Berufsbildende Schule

Für die meisten Schülerinnen und Schüler bilden die berufsbildenden Schulen mit ihren verschiedenen Schulformen den Abschluss der Schullaufbahn. Sie eröffnen jungen Menschen zahlreiche unterschiedliche Bildungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten.

Die am häufigsten besuchte Schulform der berufsbildenden Schulen ist die Berufsschule. Sie ist für den theoretischen Teil der Berufsausbildung zuständig, während der Ausbildungsbetrieb für den praktischen Teil verantwortlich ist. Die Berufsausbildung dauert in der Regel drei Jahre und endet mit dem Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf. Mit dem Abschlusszeugnis der Berufsschule erwerben Schülerinnen und Schüler ohne Hauptschulabschluss einen dem Hauptschulabschluss gleichwertigen Abschluss und Schülerinnen und Schüler ohne Realschulabschluss unter bestimmten Voraussetzungen einen dem Realschulabschluss gleichwertigen Abschluss.

Schülerinnen und Schüler ohne Ausbildungsverhältnis können das Berufsvorbereitungsjahr an der Berufsschule besuchen und einen dem Hauptschulabschluss gleichwertigen Abschluss erwerben.Weitere Schulformen der berufsbildenden Schulen sind die Berufsfachschule, die Höhere Berufsfachschule, die Fachoberschule, die Fachschule und das berufliche Gymnasium sowie die Förderberufsschule. Sie bieten vielfältige Möglichkeiten, berufliche Qualifikationen oder Teilqualifikationen, die Fachhochschul- bzw. Hochschulreife zu erwerben sowie gleichwertige Haupt- oder Realschulabschlüsse nachuuholen.

Das weit gefächerte Angebot der einzelnen Schulformen und Bildungsgänge der staatlichen berufsbildenden Schulen in Thüringen eröffnet jungen Menschen zahlreiche Bildungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten. Folgende Schulformen und Bildungsgänge existieren:

Für Jugendliche ohne Schulabschluss:

  • Berufsvorbereitungsjahr (BVJ)
  • Berufsschule (Berufsausbildung)

Für Jugendliche mit Haupt- oder Realschulabschluss:

  • Berufsschule (Berufsausbildung)
  • Berufsfachschule

Für Jugendliche mit Realschulabschluss:

  • Höhere Berufsfachschule
  • Fachoberschule
  • Berufliches Gymnasium
  • Fachschule (Voraussetzung ist eine abgeschlossene einschlägige Berufsausbildung)

Für Jugendliche mit sonderpädagogischem und pädagogischem Förderbedarf:

  • Ausbildung in Berufen für Schüler mit Behinderung

Je nach Vorqualifikation besteht die Möglichkeit, neben dem allgemein bildenden Unterricht sowie der fachtheoretischen und fachpraktischen Qualifizierung einen dem Hauptschul- oder Realschulabschluss gleichwertigen Abschluss, die Fachhochschulreife oder die allgemeine Hochschulreife zu erwerben.

 

Das Thüringer Berufsschulnetz

Im Schulnetz der staatlichen berufsbildenden Schulen  (Berufsschulnetz) wird festgelegt, welche Fachklassen mit welchen Einzugsbereichen an welchen Schulen unterrichtet werden.

Die Schulträger – in der Regel die Landkreise und kreisfreien Städte – entwickeln Vorschläge für das Berufsschulnetz und reichen diese beim Bildungsministerium ein. Im Ministerium erfolgt eine Prüfung der Vorschläge hinsichtlich der Tragfähigkeit der Bildungsangebote, der zu erwartende Nachfrage nach Ausbildungsberufen, der Verkehrsanbindungen, der Wohnheimkapazitäten und weiterer Aspekte. Wenn in diesem Verfahren Einvernehmen zwischen Schulträgern und Land hergestellt ist, wird das vorgeschlagene Berufsschulnetz genehmigt und tritt in Kraft.

Richtlinie des Thüringer Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur zur Schulnetzplanung (Standortplanung/Einzugsbereichsplanung) der staatlichen berufsbildenden Schulen vom 30. Juli 2012

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