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COVID-19 (Coronavirus)

Aktuelles zur Lage an Thüringens Schulen und Kindergärten

Minister Holter bei einem Schulbesuch

Handreichung "Schule – Hygiene – Infektionsschutz"

Die „Handreichung des Thüringer Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport, Schule – Hygiene – Infektionsschutz“ für das Schuljahr 2022/2023 richtet sich an die Schulleitungen, um sie bei der Erstellung des individuellen Hygieneplans für ihre jeweilige Schule zu unterstützen. Die Schulleitungen sind zur Erstellung von Hygieneplänen und deren regelmäßige Aktualisierung verpflichtet.
Die diesjährige Handreichung legt den Schwerpunkt auf Maßnahmen zur Verhinderung der Verbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2, berücksichtigt aber ebenfalls die Influenza und andere respiratorische Erkrankungen.
Von besonderer Bedeutung ist nach wie vor die Einhaltung von allgemeinen Hygienemaßnahmen wie gründliches Händewaschen und regelmäßiges Stoß- bzw. Querlüften. Zudem wird das freiwillige Tragen einer qualifizierten Maske für das Personal und Schüler*innen ab der Sekundarstufe I empfohlen.

FAQ – Infektionsschutz

Fragen und Antworten zum Themenkomplex Infektionsschutz (Stand: 19. Oktober 2022)

Qualifizierte Gesichtsmasken

  • Es gibt derzeit keine Pflicht, aber eine klare Empfehlung. Es wird empfohlen, dass innerhalb des Schulgebäudes alle Schülerinnen und Schüler ab der Sekundarstufe I, das pädagogische und sonstige schulische Personal sowie alle an der Schule tätigen Personen mit unmittelbaren Kontakt zu anderen Beteiligten eine qualifizierte Gesichtsmaske tragen. Insbesondere im Zusammenhang mit auftretenden SARS-CoV-2-Infektionen sowie bei hoher Krankheitslast oder der Ausbreitung pathogenerer und besorgniserregender Virusvarianten (sog. Variants of concern – VOC) wird das Tragen einer qualifizierten Gesichtsmaske empfohlen. Die jeweils aktuellen landesrechtlichen Vorschriften sind zu beachten.

    Der Schulleitungwird empfohlen, Rahmenbedingungen festzulegen, die Ausnahmen von der Empfehlung zum Tragen einer qualifizierten Gesichtsmaske vorsehen (z. B. für den Bereich Förderschulen).

    Die Schulleitung stellt qualfizierte Gesichtsmasken ausschließlich für das pädagogische und sonstige schulische Personal zur Verfügung. Die Schulleitung hat das Personal im Umgang mit qualifizierten Gesichtsmasken und in ihrem korrekten Tragen zu unterweisen.

    Die Schulleitung und insbesondere das pädagogische Personal sollten auf die Umsetzung der Empfehlung zum Maskentragen hinwirken und die Schülerinnen und Schüler diesbezüglich sensibilisieren.

    Es wird empfohlen, innerhalb des Schulgebäudes geeignete Hinweise auszuhängen, die das Tragen einer qualifizierten Gesichtsmaske empfehlen.

Testung

  • Aktuell sind die Schulen nicht verpflichtet, den Schülerinnen und Schülern freiwillige Selbsttests anzubieten. An den Schulen befindet sich ein Vorrat an Testkits, der bereitgehalten werden soll, falls es weitergehende Anordnungen gibt.

    Anlasslose Testungen finden nicht mehr statt. Vulnerable Schülerinngen und Schüler werden zwei Tests pro Woche zur freiwilligen Selbsttestung durch das TMBJS zur Verfügung gestellt, sofern sich diese nicht vom Präsenzunterricht haben befreien lassen.

    Es steht jeder Person frei, sich nach eigenem Ermessen und auf eigene Kosten selbst zu testen. Beim Auftreten von Krankheitssymptomen wird es empfohlen.

    Kranke Personen sollen die Schule nicht besuchen.

  • Wenn ein Test auf das Vorliegen einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 ein positives Ergebnis anzeigt, gelten die Vorschriften zur Absonderung nach der ThürSARS-CoV-2-IfS-MaßnVO.  Danach endet die Absonderungspflicht grundsätzlich nach dem Ablauf von fünf Tagen nach dem positiven Testergebnis, wenn die infizierte Person innerhalb der vorangegangen 48 Stunden frei von Symptomen einer COVID-19-Erkrankung war. Spätestens endet die Absonderungspflicht ansonsten nach dem Ablauf von zehn Tagen.

Hygienemaßnahmen und Lüften

  • Allgemeine Hygienemaßnahmen umfassen die persönliche Hygiene, die Raumhygiene und die Hygiene im Sanitärbereich sowie das Lüften.

    Die persönliche Hygiene umfasst den Verzicht auf Körperkontakt wie Umarmungen und Händeschütteln, die gründliche Händehygiene sowie die Husten- und Niesetikette.

    Die Schulleitung ergreift organisatorische Maßnahmen, die eine bestmögliche Umsetzung von Hygieneregeln ermöglichen.

  • Innenräume sollten mit einem möglichst hohen Luftaustausch und Frischluftanteil versorgt werden.

    Es wird empfohlen, CO2-Messgeräte zu verwenden. Dadurch wird das Lüftungsverhalten positiv beeinflusst. Grundsätzlich ist eine durch das CO2-Messgerät angezeigte CO2-Konzentration bis zu 1.000 ml/m³ bzw. ppm akzeptabel. Kann die CO2-Konzentration im Mittelwert bei 1.000 ppm oder kleiner gehalten werden, gilt der Raum als ausreichend belüftet. In Zeiten eines hohen Infektionsgeschehens in Bezug auf Corona oder Influenza wird empohlen, deutlich häufiger und intensiver zu lüften und die CO2-Konzentration von 1.000 ppm zu unterschreiten.

    Regelmäßiges Stoß- bzw. Querlüften sind elementar; Kipplüften ist nicht ausreichend. Die Klassenräume sollten mehrmals täglich mindestens alle 20 Minuten sowie in jeder Pause durchlüftet wer-den.

Schutz vulnerabler Personengruppen

  • Für vulnerable Personen gelten besondere Schutzmaßnahmen. Dieser erhöhte Schutz umfasst Schülerinnen und Schüler sowie pädagogisches und sonstiges schulisches Personal mit einem stark erhöhten Risiko für einen schweren Verlauf im Fall einer Erkrankung mit SARS-CoV-2, was durch ein entsprechendes ärztliches Attest zu nachzuweisen ist, sowie schwangere Personen.

  • Für alle Schülerinnen und Schüler gilt ohne Einschränkung die allgemeine Schulpflicht. Ausnahmen kommen nur in begründeten Einzelfällen in Betracht. Bei Leistungserbringungen ist die Anwesenheitspflicht zu beachten.

    Vulnerable Schülerinnen und Schüler in Bezug auf eine schwere COVID-19-Erkrankung können auf Antrag unter Vorlage eines aktuellen ärztlichen Attestes von der Präsenzpflicht freigestellt werden. Das Attest muss nachvollziehbar begründen und bescheinigen, nachweisen bzw. glaubhaft machen, wie hoch das konkrete Risiko der Person für einen schweren Verlauf bei Erkrankung gegenüber dem der nicht erkrankten Bevölkerung ist und auf welcher Grundlage die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt zu dieser Einschätzung gelangt. Das ärztliche Attest ist im Original in Papierform vorzulegen.

    Die Antragstellung erfolgt formlos über die Schulleitung auf der Grundlage des § 54 ThürSchulG. Diese Einzelfallentscheidungen werden unter Einbeziehung des Schulpsychologischen Dienstes und der Schulaufsichtsreferate im Ministerium geprüft. Eine Befreiung wird nach aktueller Infektionslage angemessen zeitlich befristet.

    Zudem werden vulnerablen Schülerinnen und Schülern Selbsttests auf das Vorliegen einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 vom TMBJS zur Verfügung gestellt. Damit besteht die Möglichkeit für freiwilliges zweimaliges Testen je Schulwoche für den Fall, dass sich diese nicht von der Präsenzpflicht haben befreien lassen.

  • In Bezug auf pädagogisches und sonstiges schulisches Personal, für das ein stark erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf einer COVID-19-Erkrankung besteht und das nicht geimpft werden kann, ist allgemein durch die Einhaltung der allgemeinen Hygienemaßnahmen sowie durch das Tragen einer qualifizierten Gesichtsmaske von einer Risikominimierung auszugehen.

  • Ob sich für schwangeres Personal eine unzumutbare Gefährdung im Sinne des Mutterschutzgesetzes in Bezug auf eine COVID-19-Erkrankung ergibt, ist im Rahmen der individuellen Gefährdungsbeurteilung zu prüfen. Hierbei sind u. a. neben der Tätigkeit ggf. vorliegende relevante Grunderkrankungen sowie das Infektionsgeschehen an der speziellen Schule zu berücksichtigen. Das Aussprechen eines teilweisen oder vollständigen betrieblichen Beschäftigungsverbots stellt das letzte geeignete Mittel (ultima ratio) dar. Aktuelle Informationen sind auf den Seiten der Staatlichen Schulämter sowie auf der Seite des Thüringer Landesamtes für Verbraucherschutz (TLV) zum Mutterschutz zu finden.

    Auf die zeitnah erfolgende Aktualisierung des Merkblatts des TLV „Schutzmaßnahmen für schwangere Frauen in einem Beschäftigungsverhältnis – Informationen zum Schutz werdender Mütter im Zusammenhang mit dem Coronavirus SARS-CoV-2/COVID-19“ wird hingewiesen. Für schwangere Schülerinnen gelten die Vorgaben für schwangeres Personal entsprechend.

Umgang mit Krankheitssymptomen

  • Schülerinnen und Schüler sowie pädagogisches und sonstiges schulisches Personal mit den Symptomen Fieber, Husten oder Halsschmerzen oder Störung des Geruchs- und/oder Geschmackssinns (einzeln oder in Kombination miteinander auftretend) sollten bis 48 Stunden nach Abklingen der Symptome nicht zur Schule kommen und weder an Ganztags- noch an Ferienangeboten teilnehmen. Es sei denn, die Symptome sind durch eine andere, nicht infektiöse Erkrankung zu erklären. In diesem Fall wird empfohlen, der Schulleitung zum Nachweis ein ärztliches Attest vorzulegen.

    Schülerinnen und Schüler sowie pädagogisches und sonstiges schulisches Personal ohne Fieber, aber mit den Symptomen laufende Nase, verstopfte Nasenatmung, gelegentliches Husten, Halskratzen oder Räuspern können grundsätzlich zur Schule kommen. Voraussetzung ist, dass das Allgemeinbefinden nicht weiter eingeschränkt ist und die Person grundsätzlich arbeits- bzw. unterrichtsfähig ist. In diesem Fall wird vor dem Schulbesuch Zuhause die Durchführung eines freiwilligen Selbsttests auf das Vorliegen einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 empfohlen. Darüber hinaus sind die allgemeinen Hygienemaßnahmen besonders zu beachten und sollte möglichst eine qualifizierte Gesichtsmaske entsprechend den Vorgaben getragen werden.

    Sofern oben erwähnte Krankheitssymptome auftreten, wird empfohlen, die Symtome ärztlich abklären zu lassen.

Besondere Vorschriften

  • Konferenzen, Beratungen und Versammlungen des schulischen Personals können unter den für den Versammlungsort geltenden Regelungen stattfinden. Ebenso können Klassen- und Kurselternversammlungen sowie Beratungen der schulischen Mitbestimmungsgremien unter Berücksichtigung der für den Ort der Zusammenkunft geltenden Regelungen durchgeführt werden. Nach Möglichkeit sollen im Sinne eines primären Infektionsschutzes entsprechend größere Räume oder eine angepasste zeitliche Abfolge gewählt werden.

  • Die Durchführung aller Unterrichtsfächer kann grundsätzlich uneingeschränkt erfolgen.

    Sportunterricht (inklusive Schulschwimmen) wird laut Stundentafel und unter Einhaltung des geltenden schulischen Hygieneplans durchgeführt, welcher die Sportstätten benennen soll. Es wird ausdrücklich empfohlen, beim Sportunterricht besonderen Wert auf Hygienemaßnahmen zu legen (z. B. Händewaschen vor und nach dem Sportunterricht).

    Es ist abzusichern, dass bis zum Ende der Primarstufe der verpflichtende Anfangsschwimmunterricht (Klassenstufe 3 bzw. 4) erteilt wird.

    Die schulsportlichen Wettbewerbe, die Schülerwettbewerbe und Maßnahmen der Begabungsförderung werden uneingeschränkt durchgeführt. Es sind die für den Veranstaltungsort geltenden Regelungen gemäß dem Hygieneplan zu beachten.

    Der Musikunterricht sowie das Singen im Chor bzw. in der Gruppe und Orchesterproben sollten in ausreichend großen und gut zu lüftenden Räumen stattfinden.

    Externe Angebote, insbesondere längerfristige Maßnahmen (z. B. über das Schulbudget), können durchgeführt werden. Die Anbieterinnen und Anbieter externer Angebote haben der Schule hierfür ein Hygieneschutzkonzept vorzulegen, das die Gegebenheiten der Schule berücksichtigt.

    Maßnahmen des Lernens am anderen Ort können durchgeführt werden. Es sind die am Zielort der Maßnahmen geltenden Regelungen zu beachten.

Aktuell gültige Verordnungen

Die Thüringer Verordnung zur Regelung infektionsschutzrechtlicher Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus SARS-CoV-2 gilt bis zum 12. November 2022 [Thüringer SARS-CoV-2-Infektionsschutz-Maßnahmenverordnung].


Die Thüringer Verordnung zur Abmilderung der Folgen der Corona-Pandemie im Schulbereich des Schuljahres 2021/2022 [ThürAbmildSchulVO] regelt Prüfungs-, Abschluss- und weitere Themen und gilt in Teilen auch für das aktuelle Schuljahr fort.

Über nachfolgende Regelungen wird zu gegebener Zeit noch entschieden.


Informationen zur Impfung von Kindern und Jugendlichen

Aktivierung erforderlich


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