Minister Holter bei einem Schulbesuch

COVID-19 (Coronavirus)

Aktuelles zur Lage an Thüringens Schulen und Kindergärten

Stand: 27. Juli 2020, 15:00 Uhr

Stufenkonzept "Kindertagesbetreuung und Schule unter Pandemiebedingungen" für das Kita- und Schuljahr 2020/21
- Anlage 1: Kindertagesbetreuung
- Anlage 2: Schule
- Mitschnitt der Medienkonferenz vom 24. Jui 2020 (YouTube)
- Präsentation zur Medienkonferenz

Die aktualisierte Verordnung über die Infektionsschutzregeln in Kindergärten, Schulen und im Sportbetrieb (ThürSARS-CoV-2-KiSSP-VO) tritt am 16. Juli 2020 in Kraft.

Infektionsschutz: Prinzip konstanter Gruppen in festen Räumen mit festem Betreuungspersonal. Keine Gruppenteilung mehr. So können mögliche Infektionsketten nachvollzogen und rechtzeitig eingedämmt werden. Pädagogisches Personal mit Risikomerkmalen wird weiter vorbeugend geschützt.Weiterführende Schulen führen das Schuljahr im eingeschränkten Betrieb wie geplant zu Ende.

Für Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 1 bis 4 wird ab dem 20. Juli 2020 wird eine Ferienhortbetreuung angeboten. Informationen zu Außerunterrichtlichen Ferienangeboten an weiterführenden, allgemeinbildenden Schulen 

Weitere Details und Konkretisierungen finden Sie in unseren Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQs).

Corona-Soforthilfeprogramm für gemeinnützige Einrichtungen und Organisationen

Zuwendungsrechtliche Regelung für Förderbereiche und Förderprogramme des TMBJS (17. April 2020)
im Hinblick auf Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus (Jugendhilfe, Sport, Erwachsenenbildung, Landesprogramm DenkBunt)

Aktuelles

Helmut Holter zum Stufenkonzept "Kindertagesbetreuung und Schule unter Pandemiebedingungen"

24. Juli 2020

► Kindergärten

Handlungsschema zum Umgang mit Erkältungssymptomen in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege im Kontext von COVID-19-Infektionen(2. August 2020)

Stufenkonzept "Kindertagesbetreuung und Schule unter Pandemiebedingungen" für das Kita- und Schuljahr 2020/21 (27. Juli 2020)
- Anlage 1: Kindertagesbetreuung

Formulare für die Meldung eines Besonderen Vorkommnisses an einer Kindertageseinrichtung im Rahmen des Infektionsmonitoring in Bezug auf die Corona-Pandemie

Handreichung des TMBJS und TMAGSFF:
Hygiene in der Kindertagesbetreuung im Kontext der Corona-Pandemie (IN ÜBERARBEITUNG)

Musterformular: Verbindliche Erklärung zum Gesundheitszustand und Versicherung der Kenntnisnahme der Betretungsverbote sowie der Infektionsschutzmaßnahmen im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie
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Handreichung des TMBJS: FAQ „Kindertages­betreuung und Corona“(AKRUALISIERT 17. Juni 2020)

Thüringer Verordnung über die Infektionsschutzregeln zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 in Kindertageseinrichtungen, Schulen und für den Sportbetrieb (ThürSARS-CoV-2-KiSSP-VO) (12. Juni 2020)

Ministerschreiben Weitere schrittweise Öffnung der Kindertagesbetreuung(11. Juni 2020)

Medieninformation: Kinder können ab 15. Juni wieder täglich in Grundschule und Kindergarten(9. Juni 2020)

Konzept für den Übergang von der Notbetreuung in den eingeschränkten Regelbetrieb in Thüringer Kindertageseinrichtungen und in der Kindertagespflege  (13. Mai 2020)

Sollte das Gesundheitsamt die Schließung einer Notfallbetreuung von Schulen oder Kindertageseinrichtungen anordnen, ist dies vom Träger der Einrichtung gegenüber dem Ministerium für Bildung, Jugend und Sport im Rahmen des Verfahrens zur Meldung eines Besonderen Vorkommnisses (Formulare für Kitas) unverzüglich mitzuteilen.

► Sport

Richtlinie des Freistaates Thüringen über die Gewährung von Nothilfen (Billigkeitsleistungen) an Profi- und Spitzensportvereine und den Landessportbund Thüringen nach Maßgabe des Thüringer Gesetzes über die Errichtung eines Sondervermögens „Hilfe zur Überwindung direkter und indirekter Folgen der Corona-Pandemie“ (Thüringer Corona-Pandemie-Hilfefondsgesetz) (15. Juli 2020)

Thüringer Verordnung über die Infektionsschutzregeln zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 in Kindertageseinrichtungen, Schulen und für den Sportbetrieb (ThürSARS-CoV-2-KiSSP-VO) (15. Juli 2020)

Zuwendungsrechtliche Regelung für Förderbereiche und Förderprogramme des TMBJS (17. April 2020)
im Hinblick auf Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus (Jugendhilfe, Sport, Erwachsenenbildung, Landesprogramm DenkBunt)

Das Thüringer Sportministerium hat am 13. Juni 2020, die Verordnung über die Infektionsschutzregeln zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus in Kindertageseinrichtungen, Schulen und für den Sportbetrieb in Kraft gesetzt. Damit ist in Thüringen auch wieder Trainings- und Wettkampfbetrieb im organisierten Sport möglich.

Erlaubt ist demnach insbesondere wieder der Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und nichtöffentlichen Sportanlagen. Voraussetzung ist allerdings, dass ein sportartspezifisches Infektionsschutzkonzept vorliegt, das sich nach den Vorgaben des jeweiligen Sportfachverbandes richtet sowie für jede Sportanlage vorgehalten und berücksichtigt wird. Sportartspezifische Infektionsschutzkonzepte sind auf Verlangen der zuständigen Gesundheitsbehörde vorzulegen. Die für die Durchführung des jeweiligen Sportbetriebs verantwortliche Person oder Organisation, insbesondere der Sportverein, hat für die Einhaltung der Infektionsschutzkonzepte Sorge zu tragen.

Es gelten zudem folgende Maßgaben:

  • Der Sportbetrieb im Freien ist dem Sportbetrieb in geschlossenen Räumen vorzuziehen.
  • Der Sportbetrieb im Freien unter Einhaltung des Mindestabstands kann auch in Gruppen von mehr als elf Personen stattfinden.
  • Zur Verringerung des Infektionsrisikos sollen vorrangig Übungs- und Wettkampfformen gewählt werden, bei denen die Einhaltung des Mindestabstandes gewährleistet werden kann.
  • Nur bei Sportarten oder Disziplinen, die nicht ohne direkten Körperkontakt betrieben werden können, darf von dem Mindestabstand abgewichen werden.
  • Sofern der Sportbetrieb in Gruppen stattfindet, soll eine Durchmischung der Gruppen vermieden werden. Sofern es die örtlichen Gegebenheiten zulassen, können auch mehrere Gruppen gleichzeitig die Sportanlage nutzen.

Weiterhin muss für jede Trainings- und Wettkampfeinheit sowie andere Zusammenkünfte mehrerer Personen in geschlossenen Räumen eine Teilnehmer- bzw. Anwesenheitsliste geführt werden. Diese muss vier Wochen lang sicher aufbewahrt und danach vernichtet werden.

Seit dem 16. Juli 2020 sind Sportveranstaltungen unter freiem Himmel mit bis zu 200 Zuschauern wieder erlaubt. Voraussetzung hierfür ist ein vom zuständigen Gesundheitsamt genehmigtes Infektionsschutzkonzept, das insbesondere einen kontrollierbaren Ab- und Zugang sowie geeignete Maßnahmen zur Einhaltung des Mindestabstands berücksichtigt. Höhere Zuschauerzahlen können in Abstimmung mit dem zuständigen Gesundheitsamt zugelassen werden.

Für den nicht organisierten Freizeitsport gelten die allgemeinen Regelungen der Verordnung des Gesundheitsministeriums (2. ThürSARS-CoV-2-IfS-GrundVO).

Informationen des Landessportbundes Thüringen e.V. (LSB)

Informationen des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB)

► Erziehungshilfe und Eingliederungshilfe

Die stationären Einrichtungen der Erziehungshilfe und die Einrichtungen der Eingliederungshilfe für behinderte Kinder und Jugendliche sind nach wie vor geöffnet. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieser Einrichtungen als auch die Kolleginnen und Kollegen der Jugendämter, die mit den Einrichtungen zusammenarbeiten, können hier Informationen, Anregungen und Empfehlungen erhalten, um die Krisensituation vielleicht ein Stückchen besser bewältigen zu können.

Aktualisierte Informationen zu Präventionsmaßnahmen und zum Umgang mit dem Coronavirus für Thüringer Einrichtungen der Erziehungshilfe, der Eingliederungshilfe für behinderte Kinder und Jugendliche nach Inkrafttreten der neue ThürSARS-CoV-2-MaßnFortentwVO vom 12. Mai 2020 (19.Mai 2020)

Empfehlungen zu Möglichkeiten der Aufrechterhaltung von Umgangskontakten mit einem stationär untergebrachten Kind durch erziehungsberechtigte Personen in Zeiten des Coronavirus(8. Mai 2020)

Rundschreiben des Landesjugendamtes: Schutz von Kindern und Jugendlichen in erlaubnispflichtigen Einrichtungen. Wiederaufnahme des Betriebes der Thüringer Tagesgruppen(5. Mai 2020)

Mit der 3. ThürSARS-CoV-2-EindmaßnVO können Tagesgruppen nach § 32 SGB VIII ab dem 20. April 2020 wieder geöffnet werden, wenn die Zahl der Betreuenden zehn nicht übersteigt.

Ambulante Hilfen zur Erziehung sind nach wie vor grundsätzlich möglich:
Empfehlungsschreiben ambulante Hilfen zur Erziehung - Umgang mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie (3. April 2020)

AKTUALISIERT Regelungen für die Notbetreuung (23. April 2020)

Informationsschreiben an die Jugendämter: Auswirklungen auf den Bertrieb von Einrichtungen (24. März 2020)

Schutz von Kindern und Jugendlichen in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe: aktualisierte und ergänzende Information zum Umgang mit Corona (23. März 2020)

Schutz von Kindern und Jugendlichen in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe: Information zur Präventionsmaßnahmen und zum Umgang mit Corona (13. März 2020)

Erreichbarkeiten der Gesundheitsämter / Fachdienste Gesundheit (25. Februar 2020)

 

► Jugendarbeit

Gesundheitsämter in Thüringen

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: Hygienemaßnahmen leicht verständlich als Infografiken erklärt (zum Ausdrucken; auch mehrsprachig)

Youtube-Kanal der BzGA: Erklärvideos zum neuartigen Coronavirus

Informationen für Kinder

Infografiken - auch speziell für Kinder - zum Ausdrucken und zum Aushängen in Einrichtungen finden Sie bei impfschutz.de

Das Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit der Universität Bonn bietet auf  Hygiene-Tipps für Kids Infomaterial für Kinder, Einrichtungen und Eltern.

Hilfe für Kinder und Jugendliche in Isolationssituationen

Aufgrund der aktuell geschlossenen Schulen befinden sich Kinder und Jugendliche, die in ihren Familien Opfer von Gewalt werden, derzeit möglicherweise in einer isolierten Notsituation. Wichtige Informationen und Ansprechpartner für sich und Ihre Schülerinnen und Schüler finden Sie unter
www.schule-gegen-sexuelle-gewalt.de

Initiative des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs
#keinkindalleinelassen

FAQ - Antworten auf häufig gestellte Fragen

Nachfolgend stellen wir einen Frage-und-Antworten-Katalog zur Verfügung. Neue Informationen werden fotlaufend angepasst. Auf Grund der dynamischen Nachrichtenlage bitten wir Sie, auch weitere offizielle Informationskanäle im Blick zu behalten.

Wiedereröffnung der Schulen

  • Das Bildungsministerium hat einer Fristverlängerung der Einschulungsuntersuchungen (§ 120 Thüringer Schulordnung) bis zum 9. Juli 2020 zugestimmt. Diese Untersuchungen müssen bei Kindern prioritär durchgeführt werden, die vorzeitig eingeschult oder ein Jahr zurückgestellt werden sollen.

  • Da die Thematik "Wiedereinstieg im Bereich der Berufsbildenden Schulen" sehr ausdifferenziert ist, wurde für diese Schulen eine separater Frage-Antwort-Katalog entwickelt:

    Berufsbildende Schulen: Fragen und Antworten zum Wiedereinstieg (18. Mai 2020)

Wiedereröffnung der Kindergärten

  • Die Kindergärten sollen ab dem 15. Juni 2020 wieder ein tägliches Betreuungsangebot für alle Kinder machen. Sie bleiben dennoch im eingeschränkten Regelbetrieb; der volle Betreuungsanspruch von zehn Stunden wird nicht gewährleistet. Angestrebt werden soll eine maximal mögliche Betreuungszeit von sechs bis acht Stunden. Die Verantwortung dafür liegt bei den Kommunen und den Trägern.

    Seit dem 4. Mai 2020 ist die erlaubnispflichtige Kindertagespflege (Tagesmütter-/väter) wieder geöffnet. Für die genaue Umsetzung dieser Öffnung sind nun wieder die Jugendämter zuständig. Den Tagespflegepersonen wird empfohlen, sich an die jeweils örtlichen Behörden zu wenden.

  • Auch hierfür ist die Verantwortung ab 18. Mai 2020 auf die Kommunen und Träger übergegangen. Kindergärten müssen ein Hygienekonzept erarbeiten. Es gilt das Prinzip fester Gruppen und fester Betreuungspersonen.

  • Wegen der notwendigen Infektionsschutzmaßnahmen können Kindergärten nicht mit der vollen Kapazität arbeiten. Der volle Rechtsanspruch auf Kindertagesbetreuung kann also nicht abgesichert werden. In der Regel werden daher nur eingeschränkte Betreuungszeiten angeboten. Dies richtet sich jedoch nach den jeweiligen Gegebenheiten in den Einrichtungen selbst. Bitte wenden Sie sich mit Fragen hierzu an Ihren Kitaträger bzw. Ihre Einrichtung.

    Hygiene und Infektionsschutz

    • Gesundheitsschutz hat weiter hohe Priorität. Das Bildungsministerium entwickelt dazu fortlaufend gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium sowie mit den Kommunen und Trägern wirksame Hygiene- und Schutzmaßnahmen.

      An den Schulen werden die gebotenen infektionshygienischen Auflagen beachtet und ein verstärktes Reinigungs- und Desinfektionsregime gewährleistet.

      Es bestehen Betretungsverbote für Personen, die Symptome einer akuten Atemwegserkrankung zeigen (Husten, Halsschmerzen, Schnupfen, Fieber, Atemnot) sowie Personen, in deren Haushalt SARS-CoV-2-lnfektionen aufgetreten sind.

    • Personal, das nach den aktuellen Hinweisen des Robert-Koch-Instituts Risikomerkmale trägt, ist nach wie vor nicht verpflichtet, Gruppen im Hort zu betreuen oder im Präsenzunterricht zu unterrichten. Dies gilt insbesondere für Personal im Alter von über 60 Jahren. Die Betroffenen sind nicht freigestellt, sondern verrichten ihren Dienst in vollem Umfang, indem sie nach Entscheidung der Schulleitung Tätigkeiten übernehmen, bei denen eine Unterschreitung des Mindestabstands zu jedem Zeitpunkt ausgeschlossen werden kann (insbes. Vor- und Nachbereitung des Distanzlernens, Korrekturen, Unterstützung von Kolleginnen und Kollegen im Präsenzunterricht als „Tandem“, Konsultationen mit einzelnen Schülerinnen und Schülern oder sehr kleinen Gruppen, Aufgaben im Schulgebäude außerhalb der Unterrichtszeiten).

      Ein ärztliches Attest ist auch weiterhin erforderlich, wenn sich die besondere Gefährdung nicht allein aus dem Lebensalter, sondern aus einer Vorerkrankung und/oder dem Zusammentreffen mehrerer Risikomerkmale ergibt.

      Eine freiwillige Übernahme von Präsenzunterricht oder Betreuung von Gruppen bleibt auch für diejenigen Beschäftigten möglich, die Risikomerkmale tragen. Die Einrichtungen und Schulen berücksichtigen das erhöhte Schutzbedürfnis dieser Personen bei der konkreten Gestaltung des Betriebes.

    • Ab dem 15. Juni 2020 gilt:

      Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ist bei der Schülerbeförderung erforderlich.

      Eine Empfehlung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im Präsenzunterricht besteht nicht. Im Unterrichtsraum oder bei Aufenthalt im Freien bei gewährleistetem Sicherheitsabstand ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ebenfalls nicht erforderlich.

      Im Schulgebäude sollte eine Mund-Nasen-Bedeckung in Situationen getragen werden, in denen das Abstandsgebot nicht eingehalten werden kann (bspw. bei Raumwechsel in den Pausen).

      Es sollte jedoch grundsätzlich auch bei Einhaltung der Mindestabstände jeder Person in der Schule gestattet sein, eine Mund-Nasen-Bedeckungzu tragen, wenn dies gewünscht wird.

      Klarstellung: Eine Mund-Nasen-Bedeckung im Unterricht ist auch weiterhin nicht nötig. Es gilt das Prinzip der festen Gruppe. Die entsprechende missverständliche Formulierung in der Verordnung wird so schnell wie möglich angepasst. Die Mund-Nasen-Bedeckung soll lediglich abseits des Unterrichts im Schulhaus in Situationen getragen werden und in denen es zu Kontakten außerhalb der festen Gruppe kommen könnte, bei denen es zur Unterschreitung des Mindestabstands kommen kann. Innerhalb der festen Gruppe entfällt das Abstandsgebot

    • Seit dem 16. Juni 2020 ist die im Auftrag der Bundesregierung entwickelte Corona-Warn-App verfügbar und kann auf bestimmten mobilen Endgeräten installiert werden. Aus Sicht des Bildungsministeriums  kann die Corona-Warn-App ein wichtiger Baustein bei der Bekämpfung der Ausbreitung des Coronavirus sein, weil Personen, die Kontakt zu Covid 19-Infizierten hatten, schnell informiert werden und sich dann ihrerseits testen lassen können. Das macht die App zu einem sinnvollen Zusatzbaustein bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie.

      Die Corona-Warn-App ersetzt jedoch nicht die bereits existierenden Pandemiebekämpfungsmaßnahmen insbesondere in den Bildungseinrichtungen

      Das Prinzip der Freiwilligkeit der App-Nutzung ist dabei grundlegend. Jeder und jede Einzelne ist als Privatperson aufgerufen, sich zu informieren und danach selbst und frei zu entscheiden, ob er oder sie die App im täglichen Leben nutzen will. Für pädagogisches Personal, für Schülerinnen und Schüler bzw. deren Erziehungsberechtigte ist es eine freie persönliche Entscheidung, ob sie die App nutzen. Eine verpflichtende Nutzung ist weder vom Bund noch in Thüringen vorgesehen.

      Nach erster Prüfung im Ministerium kann festgestellt werden, dass einer Nutzung der App durch die an Schule beteiligten Personen aus Sicht des Datenschutzes nichts entgegensteht. Die App ist in dieser Hinsicht sicher und beeinträchtigt auch nicht solche Personen, die aus freier Entscheidung die App nicht nutzen.

      Für die Schulen bedeutet das weiterhin konkret, dass die geltenden Regeln zum Einsatz von mobilen Endgeräten an den Schulen (Hausordnung, medienpädagogische Konzepte) weiterhin gelten und in jedem Fall Vorrang haben.

    Prüfungen

    • Eine Versetzungsentscheidung findet nur zum Ende der Klassenstufen 9 und 10 statt. Alle anderen Schülerinnen und Schüler rücken in die nächst höhere Klassenstufe auf. Die freiwillige Wiederholung jeder Klassenstufe ist möglich und wird nicht auf die Wiederholungshäufigkeit bzw. Höchstverweildauer in der Oberstufe angerechnet.

    • Ja. Dadurch können die von den Staatlichen Schulämtern organisieren Aufnahmeprüfungen (Probeunterricht) nicht durchgeführt werden.

      Die Aufnahmeprüfungen für den gymnasialen Bildungsweg für das Schuljahr 2020/2021 fallen ersatzlos aus. Alle Schülerinnen und Schüler, für die eine Anmeldung vorliegt und die eigentlich eine Aufnahmeprüfung ablegen müssten, werden ausnahmsweise in die weiterführende Schule aufgenommen. Die erbrachten Halbjahresnoten des Schuljahres 2020/2021 sind in diesen konkreten Fällen dann die Grundlage für die Entscheidung, ob die eingeschlagene Schullaufbahn fortgesetzt werden kann.

      Bei der erwünschten Aufnahme in ein Thüringer Spezialgymnasium entscheiden die Schulen selbst in Absprache mit den beteiligten Gremien (z.B. Sportfachverbände, Musikhochschule „Franz Liszt“ Weimar) über abweichende Termine der Eignungsprüfungen und informieren das zuständige Schulamt über getroffene Festlegungen. In diesen Fällen empfehlen wir eine Rückfrage beim Thüringer Spezialgymnasium oder beim Schulamt.

    • Da die Thematik "Wiedereinstieg im Bereich der Berufsbildenden Schulen" sehr ausdifferenziert ist, wurde für diese Schulen ein separater Frage-Antwort-Katalog entwickelt:

      Berufsbildende Schulen: Fragen und Antworten zum Wiedereinstieg (18. Mai 2020)

    • Informationen zu den Regelungen rund um das Studieren finden Sie beim für Hochschulen zuständigen Ministerium.

    • Ein Abschluss des Vorbereitungsdienstes ist möglich. Die Kultusministerkonferenz hat beschlossen, dass die Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter im Vorbereitungsdienst, die im Jahr 2020 ihre Staatsprüfung ablegen, keine Nachteile haben sollen. 

      Sollten im weiteren Verlauf des Schuljahres 2019/2020 unterrichtspraktische Prüfungen im Rahmen von Staatsprüfungen in schulischen Lerngruppen nicht oder nicht im geforderten Mindestumfang mehr möglich sein, stehen andere Prüfungsformate beziehungsweise Prüfungsersatzleistungen der gegenseitigen Anerkennung der Abschlüsse zwischen den Ländern nicht entgegen.

      Darüber hinaus haben die Länder die Möglichkeit, für das Ergebnis der Staatsprüfung Vorleistungen aus dem Vorbereitungsdienst stärker als bisher zu berücksichtigen. Auch das im Jahr 2020 erreichte Zweite Staatsexamen wird in allen Ländern Deutschlands anerkannt.

      Die Erste Staatsprüfung wird in enger organisatorischer Abstimmung mit den Hochschulen durchgeführt. Die von den Hochschulen für Hochschulprüfungen zur Verminderung des Infektionsrisikos getroffenen Festlegungen werden berücksichtigt. Nachteile für Lehramtsstudierende auf Grund von Verzögerungen durch die Corona-Krise, insbesondere beim Übergang vom Lehramtsstudium zum Vorbereitungsdienst, sollen vermieden werden.

      Dem Beschluss der KMK vom 2. April 2020 zur Zweiten Staatsprüfung folgend, treten in der Zweiten Staatsprüfung Prüfungsersatzleistungen an die Stelle von Prüfungslehrproben. So werden zum einen zeitliche und räumliche Kollisionen mit anderen noch anstehenden schulischen Prüfungen vermieden, zum anderen die Zweite Staatsprüfung unter Wahrung der Chancengleichheit und bei weitgehender Minimierung von Infektionsrisiken während der regulären Dauer des Vorbereitungsdienstes abgeschlossen.

      Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter werden für jede der beiden Prüfungen in einem Unterrichtsentwurf eine Unterrichtsstunde planen. Der Prüfungsausschuss führt auf der Grundlage dieses Unterrichtsentwurfs ein Gespräch mit der Lehramtsanwärterin/dem Lehramtsanwärter durch. Weiterhin ist vorgesehen, die mündlichen Prüfungen, soweit dies organisatorisch notwendig und zweckmäßig ist, zeitlich vor der Prüfungsersatzleistung durchzuführen.

      Für die von Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteigern im Rahmen der pädagogisch-praktischen Nachqualifizierung abzulegenden staatlichen Prüfungen gelten diese Regelungen entsprechend.

    Schulstoff

    • Ja. Die Kinder erhalten Lernstoff zum Wiederholen und Vertiefen des Unterrichtsstoffs. Nicht jedes Thema ist zum Selbststudium geeignet. Die Entscheidung zu den Lernmitteln und dem entsprechenden Stoff treffen die Schulen und ihre Lehrer/innen je nach Klassenstufe und Unterrichtsstand vor Ort. Um den Schülerinnen und Schülern das Lernen zu Hause zu ermöglichen, wird das pädagogische Personal in geeigneter Weise Aufgabenstellungen und Lernhinweise erarbeiten und den Schülerinnen und Schülern zur Verfügung stellen. Dafür können die etablierten Kommunikationswege zwischen der jeweiligen Schule, den Eltern und Schülerinnen und Schülern oder auch die schuleigenen Homepages genutzt werden.

    • Die technischen Voraussetzungen, um flächendeckend Online-Unterricht zu gewährleisten, stehen aktuell noch nicht zur Verfügung. Die zunächst im Rahmen eines Pilotprojekts gestartete Thüringer Schulcloud ist seit Mitte März 2020 prinzipiell für alle teilnahmeinteressierten Schulen freigeschaltet. Ansprechpartner und eine Einführung sind zu finden auf dem Thüringer Schulportal.

      Dort sind außerdem Zusammenstellungen und Empfehlungen zu Tools und Materialien abrufbar. Materialdatenbank Digitale Bildung & Schule

      Aber auch viele andere Institutionen in Deutschland bieten Hilfestellungen, etwa:

      Landesmedienzentrum Baden-Württemberg: Schule machen - in Zeiten des Coronavirus

      Bildungspunks: Unterstützungsmaterialien

      Bayerischer Rundfunk: Schule daheim - online lernen

      Darüber hinaus ist wichtig: Nicht jede Familie hat Internet, einen PC oder ein Tablet zu Hause verfügbar. Auch für diese Schülerinnen und Schüler muss das Lernen für den Zeitraum der Schließung abgesichert werden. Kein Kind darf deshalb zurückbleiben.

    • Besonderer Unterstützungsbedarf ist insbesondere für Schülerinnen und Schüler anzunehmen, die:

      • in besonders hohem Maße auf den persönlichen Kontakt zur Lehrkraft angewiesen sind,
      • aufgrund ihrer häuslichen Situation oder der technischen Ausstattung beim Lernen zu Hause in den vergangenen Wochen weder digital noch analog oder nur sehr schwer erreicht werden konnten,
      • in den vergangenen Wochen ihre schulischen Aufgaben nicht oder nur mit erheblicher Betreuung durch die Schule erledigen konnten,
      • von Schulabstinenz bedroht sind,
      • Hilfestellungen aufgrund von Sprachförderbedarf benötigten (Schüler mit Migrationshintergrund).

    Klassenfahrten

    • Ja. Der Freistaat Thüringen erstattet den Eltern, Sorgeberechtigten und volljährigen Schülerinnen und Schülern die unabweisbaren Kosten, die durch einen Abbruch oder die Absage einer Klassenfahrt oder anderen Veranstaltungen des Lernens am anderen Ort entstehen bzw. schon entstanden sind.

      Eine ähnliche Regelung gilt auch für freie Schulen.

      ANTRAG + Informationsschreiben für Eltern: Stornierung von Maßnahmen des Lernens am anderen Ort
      (Klassenfahrten, Wandertage, sonstige Schulfahrten und Schülerbegegnungen im Rahmen internationaler Schul- und Projektpartnerschaften)

    • Klassenfahrten, Wandertage und sonstige Schulfahrten für das kommende Schuljahr 2020/21 können stattfinden. Bereits vor der Coronakrise vom zuständigen Schulamt genehmigte Fahrten für das Schuljahr 2020/21 sollten daher nicht abgesagt werden. Neue Fahrten können unter der Voraussetzung gebucht werden, dass diese im Falle einer vom TMBJS wegen einer außergewöhnlichen Lage angeordneten Absage kostenfrei storniert werden können. Anderweitige Absagen sind örtliche Entscheidungen, die von den Schulleitungen insbesondere mit den Eltern abzustimmen sind, da ggf. anfallende Stornokosten zu übernehmen sind. Die Erstattungsentscheidung des Freistaats zu Stornokosten betrifft zunächst nicht das kommende Schuljahr.

    Sonstiges

    • Soweit nicht auf Ebene der Gebietskörperschaften strengere Verfügungen gelten, dürfen folgende Kinder die Schulen und Kindertageseinrichtungen auch im Rahmen der Notbetreuung nicht betreten:

      • mit dem Corona-Virus Infizierte,
      • Personen mit direktem Kontakt zu an COVID-19 Erkrankten oder mit Corona Infizierten in den ersten 14 Tagen nach dem Kontakt,
      • Reiserückkehrer aus dem Ausland in den ersten 14 Tagen nach der Rückkehr,
      • Personen mit erkennbaren Symptomen einer COVID-19-Erkrankung (insbesondere einer akuten Atemwegserkrankung oder einem akuten Verlust des Geschmacks- oder Geruchssinns).

    Stand: 27. Juli 2020, 15:00 Uhr

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