Die pädagogisch-praktische Ausbildung erfolgt schulartbezogen an Staatlichen Studienseminaren für Lehrerausbildung und an Schulen. Ergänzend können Schulen beauftragt werden, Aufgaben eines schulartbezogenen Studienseminars wahrzunehmen: Seminarschulen und Seminarschulverbünde.

Der Vorbereitungsdienst wird mit der Zweiten Staatsprüfung für eines der folgenden Lehrämter (Lehramtsbefähigung) abgeschlossen:

  • Lehramt an Grundschulen
  • Lehramt an Regelschulen
  • Lehramt an Gymnasien
  • Lehramt an berufsbildenden Schulen
  • Lehramt für Förderpädagogik

Der Vorbereitungsdienst für das Lehramt an Regelschulen, an Gymnasien, an berufsbildenden Schulen und für Förderpädagogik dauert grundsätzlich 24 Monate. Der Vorbereitungsdienst für das Lehramt an Grundschulen dauert grundsätzlich 18 Monate.

Landesprüfungsamt für die Lehrämter

Allgemeines, Verfahren, FAQ

Im Jahr 2020 stellt Thüringen Bewerberinnen und Bewerber in den Vorbereitungsdienst für die Lehrämter an Grundschule, an Regelschule, an Gymnasien, an berufsbildenden Schulen und für Förderpädagogik zu folgenden Terminen ein.

Einstellungstermin
 
Bewerbungstermin -
bis spätestens am (Ausschlussfrist)

1. Februar 2020

12. September 2019

1. Mai 2020

3. Januar 2020

1. August 2020

9. März 2020

1. November 2020

18. Juni 2020


Über die Termine, Fristen und die Bewerbungsmodalitäten für den jeweils anstehenden Einstellungstermin können Sie sich im
Merkblatt über die Einstellung in den Vorbereitungsdienst für alle Lehrämter informieren. Enthalten sind auch Nutzerhinweise zum Ausfüllen der Onlinebewerbung.

Die Bewerbung zum Vorbereitungsdienst erfolgt onlinegestützt unter
https://vorbereitungsdienst.tmbjs.de

Ihre Bewerbung gilt grundsätzlich für den nächsten Einstellungstermin. Sofern Sie nicht zum Einstellungstermin 1. Mai 2020 eingestellt werden, wird Ihre Bewerbung automatisch in das Verfahren zum Einstellungstermin 1. August 2020 einbezogen.

Für die Ausbildung im Vorbereitungsdienst und das Ablegen der Zweiten Staatsprüfung gilt die
Thüringer Verordnung über die Ausbildung und Zweite Staatsprüfung für die Lehrämter (ThürAZStPLVO)

Häufige Fragen und Antworten

Reicht der Poststempel bei der schriftlichen Bewerbung zur Fristwahrung?

Nein. Es gilt das Datum des Eingangsstempels beim Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (TMBJS). Bewerbungen, die nach dem Ausschlusstermin für die Bewerbung eingehen, können nicht im Bewerbungsverfahren berücksichtigt werden.

Reicht die onlinegestützte Bewerbung zur Fristwahrung?

Nein. Auch hier zählt der Eingang des Antragsformulars und der dazugehörigen Anlagen im TMBJS (Poststempel des TMBJS).

Wie erfolgt die Übermittlung der onlinegestützten Bewerbung?

Nach Eingang der Unterlagen im TMBJS werden alle Daten, die erfasst wurden, elektronisch übermittelt. Es werden nur die Daten ausgedruckt übermittelt, die unterzeichnet werden müssen und/oder wegen der Unterschrift eine besondere Relevanz haben.

Die onlinegestützte Bewerbung wurde versehentlich gelöscht.

Wählt der Bewerber „Bewerbung löschen“, so hat dies zur Folge, dass

  1. die Bewerbung onlinegestützt nicht mehr angezeigt wird,
  2. die Bewerbung als zurückgezogen gilt und damit die Daten der Bewerbung nicht mehr an TMBJS übermittelt werden.

Sie müssen dann, mit Ihren Zugangsdaten, eine neue Bewerbung erstellen und diese an das TMBJS senden.

Was ist bei der Nachreichung von Unterlagen zu beachten?

Bitte halten Sie die Ausschlussfristen (siehe Merkblatt) ein und geben Sie in Ihrem Anschreiben das Lehramt an. Auch für die Nachreichungen gilt der Eingangsstempel des TMBJS, nicht der Poststempel.

Das Zeugnis wird erst nach der Ausschlussfrist zur Nachreichung von Unterlagen von der Universität ausgestellt.

Sollte die Einhaltung der Fristwahrung des Nachreichtermins gefährdet sein, wird eine vorläufige Bescheinigung über die abgeschlossene Prüfung, aus der die Gesamtnote und die abgeschlossenen Fächer hervorgehen, akzeptiert.

Zur Einstellung in den Vorbereitungsdienst ist eine beglaubigte Kopie des Zeugnisses zwingend erforderlich. Das endgültige Zeugnis ist umgehend nachzureichen.

Bitte denken Sie daran, die vorläufige Bescheinigung auch an die Anerkennungsstelle zu senden, wenn Sie in einem anderen Bundesland (nicht Thüringen) studiert haben.

Für die Zulassung wird ein erweitertes Führungszeugnis nach Belegart OE gemäß § 30a Abs.1 Nr. 2b, Abs.2 i.V.m. § 30 Abs.5 BZRG verlangt. Wo muss das Führungszeugnis beantragt werden und welches Formular wird benötigt?

Sie erhalten nach Eingang Ihrer Bewerbung im TMBJS eine Eingangsbestätigung und zusätzlich das notwendige Schreiben zur Beantragung eines erweiterten Führungszeugnisses. Das erweiterte Führungszeugnis der Belegart OE ist vom Bewerber bei der Meldestelle zu beantragen und wird dem TMBJS direkt vom Bundesamt für Justiz übersandt.

Kann ein Wunsch zum Schulamtsbereich und/oder der Ausbildungsschule geäußert werden?

Ja. Mit dem Antrag können Sie eine Reihung der Wünsche nach den Schulamtsbereichen Seminarschulen und Seminarschulverbünden des jeweiligen Lehramtes vornehmen. Es stellt aber lediglich eine Orientierung im Zulassungsverfahren dar, falls die Ausbildungsgegebenheiten eine Wahlmöglichkeit zulassen. Ein Anspruch kann nicht abgeleitet werden.

Wann und von wem wird die Ausbildungsschule benannt?

Nach der Zulassung erhalten die Staatlichen Schulämter, Seminarschulen und Seminarschulverbünde die persönlichen Daten des Bewerbers. Das zuständige Staatliche Schulamt weist Ihnen zeitnah eine Ausbildungsschule zu.

Was ist zu beachten, wenn Sie während des Zulassungsverfahrens nicht zu erreichen sind?

Bitte informieren Sie die Mitarbeiter des TMBJS über längere Abwesenheiten. Sie haben die Möglichkeiten eine Ersatzanschrift, abweichende Telefonnummern oder bevollmächtigte Personen anzugeben. Bitte reichen Sie gegebenenfalls eine schriftliche Vollmacht ein.

Ist eine Bewerbung trotz Schwangerschaft möglich?

Ja. Bitte zeigen Sie eine bestehende Schwangerschaft möglichst frühzeitig (Datum des voraussichtlichen Entbindungstermins) an. Eine Schwangerschaft verhindert keinesfalls die Teilnahme am Auswahlverfahren oder gar die Einstellung in den Vorbereitungsdienst für ein Lehramt.

Kann der Vorbereitungsdienst auch in Teilzeit absolviert werden?

Ja. Auf Antrag kann bei Vorliegen der in § 62 Abs. 1 des Thüringer Beamtengesetzes vom 14. August 2014 (GVBl. S. 472) in der jeweils geltenden Fassung in Verbindung mit § 6 Abs. 3 ThürAZStPLVO genannten Voraussetzungen der Vorbereitungsdienst auch in Teilzeit abgeleistet werden. Der Antrag soll spätestens mit Beginn des Vorbereitungsdienstes beim zuständigen Staatlichen Schulamt gestellt werden.

Ist die Einstellung zu einem späteren Dienstantritt möglich?

Bewerber werden zu dem von dem TMBJS festgelegten und bekannt gegebenen Einstellungstermin zum Vorbereitungsdienst für das jeweilige Lehramt zugelassen. Kann der Bewerber den Vorbereitungsdienst zum Einstellungstermin nicht antreten, so hat er rechtzeitig vor dem Einstellungstermin einen Antrag auf Einstellung zu einem späteren Zeitpunkt zu stellen. In diesem Fall kann der Bewerber beim Vorliegen der Voraussetzungen nur eingestellt werden, wenn das TMBJS die Einstellung zu einem späteren Zeitpunkt ausdrücklich genehmigt (siehe § 5 Abs. 1 ThürAZStPLVO).

Besteht eine Möglichkeit für eine Verkürzung des Vorbereitungsdienstes?

Ja. Grundsätzlich kann auf Antrag des Lehramtsanwärters Zeiten einer beruflichen Tätigkeit oder Zeiten der während des betreffenden Lehramtsstudiums absolvierten Praktika auf den Vorbereitungsdienst angerechnet werden, wenn sie für die Ausbildung förderlich sind. (siehe § 25 Abs. 1 Thüringer Lehrerbildungsgesetz in Verbindung mit § 7 ThürAZStPLVO). Die Anträge müssen spätestens innerhalb von zwei Wochen nach Beginn des Vorbereitungsdienstes gestellt werden und werden bis spätestens sechs Wochen nach Beginn des Vorbereitungsdienstes durch das zugehörige Staatliche Schulamt im Einvernehmen mit dem Studienseminar entschieden.

Davon unberührt bleibt die Prüfung der Verkürzung von Amts wegen, die Ihnen im Zulassungsschreiben mitgeteilt wird.

Bekanntmachungen der Bewerbungs- und Einstellungstermine

Ansprechpartner und Kontaktdaten

Schulart

Name

Telefonnr.

E-Mail-Adresse

Lehramt an Grundschulen und an berufsbildenden SchulenNadine Köcher0361 57 - 3411850Nadine.Koecher@tmbjs.thueringen.de
Lehramt an GymnasienCathleen Förster0361 57 - 3411123Cathleen.Foerster@tmbjs.thueringen.de
Lehramt an GymnasienBeate Weber0361 57 - 3411552Beate.Weber@tmbjs.thueringen.de
Lehramt an GymnasiumChristine Zielinski0361 57 - 3411465Christine.Zielinski@tmbjs.thueringen.de
Lehramt an Regelschulen und für FörderpädagogikHeike Fischer0361 57 - 3411591Heike.Fischer@tmbjs.thueringen.de

Termine für persönliche Gespräche vereinbaren Sie bitte telefonisch oder per E-Mail (siehe Übersicht der Ansprechpartnerinnen).

Anerkennung Abschlüsse für Vorbereitungsdienst

(Feststellung der Gleichwertigkeit von Abschlüssen und Gleichstellung von Abschlüssen)

Für die Zulassung zum Vorbereitungsdienst in Thüringen gelten nach der Thüringer Verordnung über die Ausbildung und Zweite Staatsprüfung für die Lehrämter (ThürAZStPLVO) vom 3. September 2002 (GVBl. S. 328), zuletzt geändert durch Gesetz vom 19. September 2013 (GVBl. S. 249), folgende Regelungen:

Bewerber, die in Thüringen die Erste Staatsprüfung für ein Lehramt oder eine lehramtsbezogene Bachelor- und Master-Prüfung abgelegt haben, können sich ohne vorherige Anerkennung ihres Abschlusses für den Vorbereitungsdienst bewerben.

Alle anderen Bewerber müssen zunächst beim Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport einen Antrag auf Anerkennung ihres Abschlusses stellen. Dieser Anerkennungsbescheid ist den Bewerbungsunterlagen für die Zulassung zum Vorbereitungsdienst in Thüringen innerhalb der im jeweiligen Merkblatt festgelegten Frist beizufügen bzw. nachzureichen.

Im Einzelnen gelten dafür folgende Regelungen:

Nach den Bestimmungen in § 3 Absatz 1 der oben genannten Verordnung kann zur pädagogisch-praktischen Ausbildung im Rahmen des Vorbereitungsdienstes zugelassen werden, wer einen der folgenden Abschlüsse nachweist:

  1. eine Erste Staatsprüfung für ein Lehramt in Thüringen oder einen lehramtsbezogenen Hochschulabschluss, der nach § 19 ThürLbG allgemein anerkannt ist,
     
  2. eine außerhalb Thüringens im Geltungsbereich des Grundgesetzes bestandene Erste Staatsprüfung für ein Lehramt nach § 20 ThürLbG, die von dem für das Schulwesen zuständigen Ministerium (Ministerium) als gleichwertig anerkannt wurde,
     
  3. einen außerhalb Thüringens im Geltungsbereich des Grundgesetzes erworbenen lehramtsbezogenen Hochschulabschluss nach § 21 ThürLbG, der von dem Ministerium als gleichwertig anerkannt wurde,
     
  4. einen Hochschulabschluss nach § 22 Abs. 1 ThürLbG, der von dem Ministerium als gleichwertig anerkannt wurde,
     
  5. eine außerhalb Thüringens im Geltungsbereich des Grundgesetzes erworbene Erste Staatsprüfung oder einen lehramtsbezogenen Hochschulabschluss in mindestens zwei sonderpädagogischen Fachrichtungen, die einer Ersten Staatsprüfung für das Lehramt für Förderpädagogik oder einem lehramtsbezogenen Hochschulabschluss für das Lehramt für Förderpädagogik nach § 19 ThürLbG nicht gleichwertig sind, aber von dem Ministerium gleichgestellt wurden,
     
  6. einen Hochschulabschluss nach § 22 Abs. 2 ThürLbG, der von dem Ministerium gleichgestellt wurde.

Wer einen Abschluss nach Nr. 1 nachweist, erhält auf Antrag über die allgemeine Anerkennung eine entsprechende Bescheinigung durch das Ministerium. Für die Einstellung in den Vorbereitungsdienst in Thüringen ist diese Bescheinigung nicht erforderlich.
Nähere Informationen zur Ausstellung der Gleichwertigkeitsbescheinigung für in Thüringen erworbene lehramtsbezogene Bachelor-Master-Hochschulabschlüsse sind auf der Webseite des TMBJS enthalten:  Anerkennung lehramtsbezogener Bachelor-Master-Abschlüsse

Die Feststellung der Gleichwertigkeit der Abschlüsse nach Nr. 2 bis 4 und die Gleichstellung der Abschlüsse nach Nr. 5 und 6 ist durch einen Anerkennungsbescheid des Ministeriums nachzuweisen.
Die Gleichstellung nach Nr. 5 erfolgt, wenn nach der vom Antragsteller nachgewiesenen Ausbildung nur ein Fach als Ausbildungsfach bestimmt werden kann.

In dem Anerkennungsbescheid werden die Ausbildungsfächer bestimmt, in denen der Bewerber den Vorbereitungsdienst für das jeweilige Lehramt in Thüringen ableisten kann, sowie die für  das Zulassungsverfahren maßgebliche Note festgelegt, die sich aus den Regelungen des Thüringer Gesetzes zur Regelung der Zulassung zum Vorbereitungsdienst für Lehramtsanwärter vom 2. November 1993 (GVBl. S. 644)  in der jeweils geltenden Fassung ergibt.

Die Anerkennung erfolgt auf Antrag. Das Ministerium bestimmt die dem Antrag beizufügenden Unterlagen und Antragsfristen.

Informationen zu den Anerkennungsverfahren

Seminarschulen und Seminarschulverbünde

Die zweite Phase der Lehrerbildung, die pädagogisch-praktische Ausbildung in einem schulartbezogenen Vorbereitungsdienst, wird in Thüringen ergänzend zu den Staatlichen Studienseminaren durch Ausbildungsschulen, die Aufgaben eines schulartbezogenen Studienseminars allein (Seminarschule) oder als Verbund im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung (Seminarschulverbund) wahrnehmen, durchgeführt.

Ausführliche Informationen zu den einzelnen Seminarschulen finden Sie im Thüringer Schulportal.

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