagnostik mittels PCR-Test anzuschließen.

Mund-Nasen-Bedeckung

  • Gibt es eine Pflicht für Erzieherinnen und Erzieher in Kindergärten einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen?

    Aus den geltenden Verordnungen ergibt sich derzeit keine grundsätzliche Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) bzw. eines Mund-Nasen-Schutzes (MNS).

    Von den Regelungen in § 5 Abs. 1 Thüringer Verordnung zur Fortschreibung und Anpassung außerordentlicher Sondermaßnahmen zur Eindämmung einer sprunghaften Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 vom 29. November 2020 sind Kindertageseinrichtungen ausgenommen. Das gilt sowohl für geschlossene Räumen als auch für Arbeits-, Dienst- und Betriebsstätten. Bei der Arbeit am Kind spricht die Art der Tätigkeit aus pädagogischen Erwägungen gegen das Tragen einer MNB bzw. eines MNS.   

    Ob und wann Beschäftigte MNB/MNS tragen müssen, legen Träger und Einrichtungsleitung gemeinsam fest. Als Empfehlung gilt hierfür Folgendes:

    • Das Tragen einer MNB, auch „Alltagsmaske“ genannt, oder eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes (MNS) kann bei korrekter Handhabung  dazu beitragen, Übertragungen innerhalb der Einrichtungen insbesondere durch prä- und asymptomatisch Infizierte zu reduzieren und somit auch Risikogruppen vor Übertragung zu schützen. Dies gilt vor allem in Situationen, in denen ein Sicherheitsabstand nicht eingehalten werden kann.  Es gibt keine Empfehlung zum generellen Tragen von MNB/MNS in der Kindertagesbetreuung. Sollte der Einrichtungsträger als Arbeitgeber jedoch hierzu Verfügungen getroffen haben oder es regional hierzu Verpflichtungen geben, sind diese vorrangig. Freiwilliges Tragen von MNB/MNS ist in jedem Fall zu ermöglichen.
    • Aus pädagogischer Sicht gibt es erhebliche Gründe, die gegen das Tragen einer MNB/MNS in der Betreuung insbesondere sehr junger Kinder sprechen: Gerade sehr junge Kinder benötigen die Kommunikation über Körpersprache einschließlich Mimik (präverbale Kommunikation). Das Tragen von MNB/MNS beeinträchtigt die pädagogische Prozess- und Interaktionsqualität.

Sonstiges

  • Während der Schließung der Kindertageseinrichtungen können keine Leistungen der Frühförderung in den Einrichtungen erbracht werden (vgl. § 10 Abs. 4 2. ThürSARS-CoV-2-IfS-GrundVO i. V. m. § 21 der ThürSARS-CoV-2-KiJuSSpVO). D.-h. die Frühförderkräfte gehen in der Schließphase nicht in die Kindertageseinrichtungen.

    Mit der geänderten 3. ThürSARS-CoV-2-SonderEindmaßnVO vom 10. Januar 2021 wurde festgelegt, dass sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Frühförderstellen zweimal wöchentlich auf SARS-CoV-2 durch einen PoC-Antigen-Test testen lassen müssen. Darüber hinaus gelten für die Leistungen der Frühförderung die Bestimmungen gemäß § 10 Abs. 4 der 2. ThürSARS-CoV-2-IfS-GrundVO.

  • Während der Schließung der Kindertageseinrichtungen können Berufs- und Abschlusspraktikanten nach § 33 und 37 ThürFSO-SW ihr Praktikum fortsetzen bzw. können dies zum 1. Februar 2021 antreten.

    Integrierte Praktika an der Fachschule  bzw. Praktika für die Ausbildungen Sozialassistenz/Kinderpflege werden bis auf Weiteres ausgesetzt.

    Praxisbegleitung durch Lehrkräfte der Fachschulen an den Kindertageseinrichtungen findet in der Phase der Schließung nicht statt. Ebenso können keine gemischten Prüfungskommissionen eingerichtet werden.

    Fachschülerinnen und Fachschüler, die sich in der praxisintegrierten Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin/zum staatlich anerkannten Erzieher befinden, gelten in der jeweiligen Ausbildungsstätte nicht als einrichtungsfremde Person. Dementsprechend können auch sie in den entsprechenden Einrichtungen eingesetzt werden.

  • Ist es aufgrund der aktuellen Lage den Einrichtungen nicht möglich, ein warmes Mittagessen durch Caterer anzubieten, kann von § 18 Abs. 4 ThürKigaG abgewichen werden.

  • Bitte rufen Sie den Ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der 116 117 an.

  • Die Landesregierung hat sich zur Erstattung der Eltern-Kindergartenbeiträge für die Zeit der Schließungen im Jahr 2021 bekannt. Der Landtag muss jedoch vor einer Erstattung der Kosten an die Kommunen die gesetzliche Grundlage dafür schaffen. Der entsprechende Gesetzentwurf ist im Februar 2021 in erster Lesung behandelt worden. Einzelne Kommunen haben bereits vereinzelt im Vorgriff darauf die Beitragszahlung für Eltern ausgesetzt. Das ist möglich. Solange die gesetzliche Grundlage nicht abschließend geschaffen ist - sie wird für März 2021 erwartet, kann hier zwar noch keine definitive Zusage des Landes verkündet werden. Der politische Wille sowohl der Landesregierung als auch der Mehrheit des Landtages ist jedoch bereits bekundet. Es ist daher sehr wahrscheinlich, dass die Beiträge erstattet werden.

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