Landesstrategie Mitbestimmung junger Menschen

November 2019: Fachtag Mitbestimmung

Am 13. November 2019 fand in Erfurt der Fachtag zur Landesstrategie Mitbestimmung unter dem Motto BETEILIGT! statt.

Der Fachtag stellte aktuelle Entwicklungen zur Mitbestimmung junger Menschen auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene vor und bot inhaltliche Impulse zum fachlichen Austausch der Teilnehmenden. Gute Beispiele dienten der Eröffnung neuer Perspektiven für Ihre Arbeit und laden zum Mitmachen ein. Dabei verfolgten die Workshops unter anderem das Ziel, mit den Teilnehmenden gemeinsam Bedarfe für die Umsetzung zu diskutieren und weiterführende Ansätze für das eigene Tätigkeitsfeld zu erarbeiten.

Veranstaltungsflyer

Impuls II: Die Landesstrategie Mitbestimmung junger Menschen – Was haben wir in Thüringen erreicht?
Angela Lorenz, Referatsleiterin, Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport

Workshopergebnisse


März 2019: Kabinett beschließt Landesstrategie zur Mitbestimmung junger Menschen

DOWNLOAD Landesstrategie

Das Kabinett hat in seiner heutigen Beratung die „Landesstrategie für die Mitbestimmung junger Menschen“ beschlossen. Damit werden die vielfältigen Ansätze, Methoden und Angebote zur Mitbestimmung junger Menschen auf kommunaler und auf Landesebene zu einer Gesamtstrategie des Freistaates Thüringen zusammengefasst. 

Bildungs- und Jugendminister Helmut Holter: „Für die Zukunft unserer demokratischen Gesellschaft ist es unerlässlich, Kinder und Jugendliche für diese zu begeistern. Demokratie ist nicht vererbbar. Wir wollen deshalb, dass Kinder und Jugendliche früh lernen, wie Mitbestimmung funktioniert: Argumente für den eigenen Standpunkt finden, andere überzeugen, Mehrheiten beschaffen, sich streiten, Kompromisse finden - und schließlich zu einer Entscheidung kommen, die von allen akzeptiert wird. Mit dem Beschluss heute im Kabinett wurde nun die Grundlage dafür geschaffen, dass in Thüringen in allen Bereichen eine Mitbestimmungskultur gestärkt wird.“

Im Leitbild „Mitbestimmung junger Menschen in Thüringen“, das Teil der Landesstrategie ist, heißt es „Die Mitbestimmung junger Menschen ist gewollt und wird unterstützt“. Die praktischen Mitwirkungsmöglichkeiten sind bisher allerdings unterschiedlich und häufig von der Offenheit der auf Landes- oder kommunaler Ebene Handelnden abhängig. Um diese uneinheitliche und damit auch ungerechte Situation zu überwinden, ist es notwendig, die Gesetze und Normen in Thüringen hin zu mehr Mitbestimmung für junge Menschen zu überarbeiten und anzupassen. Deshalb haben heute alle Ressorts die Aufgabe übernommen, die Gesetze und Verordnungen auf Möglichkeiten der Mitbestimmung für junge Menschen zu überprüfen und ggf. Gesetzesänderungen auf den Weg zu bringen.

„Mit diesen Maßnahmen werden wir möglichst vielen jungen Menschen Beteiligungsmöglichkeiten und Demokratieerfahrungen im Alltag ermöglichen. Denn Kinder und Jugendliche wollen gefragt werden und haben ein Interesse daran, ihre Umgebung und Ihre Zukunft wirksam mitzugestalten“, so Helmut Holter abschließend.


August 2018: Impulse für die Landesstrategie erarbeitet

Schon heute können junge Menschen ihre Interessen an vielen Stellen einbringen. Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit, die Jugendverbände, Schülervertretungen, Jugendparlamente und kommunale Projekte sind funktionierende Beispiele. Diese Ansätze sind gut – und ausbaufähig. Deshalb wird die Landesregierung die direkten Mitbestimmungsmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen verbessern.

Unter Federführung des Jugendministeriums wird deshalb eine „Landesstrategie Mitbestimmung“ erarbeitet. Dabei werden bestehende Erfahrungen mit Jugendbeteiligungsprozessen genutzt, auf die Expertise aus Wissenschaft und Praxis zurückgegriffen und das öffentliche Bewusstsein für die Potentiale der Beteiligung junger Menschen geschärft.

Die Erarbeitung der Landesstrategie startete Ende 2015. Als Projektpartner konnte mit den NaturFreunden Thüringen ein erfahrener Verband aus der Jugendarbeit gewonnen werden.

In einem vom Thüringer Jugendministerium eingerichteten Gremium arbeiteten zwölf Fachleuten der Kinder- und Jugendhilfe, Akteuren aus Kommunen und dem Land sowie Experten aus Wissenschaft und Verwaltung zusammen. Aufgabe der Arbeitsgruppe war es, bestehende Jugendbeteiligungsprozesse zu analysieren und neue Impulse für die nachhaltige Weiterentwicklung von Beteiligung junger Menschen zu setzen. Im Ergebnis der über 20 Beratungen wird am Montag eine Reihe von Vorschlägen präsentiert, die Mitwirkungsmöglichkeiten gesetzlich noch verbindlicher machen wollen. Die vielfach in Thüringen vorhandenen lokalen Mitbestimmungsmöglichkeiten für junge Menschen sollen in einer landesweiten Strategie gebündelt werden.

Am Montag, dem 6. August 2018 überreichen die Mitglieder eines Expertengremiums ihre Impulse für eine „Landesstrategie Mitbestimmung junger Menschen in Thüringen“ an Thüringens Jugendminister Helmut Holter.  Thüringens Jugendminister Helmut Holter: „Mitbestimmung ist zunächst eine Haltungsfrage. Es lohnt sich, wenn wir Erwachsene junge Menschen als eigenständige Akteure ernst nehmen. So eröffnen wir Kindern und Jugendlichen Gestaltungskompetenzen. Sie lernen Verantwortung zu übernehmen und ihre Meinungen konstruktiv einzubringen. So schaffen wir bei jungen Menschen ‚Lust auf Zukunft‘.“

Ziel ist es nunmehr, das Konzept für den Ausbau von kinder- und jugendgerechten Partizipationsstrukturen durch einen Kabinettsbeschluss bis zum Sommer 2019 abzuschließen und so das öffentliche Bewusstsein für die Potenziale der Beteiligung junger Menschen zu schärfen.

Impulse für die „Landesstrategie Mitbestimmung junger Menschen“
erarbeitet von den Kooperationspartner des Thüringer Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport

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