Förderschule

Die Thüringer Förderschule ist eine allgemein bildende Schule.

Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf werden soweit möglich in den Grundschulen, Gemeinschaftsschulen, Gesamtschulen, Regelschulen und Gymnasien im gemeinsamen Unterricht beschult. Für Kinder mit Behinderungen und mit sonderpädagogischem Förderbedarf ist somit der Übergang aus einer gemeinsamen Zeit in Kindertageseinrichtungen in die Schule gegeben. Gemeinsamer Unterricht kann durchgeführt werden, wenn die notwendigen personellen, sächlichen und räumlichen Voraussetzungen gewährleistet sind; die Förderung aller Schüler muss sichergestellt sein.

Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf, die nicht im gemeinsamen Unterricht beschult werden können, besuchen eine Förderschule. In Thüringen sind alle Förderschulen sonderpädagogische Zentren für Unterricht, Förderung, Kooperation und Beratung.

Neben den Bildungsgängen Grundschule und Regelschule bietet die Förderschule den siebenjährigen Bildungsgang zur Lernförderung (Klasse 3 bis 9) sowie den Bildungsgang zur individuellen Lebensbewältigung (1 bis 12) an.

Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf Lernen (Bildungsgang zur Lernförderung) können im Anschluss durch den erfolgreichen Besuch des freiwilligen 10. Schuljahres der Förderschule, des Berufsvorbereitungsjahres einen dem Hauptschulabschluss gleichwertigen Abschluss erwerben.

Für Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf in der geistigen Entwicklung (Bildungsgang zur individuellen Lebensbewältigung) ist ein weiterer freiwilliger Schulbesuch von bis zu drei Jahren möglich. Danach ist eine Vorbereitung auf eine Beschäftigung oder der Besuch einer Geschützten Werkstatt möglich.

Es gibt jeweils ein staatliches überregionales Förderzentrum mit dem Förderschwerpunkt

  • Hören und
  • Sehen.

Diese überregionalen Förderzentren sind mit einem Wohnheim verbunden. An den überregionalen Förderzentren ist der Erwerb des Haupt- oder Realschulabschlusses möglich. Das Abitur kann in Kooperation mit einem Gymnasium im gemeinsamen Unterricht erworben werden.

Die regionalen Förderzentren gibt es für die Förderschwerpunkte:

  • Hören
  • Sehen
  • Körperliche und motorische Entwicklung
  • Sprache
  • Emotionale und soziale Entwicklung
  • Lernen
  • geistige Entwicklung.

An den regionalen Förderzentren können die Schüler den Abschluss im Bildungsgang zur individuellen Lebensbewältigung, im Bildungsgang zur Lernförderung sowie den Haupt- oder Realschulabschluss erreichen.

Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf können an Förderberufsschulen Berufsabschlüsse erwerben.

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