Lernen zu Huaase

1 Ausgangslage

In den vergangenen Monaten fand aufgrund der Corona-Pandemie Lernen unter drastisch veränderten Bedingungen statt. Infolge der Schulschließungen kam der Unterricht im häuslichen Umfeld der Schülerinnen und Schüler an und stellte die Lernenden selbst, ihre Eltern aber auch die Lehrerschaft vor enorme Heraus­forderungen. Bis zu den Sommerferien folgte der Wechsel von häuslichem Lernen und Präsenzunterricht in der Schule. Dieser Wechsel war verbunden mit organisatorischen Höchstleistungen auf allen Seiten. Den Kindern und Jugendlichen, ihren Eltern und den Pädagoginnen und Pädagogen wurden Flexibilität, Selbstdisziplin sowie Einsatz- und Entwicklungsbereitschaft abverlangt. Die Erfahrungen der vergangenen Monate haben pädagogische Auffassungen und Strukturen, aber auch die elterliche Geduld und die Belastbarkeit auf die Probe gestellt.

Gleichwohl haben in dieser besonderen Situation alle Beteiligten Erkenntnisse gewon­nen, die nachhaltig in die Gestaltung von Schule und Unterricht einfließen werden. Hier eröffnet sich die Chance, sich über das Verständnis von Lernen, über Lehr- und Lern­prozesse, über die Rollen der am pädagogischen Prozess Beteiligten und die Organi­sationsstrukturen im schulischen wie im häuslichen Kontext auszutauschen, sich damit auseinander zu setzen, Bewährtes fortzuführen und jenes weiter zu entwickeln oder neu aufzustellen, das sich nicht als tauglich erwiesen hat.

Der Wechsel zwischen schulischem und häuslichem Lernen verändert die grund­legenden schulischen Abläufe der Planung und Steuerung. Auch sind Entscheidungen über Bildungsangebote und -wege anders zu denken. Die Dynamik und Prozess­haftigkeit verlangen den schulischen Akteuren ein hohes Maß an Professionalität, Kooperationsbereitschaft und Flexibilität ab. Das Ausprobieren und Kreieren verschie­dener Lösungswege, auch durch die Einbindung digitaler Formate, stellt sich für alle Beteiligten als ausgesprochen fordernder Lernprozess dar. Gleichzeitig zeigt sich ein enormes Entwicklungspotential hin zur Umsetzung einer Kultur des Lernens, welche die Eltern unmittelbar am Lernprozess der Kinder und Jugendlichen beteiligt.

  • Die vorliegende Handreichung zum häuslichen Lernen nimmt, geprägt von den ersten Erfahrungen mit der Pandemie, besonders das häusliche Lernen und die damit verbun­denen Anforderungen in den Blick. Dabei geht es um

    • die Initiierung, Anleitung, Begleitung und Einschätzung von Lernprozessen und ihrer Ergebnisse durch die Schule,
    • die Gestaltung von Lernumgebungen und ein sinnvolles Ineinandergreifen von häuslichem Lernen und Präsenzunterricht,
    • Aufgabenstellungen für das häusliche Lernen, welche der individuellen Förderung und der Kompetenzentwicklung der Lernenden dienen,
    • verlässliche Kommunikationsstrukturen mit und unter den Lernenden,
    • eine entwickelte Feedback- und Reflexionskultur zu häuslichen Lernpro­zessen und -ergebnissen,
    • die Kommunikation und Aufgabenverteilung im Pädagogen-Team der Schule,
    • die digitalen Möglichkeiten der Unterstützung von Lernprozessen,
    • Leistungseinschätzung und Bewertung im Kontext von häuslichem Lernen und Präsenzunterricht und nicht zuletzt geht es um
    • die Zusammenarbeit zwischen Schule und den Eltern.

    Gesellschaftliche Veränderungen erfordern ein schnelles Um- und Neudenken. Des­halb soll sich diese Handreichung sukzessive weiterentwickeln, weiterwachsen und zukünftig neue Ansätze integrieren. Die Verlinkungen im Text bzw. die QR-Codes verweisen auf zusätzliche Materialien und Informationen. Sie sollen als Anregung dienen, den Lehr- und Lernprozess situationsabhängig und adressatenspezifisch zu gestalten.

    Zur Unterstützung des häuslichen Lernens hat das Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport für Schulleitungen und Lehrkräfte einen Leitfaden, Handlungs­empfehlungen und Standards sowie für Eltern Anregungen zum Lernen zu Hause veröffentlicht.

Mit der Handreichung zum häuslichen Lernen sollen Lehr­kräfte dabei unterstützt werden, dass sie diese Organisationsform des Unterrichts pro­fessio­nell im Sinne der ihnen anvertrauten Schülerinnen und Schüler meistern können. Es sollen praktikable Wege aufgezeigt werden, den Schülerinnen und Schülern entsprechende Lern- und Arbeitsmaterialien zur Verfügung zu stellen, die ein weitgehend selb­ständiges Bearbeiten der Lerninhalte ermöglichen. Dabei sind individuelle Unter­stützungs­möglichkeiten genauso wichtig wie regelmäßige Rückmeldungen. Auf diese Weise kann auch künftig das häusliche Lernen eine sinnvolle Unterstützung des Präsenz­unterrichts sein.

2 Lernen innerhalb und außerhalb von Schule

Bildung ist erst durch Lernen möglich. Sie vollzieht sich an konkreten Gegenständen und in bestimmten Situationen und ist grundsätzlich ortsunabhängig. Lernen kann deshalb zu jeder Zeit und an unterschiedlichen Orten stattfinden. Die schulisch verant­worteten Bildungsangebote können also auch auf Lernorte außerhalb des Schul­gebäudes, wie die häusliche Umgebung, gerichtet sein.

Aus der Kombination von Präsenzlernen in der Schule und Lernen im häuslichen Kontext entwickelt sich spürbar eine erweiterte Lern- und Kommunikationskultur. Unter­schiedliche Lern­orte und ihre Kontexte werden stärker als bislang in Beziehung zueinander gebracht. Die häusliche Lebenswelt und ihre Erfahrungsräume spiegeln sich im gesamten Lernprozess der Schülerinnen und Schüler wider. Die individuellen Voraussetzungen der Lernenden sind sehr verschieden und müssen deshalb von der Schule, in deren Verantwortung für die Bildungsprozesse und ihre Wirksamkeit, kontinuierlich begleitet und überprüft werden.

    • Unter häuslichem Lernen versteht man die Gestaltung des Lernprozesses der Schü­lerinnen und Schüler von zu Hause aus. Dabei sind Lernende und Lehrende räumlich voneinander getrennt. Die Pädagoginnen und Pädagogen der zuständigen Schule stellen den Lernenden geeignete Lern- und Arbeitsmaterialien zur Verfügung. Es sind die Lehrkräfte, die als Experten des Lehrens und Lernens Lernprozessbegleitende sind und den individualisierten Lernprozess didaktisch und methodisch gestalten. Sie gestalten die Lernumgebung und sie gewährleisten den Zugang aller Schülerinnen und Schüler zu Lernmitteln und Lernplänen. Die Lehrkräfte setzen entsprechend den Fach­lehrplänen inhaltliche Schwerpunkte und haben die Sicherung der zu erwerbenden Kompetenzen für das aktuelle Schuljahr und die Grundlagen für darauf aufbauende Lerninhalte im folgenden Schuljahr im Blick. Die dazugehörigen Arbeitsaufträge ermög­lichen den Schülerinnen und Schülern ein weitgehend selbstständiges Bearbeiten der Lerninhalte. Die Arbeitsaufträge sowie die Lern- und Arbeitsmaterialien sind klar struk­turiert und differenziert gestaltet. Die Pädagoginnen und Pädagogen tragen dafür Sorge, dass den Schülerinnen und Schülern individuelle Unterstützungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen und sie regelmäßig in geeigneter Form Rückmeldungen zu den erbrachten Arbeitsergebnissen und Kompetenz­zuwächsen erhalten.

      Für die Zeit des häuslichen Lernens sind geeignete Kommunikationsstrukturen ein­ge­richtet (z. B. Kontaktzeiten) sowie die not­wen­digen Rahmenbedingungen geschaffen (z. B. Bekanntgabe von Telefonnummern, E-Mail-Adressen). Diese dienen zum einen dem persönlichen Kontakt der Lehrerinnen und Lehrer mit ihren Schülerinnen und Schülern sowie mit deren Eltern und umgekehrt. Zum anderen wird dadurch die Zusam­menarbeit in Lerngruppen unterstützt.

      Der Präsenzunterricht erfolgt entsprechend den Gegebenheiten der Einzelschule und wird durch das häusliche Lernen ergänzt bzw. zeitweise ersetzt. Präsenzangebote sind insbesondere dort zu schaffen, wo besonderer Unterstützungsbedarf notwendig wird. Ein besonderer Unterstützungsbedarf wird im Einzelfall von der Schulleitung in Absprache mit der Klassenleitung und unter Einbeziehung der Schulsozialarbeitenden (ggf. des Jugendamtes) entschieden. Besonderer Unterstützungsbedarf ist insbeson­dere für Schülerinnen und Schüler anzunehmen, die

      • für erfolgreiches Lernen in besonders hohem Maße auf den persönlichen Kontakt und die enge Betreuung durch die schulischen Ansprechpartner angewiesen sind,
      • aufgrund ihrer häuslichen Situation oder der technischen Ausstattung beim Lernen zu Hause nur schwer erreicht werden können,
      • von Schulabstinenz bedroht sind und
      • Hilfestellungen aufgrund von Sprachförderbedarfen benötigen, darunter Lernende mit Migrationshintergrund.

    2.1 Unterricht gestalten

    Damit Unterricht auch in der Kombination von Präsenzlernen und häuslichem Lernen gut funktioniert und als erfolgreich erfahren werden kann, ist eine kritische Reflexion der pädagogisch-didaktischen Arbeit wesentlich. Denn Unterricht zeichnet sich durch plan­mäßig initiierte und pädagogisch geführte Lehr- und Lernprozesse aus. In den schuli­schen Präsenzphasen werden die häuslichen Lernprozesse gründlich vor- und nach­bereitet. Die Lernangebote und Aufgaben für das häusliche Lernen sind mit denen des Präsenzunterrichts eng verbunden und fachlich sowie didaktisch sinnvoll aufeinander bezogen. In welcher Phase vertiefend an einem Thema gearbeitet wird, eine Interaktion zwischen Lernenden untereinander oder Lehrkraft und Lernenden stattfindet, ent­scheidet sich im Prozess der Lehr- und Lernplanung. Nicht jedes Thema ist zum eigen­ständigen Lernen zu Hause geeignet. Auch benötigen einige Lernende Unterstützung, um den Anforderungen, die mit erhöhten selbstorganisatorischen Kompetenzen einher­gehen, gerecht zu werden.

    • Die Gestaltung und Bereitstellung von Lernangeboten ist sowohl für das Lernen im häuslichen Kontext als auch für das an Schule verortete Lernen, ausgerichtet an folgenden Fragestellungen:

      • Welche Kompetenzen sollen erworben werden?
      • Welche Lernziele sollen erreicht werden?
      • Wie soll gelernt werden (Lernansatz, Lernpfad)?
      • Wann soll gelernt werden und in welchem Tempo/Zeitrahmen?
      • Wer soll lernen (Individuum oder Lerngruppe)?
      • Wo soll gelernt werden (Lernkontext, Lernumgebung)?
      • Welche Unterstützungsangebote und -mittel werden gebraucht und zur Verfü­gung gestellt?
      • Wie erfolgen die Lernstandserhebungen und die Dokumentation der Lern­entwicklung?
      • Welche Rückmeldeschleifen sind vorgesehen?
      • Wie erfolgt die Leistungseinschätzung?

      Die Wahl des Lernortes oder die der Sozialformen ist nur teilweise durch die äußeren Strukturen vorbedingt. Ein Austausch oder ein gemeinsames Arbeiten an einem Thema kann im Präsenzunterricht ebenso erfolgen wie im häuslichen Lernen. Dabei können digitale Formate die Unterrichtsgestaltung unterstützen, indem sie bewährte Unter­richtsformen ergänzen.

      Im Rahmen der Lehr- und Lernplanungen für das häusliche Lernen rücken die individu­ellen Bedarfe der Schülerinnen und Schüler deutlich stärker in den Fokus. Die verschie­denen Lernausgangslagen bedingen stärker personalisierte didaktische und methodi­sche Ansätze. Zu berücksichtigen sind auch individuelle Ausgangslagen wie Förder­bedarfe in Deutsch als Zweitsprache, besonders herausfordernde soziale Lagen, sonderpädagogische Förderbedarfe, Zugangsmöglichkeiten zu technischer Aus­stattung und digitalen Lernumgebungen oder der Grad der vorhandenen Kompetenzen für das selbstorganisierte Lernen.

      Auf neu zugewanderte Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund treffen dabei häufig mehrere Aspekte zu, die einen personalisierten Ansatz für das häusliche Lernen erfordern. Für die Gestaltung des Lernprozesses sollte z. B. Folgendes berück­sichtigt werden:

      • die technische Ausstattung im persönlichen Umfeld,
      • die sprachlichen Kompetenzen in der deutschen Sprache,
      • die bestehenden Erfahrungen im selbstorganisierten Lernen,
      • die Ausprägung der Methoden-, Selbst- und Sozialkompetenzen,
      • die Unterstützungsmöglichkeiten durch die Eltern,
      • der Zugang zu Nachschlagewerken und zur Sekundärliteratur,
      • das kulturelle Verständnis von Schule und Mitwirkungsmöglichkeiten.

      Des Weiteren sollte in die Planung einbezogen werden, dass logistische Hürden, wie eine geringe Erreichbarkeit aufgrund von Adressänderungen und fehlerhaften Eintra­gungen persönlicher Daten, den zeit- und ortsunabhängig Lernprozess zusätzlich erschweren können.  

    2.2 Lernangebote und Aufgabenformate

    Sowohl für den Präsenzunterricht als auch für das häusliche Lernen werden kompe­tenzorientierte Lernsettings entwickelt, die ein hohes Maß an individueller Verarbeitung zulassen. Da die individuellen Möglichkeiten und Voraussetzungen bei den Lernenden verschieden sind, werden Lernangebote und Aufgabenformate entsprechend gestaltet.

    • Sie sind:

      • leicht zugänglich und barrierearm,
      • eindeutig in der Aufgabenstellung, nachvollziehbar und verständlich, sodass die Schülerinnen und Schüler sie eigenständig bewältigen können,
      • offen formuliert, sodass Gestaltungsspielraum für die Bearbeitung entsteht,
      • differenziert
        • im Schwierigkeitsgrad (Anspruchsebenen),
        • in der Quantität,
        • im gesetzten Zeitrahmen (Tempo der Bearbeitung),
        • hinsichtlich des Lernpfads/-wegs,
        • hinsichtlich des Aufgabenformates (Pflicht, Wahlpflicht, Wahl),
      • so angelegt, dass sie Zugangsmöglichkeiten zur selbständigen und aktiven Auseinandersetzung eröffnen (Erkunden, Nachforschen, Entdecken, Experi­mentieren, Ausprobieren),
      • vielfältig und abwechslungsreich im Hinblick auf Themen/Lernfelder, Metho­den und Formen,
      • sinnstiftend gestaltet, sodass sie einen persönlichen und fachlichen Zugewinn ermöglichen,
      • zweckmäßig auch für eine differenzierte Lernstandserhebung und
      • geeignet für eine transparente Leistungseinschätzung.

      Die Lernangebote und Aufgabenformate sind an den gültigen KMK-Bildungsstandards, den Einheitlichen Prüfungsanforderungen in der Abiturprüfung (EPA), an den kom­petenzbasierten Thüringer Lehrplänen sowie in der Berufsbildung an den bestehenden Ausbildungs- und Prüfungsordnungen, den Qualifikationsprofilen und den Rahmen­lehrplänen ausgerichtet.

      Aufgaben und Lernziele sind klar formuliert und verständlich – sowohl für die Lernenden als auch für die Eltern, die im häuslichen Kontext teilweise unterstützen. Sie orientieren sich am Lernstand bzw. Lernbedarf des Einzelnen und sind transparent in der Leistungserwartung.

      Die tägliche Lernzeit ist so angesetzt, dass sie ein altersgerechtes Pensum nicht über­steigt.

      Tages- und Wochenplanungen folgen einem didaktisch begründeten Rhythmus.

      Der zeitliche Rahmen zur Bearbeitung ist verbindlich geregelt und individuell angepasst.

      Es gelten feste Abgabefristen für die Einreichung der zu erledigenden Arbeiten. Rück­meldungen und Nachfragen für den Fall einer fehlenden oder teilweisen Umsetzung erfolgen zeitnah und kontinuierlich, sodass sich Lernende in ihrer Selbstwirksamkeit erfahren können. Die Rückmeldung enthält kriterienbasierte und nachvollziehbar dargelegte Aussagen zum Lernfortschritt und zum Grad des Erreichten.

      Erworbene Qualifikationen und Kompetenzen werden beschrieben und dokumentiert. Bezüglich der Wahl-, Wahlpflicht- und Pflichtaufgaben gibt es Klarheit

      • über die Entscheidungsspielräume der Lernenden und
      • hinsichtlich der Gewichtung und Wertigkeit.

      Bei längerfristigen Vorhaben sind Teilziele formuliert, um Zwischenstände sichtbar und messbar zu machen. Festgelegte Ziele werden von der Lehrkraft regelmäßig überprüft und aktualisiert. Alle Beteiligten werden über das Erreichen wesentlicher Meilensteine und Ergebnisse (Lernende, Eltern, (sonder-) pädagogische Ansprechpartner, Klassen­leitung, Schulleitung) informiert.

      Eine kontinuierliche und termingerechte Dokumentation der behandelten Lerninhalte und der Lernfortschritte der Schülerinnen und Schüler erfolgt entsprechend der Lehr- und Lernplanung. Sie bildet die Basis für die Zusammenarbeit und den fachlich reflek­tierten Austausch innerhalb des Kollegiums und sie ist Grundlage für die pädagogische Beratung und Begleitung der Lernenden und der Kommunikation mit den Eltern.

      Die Bereitstellung solcher Lernangebote, ihre pädagogische und fachliche Begleitung ist darauf ausgerichtet, die Schülerinnen und Schüler in ihrer individuellen Entwicklung zu Autonomie und Verantwortungsübernahme zu stärken und ihnen damit zu ermögli­chen, ihre persönlichen Kompetenzen bestmöglich zu erweitern.

      In die Vorbereitung und die spätere Reflexion von Lernsettings sollten Schülerinnen und Schüler ihren Möglichkeiten entsprechend mit einbezogen werden. Sie finden unter Umständen besser geeignete Lernwege und haben einen anderen Blick auf Lern­gegenstände als die sie umgebenden Erwachsenen. Auf diese Weise findet auch der jeweilige häusliche Kontext mit seinen, das Lernen beeinflussenden Rahmenbedingun­gen stärker Berücksichtigung.

      Lernangebote und Aufgabenformate finden sich an verschiedenen Stellen im Thüringer Schulportal:

      Im Rahmen des bundesweiten Projekts „Werkstatt schulentwicklung.digital 2018/19“ des Forums Bildung Digitalisierung haben Schulleitungen und Lehrkräfte ihre Praxiserfahrungen für schulische Bildungsprozesse in der digitalen Welt zusammen­getragen. Aktiv daran beteiligt war die Nessetalschule Warza. Im Fokus der Werkstatt standen u. a. die kollaborative Erstellung digitaler Lern- und Arbeitsprodukte und die Gestaltung von digitalen Lernarrangements.

    2.3 Anforderungen an Lernumgebungen

    Die Lernumgebung bildet den Rahmen, in dem Lernen in konkreten Situationen statt­findet. Eine Lernumgebung kann eine reale räumliche Situation darstellen, sich aber ebenso in einem virtuellen Raum abbilden. In beiden Fällen spielt sie bei der Lehr- und Lernplanung eine wesentliche Rolle. Notwendigerweise ist sie deshalb in die metho­disch-didaktischen Überlegungen zu Lernwegen, Inhalten, Unterrichtsmitteln, Sozial­formen etc. einzubinden.

    Die Lernumgebung ist von den Lehrkräften so vorbereitet, dass die Lernenden sich selbständig zurechtfinden können. Materialien, Aufgaben und Arbeitspläne sind im realen wie im virtuellen Raum gut sichtbar und leicht zugänglich hinterlegt.

     

    • Die Raumstruktur ist klar, weitestgehend selbsterklärend und berücksichtigt die Hete­rogenität der Lernenden und deren jeweilige Lernausgangslagen. Die Planungen für das Lernen im häuslichen Kontext beziehen die Zugangsvoraussetzungen und Unter­stützungsbedarfe der Schülerinnen und Schüler in besonderem Maße mit ein. Dies betrifft die sozial-familiäre Situation ebenso wie die regionale Einbindung in die digitale Infrastruktur und die verfügbare technische Ausstattung.

      Mit individuell zugeschnittenen, passgenauen Bildungsangeboten werden die Lernen­den zunehmend in die Lage versetzt, ihr Lernen nach ihren Möglichkeiten und Bedürf­nissen zu gestalten. Gleichzeitig übernehmen sie zunehmend mehr Verantwortung für ihren eigenen Bildungsprozess, während Pädagoginnen und Pädagogen ihre Schü­lerinnen und Schüler im Lernprozess begleiten, beraten und unterstützen.

      Alle Lernumgebungen – insbesondere digitale mit Internetanbindung – müssen so gestaltet sein, dass die Privatsphäre aller beteiligten Personen hinreichend geschützt ist. Bei der Auswahl digitaler Werkzeuge (z. B. von Kommunikationslösungen wie E-Mail, Messenger, Lernplattformen, Videokonferenzsystemen) sind die datenschutz­rechtliche Anforderungen einzuhalten. Auf die Detailinformationen im Abschnitt 2.7 wird verwiesen.

    2.4 Erhebung und Einschätzung von Entwicklungs- und Lernständen

    Bisher lag im Rahmen des häuslichen Lernens der Schwerpunkt der Aufgabenstel­lungen auf der Wiederholung, der Festigung und der Vertiefung von bereits im Unter­richt erarbeiteten Lerninhalten und der nachhaltigen Sicherung erworbener Kultur­techniken und Kompetenzen. Zwischenzeitlich hat sich der Anspruch an die Aufgaben­stellungen dahingehend geändert, dass der Erwerb neuer, in den Thüringer Lehr­plänen ausgewiesener Kompetenzen auch im häuslichen Lernen erfolgt. Damit einher gehen auch die Erhebung und Einschätzung von Entwicklungs- und Lernständen.

     

    • Grundlage dafür ist eine transparente und nachvollziehbare Dokumentation von Lern­inhalten, Lernwegen und Lernergebnissen durch die Lehrkräfte. Zu gewährleisten ist, dass die Aufgaben für alle Lernenden im häuslichen Umfeld zugänglich sind und bear­beitet werden können. Im Hinblick auf die Chancengleichheit muss sichergestellt sein, dass für alle Schülerinnen und Schüler die gleichen Bewertungskriterien zugrunde gelegt werden.

      Rückmeldungen und Einschätzungen zu Lernprozessen und Ergebnissen sowie zur persönlichen, fachlichen und sozialen Kompetenzentwicklung erfolgen regelmäßig und prozessbegleitend durch die Lehrkräfte, als Team- oder Peerrückmeldung und durch Selbsteinschätzungen der Schülerinnen und Schüler.

      Eine Leistungsbewertung ist dann möglich, wenn die Leistungen, die die Schülerinnen und Schüler zu Hause erbracht haben, im Rahmen des Präsenzunterrichts in mündliche, schriftliche oder praktische Leistungsnachweise einbezogen werden können.

      Mögliche Lernprodukte und damit Leistungsnachweise, die benotet werden können, sind z. B. Präsentationen (auch in Form von Videoaufnahmen/Videodokumentationen, Podcasts oder ähnliche Audioprodukte), schriftliche Produkte wie Aufsätze, Poster, Fotodokumentation, Portfolios etc.

      Auch eine Bewertung von zu Hause erbrachten Leistungen ist möglich (Aufsatz o. Ä.). Den Lernenden muss zuvor transparent gemacht werden, dass eine Benotung erfolgt und welches Erwartungsbild zugrunde liegt.

      Geeignete Wege der Leistungserhebung sind beispielsweise auch E-Assessments oder Videokonferenzen/Videochats.

      Weiterführende Hinweise zum E-Assessment, insbesondere für Lernende mit Unter­stützungs­bedarf können unter https://www.european-agency.org abgerufen werden. Vgl. https://www.european-agency.org/sites/default/files/assessment-for-learning-and-pupils-with-special-educational-needs_assessment_for_learning_de.pdf

      Die Videokonferenzlösung der Thüringer Schulcloud entspricht den Anforderungen des Daten­schutzes und kann von den Schulen für den Unterricht genutzt werden. Die nach­folgenden Ausführungen sind zu beachten, wenn die Schule nicht die in der Thüringer Schulcloud bereitgestellte Videokonferenzlösung nutzt.

      Teil des allgemeinen Bildungs- und Erziehungsauftrags der Schulen in Thüringen ist es, Nachweise über den Lern- und Leistungsstand der Lernenden zu führen. Die während eines Unterrichtsabschnitts in den verschiedenen Fächern erbrachten Leistungen werden in Zeugnissen zusammenfassend erstellt. Nach dem Thüringer Schulgesetz beträgt der kleinste in einem Zeugnis zusammengefasste Unterrichtsabschnitt in der Regel ein Schulhalbjahr (§ 48 Abs. 3 Satz 2 ThürSchulG). Im Ergebnis gehen in die Zeugnisse des ersten Schulhalbjahres die Leistungen des ersten Schulhalbjahres ein. In das Zeugnis zum Ende des zweiten Schulhalbjahres gehen die Leistungen des gesamten vorangegangenen Schuljahres ein. Entsprechend werden auch Versetzungs­entscheidungen auf Grundlage der Leistungsnachweise des gesamten Schuljahres getroffen (§ 49 Abs. 1 ThürSchulG).

      Weiterführende Hinweise finden sich im von der Pädagogischen Hochschule Schwyz 2019 publizierten Fachdossier Kompetenzorientierte Beurteilung.

    • ...zur Kommunikation zwischen Lehrenden und Lernenden

      Die Schule ist in der Regel „Verantwortlicher“ im Sinne von Art. 4 Nr. 7. DS-GVO. Die Schulleitung vertritt die Schule nach außen und ist u. a. gegenüber dem Lehrpersonal weisungsberechtigt. Aus diesem Grund darf eine Lehrkraft nicht eigenmächtig ein Videokonferenzsystem zur Nutzung mit Schülerinnen und Schülern einführen, sondern muss dieses zuvor der Schulleitung zur Genehmigung vorlegen.

      Hat die Schulleitung die Nutzung eines bestimmten Videokonferenzsystems ins Auge gefasst, so ist diese als Verantwortlicher verpflichtet, gemäß Art. 24 DS-GVO geeignete technische und organisatorische Maßnahmen umzusetzen, um sicherzustellen und nachzuweisen, dass die Verarbeitung personenbezogener Daten gemäß der DS-GVO erfolgt. Die Konkretisierung von Art. 24 DS-GVO ergibt sich insbesondere aus Art. 25 DS-GVO „Datenschutz durch Technikgestaltung und durch datenschutzrechtliche Vor­einstellungen“, aus Art. 32 DS-GVO „Sicherheit der Verarbeitung“ und aus Art. 35 „Datenschutz-Folgenabschätzung“. Wird vom Schulträger ein bestimmtes Videokon­ferenzsystem vorgegeben, so muss grundsätzlich dieser die hinreichenden Garantien dafür bieten, dass geeignete technische und organisatorische Maßnahmen so durch­geführt werden, dass die Verarbeitung datenschutzgerecht erfolgt. Die für die Verarbei­tung der Schüler-, Eltern- und Lehrerdaten verantwortliche Schule muss hierüber mit dem Schulträger als Auftragsverarbeiter entweder einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 Abs. 3 DS-GVO schließen. Als weitere Möglichkeit können die Schule und der Schulträger gemäß Art. 26 Abs. 1 DS-GVO als gemeinsam für die Verarbeitung Verantwortliche die Zwecke der und die Mittel zur Verarbeitung festlegen. Hierzu muss die Schule und der Schulträger eine Vereinbarung abschließen, in der insbesondere festgelegt wird, wer von ihnen welche Verpflichtung erfüllt und wer welchen Informa­tionspflichten gemäß den Artikeln 13 und 14 nachkommt.

      Zur Beantwortung, welche technischen und organisatorischen Maßnahmen getroffen werden müssen, müssen die Kategorien der personenbezogenen Daten bestimmt werden, die während der Videokonferenz zwischen den Schülerinnen und Schülern sowie der Lehrkraft anfallen. Dies sind zum einen die übertragenen Bilder, normaler­weise die Gesichter und die getätigten Äußerungen aller Teilnehmenden, zum anderen können dies aber je nach eingesetztem System auch von den Schülerinnen und Schü­lern erstellte Präsentationen sein. Nicht vorherzusehen, aber mit zu beachten ist das Erfassen von weiteren personenbezogenen Daten, etwa der Hintergrund der Örtlich­keiten (Zimmereinrichtung, Plakate usw.) oder auch weitere Personen die in den Kamerabereich laufen oder dort reden.

      Die meisten Videokonferenzsysteme bieten bei der technischen Übertragung eine Transportverschlüsselung an. Dies ist für Unterrichtszwecke im Regelfall auch aus­reichend. In Einzelfällen ist eine Risikoabschätzung maßgeblich, um zu entscheiden, ob die Sicherheitsmaßnahmen des eingesetzten Videokonferenzsystems die Anforde­rungen des Art. 32 DS-GVO erfüllen.

      Was die Schule in jedem Fall verbieten und im Videokonferenzsystem abschalten muss, ist die Möglichkeit, Videosequenzen mitzuschneiden. In den meisten schulrechtlichen Vorschriften wird die Erstellung von Bild und Tonaufnahmen mit wenigen Ausnahmen grundsätzlich untersagt.

      Die Schule hat grundsätzlich zwei Möglichkeiten ein Videokonferenzsystem zu betrei­ben: Entweder wird das System bei einem externen IT-Dienstleister betrieben und die Schule nutzt dieses als Dienstleistung. Dann handelt es sich um einen Online-Dienst, der auch „Software-as-a-Service“ genannt wird. Oder die Videokonferenzsoftware wird auf eigenen Servern oder auf Servern des Schulträgers installiert, welches als On-Premises bezeichnet wird.

      Für die Entscheidung für einen Online-Dienst spricht die einfache Nutzung des ange­botenen Videokonferenzsystems. Von der Schule muss dann vorab geprüft werden, ob der Anbieter vertrauenswürdig ist und eine ausreichende Datensicherheit nachweisen kann, insbesondere mindestens die Gewährleistung einer Transport-Verschlüsselung. Weiterhin muss von der Schule geprüft werden, wo der Anbieter den Sitz seines Kommunikationsdienstes hat und wo die eingesetzten Server betrieben werden. Hierfür hat die Schule die Datenschutzhinweise und die Geschäftsbedingungen des Anbieters genau durchzuarbeiten. Als Mindestvoraussetzung sollten nur Anbieter ausgewählt werden, die sich im Anwendungsbereich der DS-GVO befinden. Die größten und bekanntesten Anbieter von Videokonferenzprodukten sind allerdings in den USA zu finden. Hier ist noch völlig offen, ob der CLOUD Act, also ein US-amerikanisches Gesetz, welches unter bestimmten Bedingungen den Zugriff auf gespeicherte Daten durch US-Behörden erlaubt, solange diese nur von amerikanischen IT-Anbietern verarbeitet werden, eine datenschutzgerechte Verarbeitung überhaupt zulässt. Das sogenannte „EU-US Privacy-Shield“, ein Abkommen zwischen der EU und der USA über Zusicherungen zur Einhaltung des in der EU geltenden Datenschutzniveau, eine der wichtigen Rechtsgrundlagen für den Transfer personenbezogener Daten euro­päischer Bürger in die USA, wurde inzwischen vom Europäischen Gerichtshof für nich­tig erklärt. Nicht zuletzt aus diesem Grund sehen die Datenschutzaufsichtsbehörden die Nutzung von Videokonferenzprodukten US-amerikanischer Anbieter äußerst kritisch.

      Die Schulen haben auch zu beachten, dass bei der Nutzung eines Videokonferenz­systems als Online-Dienst ein Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DS-GVO mit dem Anbieter abzuschließen ist. Hierbei tritt die Schule als Verantwortliche und der Anbieter als Auftragsverarbeiter auf. Bei allen angebotenen Systemen hat die Schule regelmäßig keine Möglichkeit, auf den Inhalt des Auftragsverarbeitungsvertrags Ein­fluss zu nehmen. Es handelt sich um ein vom Anbieter vorgegebenes Schriftstück. Umso wichtiger ist es auch hier, den Vertrag genau zu lesen und ggf. Rückfragen zu stellen oder im Zweifel das Vertragswerk nicht zu akzeptieren. Ein Mustervertrag ist beim TLfDI unter
      https://www.tlfdi.de/mam/tlfdi/themen/tlfdi_formulierungshilfe_fur_auftragsverarbeitungsvertraege.pdf abrufbar.

      Dem hingegen wird bei der o. g. „On-Premises“ Lösung das Videokonferenzsystem selbst betrieben. Normalerweise dürften aber der einzelnen Schule hierzu die techni­schen und personellen Kapazitäten fehlen. Das System kann dann aber z. B. vom Schulträger oder von landeseigenen Stellen ggf. als landesweiter Einsatz realisiert werden. Dieses ist mit dem Angebot der Thüringer Schulcloud, welche auch ein Video­konferenzsystem enthält, erfolgt. Dieser Variante sollte aus datenschutzrechtlicher Sicht der Vorzug gegeben werden.

      Die Frage der Rechtmäßigkeit der Verarbeitung personenbezogener Daten der Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrkräfte durch den Einsatz eines Videokonfe­renzsystems ergibt sich für die Schule aus Art. 6 Abs. 1 Satz 1 DS-GVO. Danach muss entweder eine Rechtsgrundlage im Schulrecht vorliegen, die die Verarbeitung erlaubt oder hierzu verpflichtet (Art. 6 Abs. 1 Satz 1 lit. c) und e) DS-GVO) oder es muss eine Einwilligung der von der Verarbeitung betroffenen Personen vorliegen – bei minder­jährigen Schülerinnen und Schülern die Einwilligung der Sorgeberechtigten (Art. 6 Abs. 1 Satz 1 lit. a) DS-GVO. In den schulgesetzlichen Bestimmungen von Thüringen sind keine ausdrücklichen Regelungen zum Einsatz von Videokonferenzsystemen ent­halten. Die Schulen dürfen gemäß § 57 Abs. 1 Thüringer Schulgesetz nur diejenigen Daten von Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrkräften verarbeiten, soweit dies für den jeweils mit den Aufgaben verbundenen Zweck erforderlich ist.

      Für die Teilnahme an einer Videokonferenz ist eine Einwilligung der Sorgeberechtigten, der volljährigen Schülerin oder des volljährigen Schülers erforderlich. Aus der Verweigerung der Einwilligung dürfen den Schülerinnen und Schülern keine Nachteile erwachsen. In diesen Fällen müssen die Aufgabenstellungen sowie die zugehörigen Arbeitshinweise von den Eltern oder den betreffenden Schülerinnen und Schülern an der Schule abgeholt oder von der Schule postalisch zugesandt werden. Es sollte diesen Schülerinnen und Schülern eine telefonische Erörterung mit einer Lehrkraft angeboten werden.

    2.5 Kommunikations- und Kooperationskultur

    Um häusliches Lernen in Kombination mit Präsenzunterricht erfolgreich handhaben zu können, sind Überschaubarkeit, Verbindlichkeit und Kontinuität für sämtliche schuli­schen Abläufe und die Gestaltung von Lernprozessen erforderlich. Hierfür ist es unab­dingbar, dass innerhalb des Kollegiums und organisiert durch die Schulleitung eine umfassende Abstimmung über die Aufgaben der Lehrkräfte und die Organisation des Schulbetriebes stattfindet.

    • Dazu bedarf es einer über das gewohnte Maß hinaus­reichenden Kommunikation, Koordination und Kooperation aller, am Lernprozess des Einzelnen Beteiligten. Expertenwissen, Lösungsansätze und Erfahrungen sind auszu­tauschen. Dabei profitieren alle Akteure von gemeinsam getroffenen, gut kommunizier­ten Entscheidungen sowie nachvollziehbaren und verbindlichen Regeln der Zusam­menarbeit. Information und Austausch über zentrale schulinterne Festlegungen zur Arbeits- und Aufgabenverteilung müssen reibungslos funktionieren. Insbesondere die Gestaltung und Kommunikation der Lernangebote (Aufgabenerstellung, -übermittlung, -kontrolle und Rückmeldung sowie Unterstützungsangebote für einzelne Lernende, Klassen, Kurse und Lerngruppen) müssen gut abgestimmt und klar verantwortet sein. Informationsverluste und kommunikative Missverständnisse behindern die verbindliche und transparente Aufgabendelegation und die Ergebnisrückkopplung. Unterrichtliches und pädagogisches Handeln werden miteinander abgestimmt und regelmäßig reflek­tiert. Dabei ist eine fächer- und professionsübergreifende Verständigung und Zusam­menarbeit unverzichtbar.

      Die Erfahrungen haben gezeigt, dass beim Wechsel zwischen Präsenzlernen und häus­lichem Lernen vielfältige Kommunikationsstrukturen, insbesondere zwischen den Pädagoginnen und Pädagogen, notwendig sind. Dazu dienen u. a. schulische Gremien wie die Lehrerkonferenz, die Klassenkonferenz und die Fachkonferenzen. Darüber hinaus ist das Zusammenwirken auf Klassenstufenbasis, in multiprofessionellen Teams sowie in lerngruppenbezogenen Teams notwendig. Die Teams befassen sich mit unter­schied­lichen thematischen Schwerpunkten oder sind auf spezifische Lerngruppen aus­gerichtet (DaZ-Schülerinnen und Schüler, pädagogische oder sonderpädagogische Förder­bedarfe, Fachinhalte, Fächergruppen, Lernbereiche, Jahrgangsstufen, Bildungs­gang­teams, abschlussrelevante Themen, Prüfungsvorbereitung etc.). Feste Ansprech­partner und verlässliche Strukturen gewährleisten den Kommunikationsfluss zwischen den Beteiligten und die angemessene Berücksichtigung der individuellen Voraus­setzungen und Lernbedarfe der Schülerinnen und Schüler. In fest verankerten Team­zeiten, die je nach Lage und/oder Bedarf vor Ort oder digital angesetzt sind, sorgen die Teams strukturell und inhaltlich für Bedingungen, die kontinuierliches Lernen im häus­lichen Kontext ebenso wie im Präsenzunterricht ermöglichen.

      Die Vielzahl und Komplexität der schulischen Aufgaben bedingt eine Vielfalt an Profes­sionen zu deren Bewältigung. Dazu gehören multiprofessionelle Mitstreiter ebenso wie ein gut aufgestelltes und gut funktionierendes Unterstützungssystem. Damit die heraus­fordernde Bildungs- und Erziehungsarbeit gelingt, brauchen die schulischen Akteure:

      • ein gemeinsames Verständnis pädagogischen Handelns, welches gemeinsam im schulischen Alltag umgesetzt wird,
      • eine Zusammenarbeit der unterschiedlichen Professionen,
      • lokale Netzwerke, die sie vermehrt aufbauen bzw. bestehende, die sie aktiv pflegen,
      • die Kompetenzen außerschulischer Partner, die sie in die schulische Arbeit einbinden sowie
      • eine systematische und regelhafte Professionalisierung.

      Digitalisierte Prozesse der Verständigung ermöglichen die zeit- und ortsunabhängige Kommunikation mit unterschiedlichen Adressaten: Kollegium, Schulleitung, Schüler­schaft, Eltern, externen Partnern usw. Digitale Werkzeuge für Teamarbeit, Unterrichts­management und Lernorganisation finden sich in der Thüringer Schulcloud. Sie unterstützt die Vernetzung, Kooperation, Kollaboration und Individualisierung von Lehr- und Lernprozessen ebenso wie mit Open Educational Resources (OER) für die Schul- und Unterrichtsentwicklung.

    2.6 Vertrauensvolle Beziehungen und feste Ansprechpartner

    Um eine nachhaltige pädagogische Arbeit sicherstellen zu können, sind für alle Lernenden die vertrauensvolle und verlässliche Lernbegleitung und Beratung von zentraler Bedeutung. Nur auf Basis einer gelingenden Verständigung können Erziehungs- und Bildungsprozesse in der Schule und zu Hause gemeinsam erfolgreich gestaltet werden. Besonders in den Phasen des häuslichen Lernens sind die pädago­gischen Akteure gefordert, mit den Lernenden gut in Kontakt und verlässlich in Verbin­dung zu bleiben. Unerlässlich ist dies vor allem für Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf und für jene mit Förderbedarf in Deutsch als Zweit­sprache sowie für Kinder und Jugendliche, die in sozial herausfordernden Lagen auf­wachsen oder schwer erreichbar sind.

     

    • Die Erweiterung des schulischen Lernens auf den häuslichen Bereich erfordert die enge Zusammenarbeit von Schule und Elternhaus sowie die gegenseitige Öffnung und Unterstützung im Sinne einer Erziehungspartnerschaft. Dazu gehört ein beständiger Informationsaustausch. Hierfür braucht es Möglichkeiten der unkomplizierten, gegen­seitigen Kontaktaufnahme. Geeignete Kommunikationswege und Austauschmöglich­keiten müssen, sofern sie nicht bereits etabliert sind, ermittelt und erprobt werden.

      Eine begrenzte Anzahl an Bezugs- und Ansprechpersonen sorgt für Überschaubarkeit im Austauschprozess und nimmt Berührungsängste. Die festen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner nehmen wesentliche Aufgaben der Koordinierung und Abstim­mung wahr. Sie arbeiten eng mit den unmittelbar am Lernprozess beteiligten Lehr- und Fachkräften, dem Kollegium, der Schulleitung und anderen, am Bildungs- und Erzie­hungsprozess Beteiligten zusammen.

      An diese Kontaktpersonen können sich die Lernenden während der häuslichen Lernzeit in allen schulischen Fragen wenden. Das gilt ebenso für die Eltern. Regelmäßige Sprech- und Rückmeldezeiten werden für den realen ebenso wie für den virtuellen Austausch organisiert. Als verbindliche Fixpunkte schaffen sie Verlässlichkeit und Transparenz zwischen dem häuslichen und dem schulischen Lebensbereich.

      Hier kommt auch den Schulsozialarbeitenden eine wesentliche Bedeutung als Vermitt­lerinnen und Vermittler zu. Sie halten den Kontakt zu Schülerinnen und Schülern und zu deren Familien und haben darüber hinaus das soziale Umfeld mit im Blick. Sie machen Gesprächsangebote, beraten und unterstützen. Sie sind über Lernplattformen oder Ähnliches angebunden und stützen die Bildungs- und Erziehungsarbeit auch im Rahmen des häuslichen Lernens.

      Die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit der Mitwirkenden ist mitverantwortlich für den Bildungserfolg der Kinder und Jugendlichen. Schülerinnen und Schüler erfahren auf diese Weise Unterstützung und Begleitung und erleben gut aufeinander abgestimmte Lehr- und damit Lernprozesse.

       

    2.7 Grundsätze des Datenschutzes

    Datenschutz ist ein hohes Gut: Warum ist der Datenschutz an Schulen wichtig? Der Begriff Datenschutz greift eigentlich zu kurz. Geschützt werden sollen nur in zweiter Linie Daten. In erster Linie geht es darum, Menschen und ihre Rechte zu schützen. Genauso, wie jeder Mensch ganz selbstverständlich darüber selbst entscheiden kann, welchen Beruf er wählt oder in welcher Stadt erleben möchte, so soll er auch ganz selbstverständlich darüber selbst bestim­men können, wer was über ihn weiß.

     

    • Besonderer Schutz für Schülerdaten: Die Daten von Schülerinnen und Schülern sind besonders schützenswert, da es sich hierbei um Kinder, Jugend­liche und junge Erwachsene handelt.

      Personenbezogene Daten: Bei der Verarbeitung personenbezogener Daten müssen Regeln beachtet werden. Die Regeln bestimmen die Datenschutz-Grundverordnung, das Bundes- und Landesdatenschutzgesetz sowie das Schuldatenschutzrecht im Rahmen des Thüringer Schulgesetzes und der Thüringer Schulordnungen. Genauere Angaben zu Fundstellen sind in den unter Nummer 15 aufgeführten Antworten auf häufige Fragen zum Datenschutz an Schulen zu finden. Personenbezogene Daten sind alle Informationen, die sich auf eine natürliche Person beziehen und diese identifizierbar machen. Wichtig ist hier: durch die Digitalisierung können durch ein oder die Verknüp­fung mehrerer allgemeiner Merkmale bereits einzelne Personen identifiziert werden.

      Verbot mit Erlaubnisvorbehalt: Die Verarbeitung (Erhebung, Speicherung, Übermittlung etc.) personenbezogener Daten ist grundsätzlich verboten, es sei denn, es liegt eine Erlaubnis vor. Diese kann insb. entstehen aus:
       
      - einer Rechtsgrundlage
      (Schulgesetz, Schulordnungen oder sonstige Rechtsgrundlagen)

      oder

      - Einwilligung      
      Einwilligungen können nicht genutzt werden, wenn zwischen den Beteiligten ein klares Ungleichgewicht besteht, und es deshalb unwahrscheinlich ist, dass die Einwilligung freiwillig gegeben wurde. Dies ist immer dann anzunehmen, wenn es um Leistungsbewertungen geht. Bsp.: Es ist unzulässig, von Schülerinnen und Schülern Einwilligungen für die Videoaufnahmen von Sport- oder Sprach­prüfungen einzuholen, um diese dann im Anschluss auswerten zu können.

      Eine Einwilligung muss zudem in informierter Weise erfolgen. Hierzu muss eine vorformulierte Einwilligungserklärung in verständlicher und leicht zugänglicher Form in einer klaren und einfachen Sprache zur Verfügung gestellt werden, die keine missverständlichen Klauseln enthält und die betroffene Person mindestens darüber informiert, wer der Verantwortliche ist und zu welchen Zwecken ihre personenbezogenen Daten verarbeitet werden sollen. Die Einwil­ligung ist jederzeit und mit Wirkung in die Zukunft widerruflich.

      Keine Delegation von Verantwortung: Die Schule bleibt für die personen­bezogenen Daten immer verantwortlich. Wenn Daten an einen Dritten weiterge­geben werden, müssen mit diesem die Grundsätze der Verarbeitung vertraglich geregelt werden. Bsp.: Die Schule nutzt einen Cloud-Dienst. Hierfür muss mit dem Dienstleister ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung geschlossen werden.

      Erforderlichkeit/Datensparsamkeit: Es dürfen nur Daten erhoben werden, die für die Erfüllung der Aufgabe zwingend erforderlich sind. Bsp.: Die Lehrkraft organisiert eine Klassenfahrt und bucht hierfür bei einem Reiseunternehmen. Auf Grundlage einer Einwilligung der Eltern sollen Daten erhoben werden. Nicht erforderlich ist die Angabe von E-Mail-Adressen der Schülerinnen und Schüler.

      Zweckbindung: Daten dürfen nur für den Zweck verwendet werden, für den sie erhoben wurden. Bsp.: Aus den Schülerakten dürfen keine Geburtstagslisten erstellt werden. Hierfür ist eine gesonderte Einwilligung erforderlich.

      Datenrichtigkeit: Daten müssen regelmäßig überprüft und ggf. aktualisiert werden. Bsp.: Bei Veränderungen der Anschriften von Schülerinnen und Schülern müssen diese aktualisiert werden.

      Datensicherheit: Die Daten müssen entsprechend ihrem Schutzbedürfnis vor unbefugten Zugriff geschützt werden. Bsp.: Personenbezogene Daten in E-Mails dürfen nur verschlüsselt vom dienstlichen E-Mail-Account versandt werden.

      Informationspflicht der Schule: Wenn die Schule personenbezogene Daten erhebt, muss sie über die Art und Weise der Verarbeitung informieren. Bsp.: Bei der Erhebung der Daten zur Schulanmeldung von den Eltern besteht eine Infor­mationspflicht. Diese ergibt sich aus Art. 13 DS-GVO. Ein Muster für eine Infor­mation nach Art. 13 findet sich beim TLfDI unter:
      https://www.tlfdi.de/mam/tlfdi/datenschutz/informationen_nach_artikel_13.pdf

      Recht auf Auskunft: Auf Antrag der Betroffenen muss die Schule Auskunft zu den gespeicherten Daten geben. Bsp.: Die Eltern möchten Auskunft zu den im Schülerbogen enthaltenen Daten erhalten.

      Recht auf Löschung: Daten müssen u. a. nach Ablauf von Löschfristen vernichtet werden.

      Rechenschaftspflicht: Die Einhaltung des Datenschutzes muss nach Auffor­derung durch die Schule nachgewiesen werden.

      Kommunikation mit Schülerinnen und Schülern: Für die Kommunikation mit den Lernenden hat der Freistaat Thüringen dienstliche E-Mail-Adressen bereit­gestellt. Diese sollen durch die Lehrkräfte genutzt werden, da sie ein sicheres und datenschutzkonformes Instrument darstellen.

      Digitaler Unterricht: Die Thüringer Schulcloud bietet datenschutzkonforme Lösungen für das digitale Lernen, wie etwa ein Videokonferenztool oder ein Dateiaustauschsystem. Sollten Funktionen vermisst werden, können Wunsche an schulcloud-support@thillm.de gerichtet werden.

      Empfehlungen für Videokonferenzsysteme: Die Empfehlungen des Berliner Datenschutzbeauftragten führen die bekanntesten Videokonferenzsysteme auf und bewerten diese aus datenschutzrechtlicher Sicht. Diese Einschätzungen werden vom TLfDI inhaltlich mitgetragen:
      https://www.datenschutz-berlin.de/fileadmin/user_upload/pdf/orientierungshilfen/2020-BlnBDI-Empfehlungen_Videokonferenzsysteme.pdf

      Weitere Informationen: Auf der Website des Thüringer Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport befinden sich Antworten auf häufige Fragen zum Datenschutz an Schulen mit zahlreichen Vordrucken, die von den Schulen genutzt werden können.
      Im Zweifel stets fragen: Alle Lehr- und pädagogischen Fachkräfte können sich bei Fragen zum Datenschutz jederzeit an die nachfolgenden Stellen wenden:
       
      Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport, S1 – Deregulierung und Datenschutz, Werner-Seelenbinder-Str. 7, 99096 Erfurt
      Datenschutz@tmbjs.thueringen.de
      Fax: 0361 57 – 341 16 90

      Thüringer Landesbeauftragter für den Datenschutz und die Informationsfreiheit,
      Postfach 900455, 99107 Erfurt
      poststelle@datenschutz.thueringen.de
      Fax: 0361 57 – 311 29 04

    2.8 Urheberrecht

    Hinweise zum Thema Urheberrecht sowie wichtige gesetzliche Regelungen sind im Thüringer Schulportal zusammengestellt.

     

    3 Handlungsempfehlungen

    Die folgenden Handlungsempfehlungen beziehen sich besonders auf das häusliche Lernen und die damit verbundenen Anforderungen an die Schulen und Lehrkräfte. Sie schreiben die Handlungsempfehlungen vom April 2020 fort und beziehen sich auf erste Praxiserfahrungen. Darunter die Ergebnisse der Befragung Thüringer Lehrerkräfte durch die Universität Erfurt – erfurt school of education und die Friedrich-Schiller-Uni­ver­sität Jena in Zusammenarbeit mit der Gewerkschaft Erziehung und Wissen­schaft (GEW) sowie die Ergebnisse der Online-Umfrage des TMBJS, die sich an Eltern sowie Schülerinnen und Schüler richtete.

    Aufgrund der anzunehmenden Dynamik im Rahmen des Pandemiegeschehens sollen die Handlungsempfehlungen entsprechend den aktuellen Entwicklungen fortgeschrie­ben und im Verlauf des Schuljahres aktualisiert werden.

    Häusliches Lernen als Bestandteil des schulischen Bildungsangebotes dient der Kom­petenzentwicklung und der individuellen Förderung der Lernenden. Entsprechend werden Lernangebote und Aufgabenformate von den Pädagoginnen und Pädagogen gestaltet.

      3.1 Anforderungen an Aufgabenstellungen für das häusliche Lernen

      Aufgabenstellungen müssen so gestaltet sein, dass sie selbstständig erfasst und erfüllt werden können und einen Kompetenzzuwachs der Schülerinnen und Schüler ermögli­chen. Sie müssen planvoll in den gesamten Lehr- und Lernprozess eigebettet sein.

       

      • Individuelle Förderung

        Die Umsetzung des Prinzips der individuellen Förderung erfordert, dass die Aufgabenstellungen in Form, Inhalten und Zielstellungen die unter­schiedlichen Lernvoraus-setzungen und Bedarfe der Schülerinnen und Schüler beachten.

        Das erfolgt durch:

        • lernzieldifferente Aufgabenstellungen für einzelne Lernende,
        • Bereitstellung von Medien und Materialien für Lernende mit individueller Passung,
        • offene Aufgaben, die eine innere Differenzie­rung durch die Lernenden ermöglichen,
        • individuelle Lernpläne,
        • differenzierte Aufgabenpools.

        Selbstständige Bearbeitung

        Die Aufgabenstellungen sollen das selbstständige häusliche Lernen der Schülerinnen und Schüler sowie einen Lernzuwachs ermöglichen. Dabei geht es sowohl um Übung, Festigung und Anwen­dung von Gelerntem als auch um die Erarbeitung neuer Lerngegenstände und die Kompetenz­entwicklung.

        Das erfordert:

        • angemessen herausfordernde und aktivierende Aufgabenstellungen unter Beachtung verschiede­ner Anforderungsbereiche,
        • die formale Gestaltung der Aufgabenstellung so, dass diese für den einzelnen Lernenden selbstständig erfassbar ist (sprachlicher Umfang, Vorgabe hilfreicher Strukturen …),
        • neben schriftlichen auch mündliche und praktische Aufgaben, die verschiedene Lernkanäle anspre­chen,
        • die Bereitstellung von zielgerichtet ausgewählten und aufbereiteten Medien und Materialien für die Lernenden,
        • die Kombination von Pflichtaufgaben, Wahlpflicht­aufgaben und Wahlaufgaben.

        Die Aufgabenstellungen sollen den Kriterien einer vollständigen Instruktion entsprechen, dadurch transparent sein und den Lernenden Auskunft geben darüber

        • was mit welchem Ziel getan werden soll,
        • welche Medien und Materialien verwendet werden können bzw. sollen,
        • welche Lernhilfen genutzt werden können,
        • ob und mit wem zusammengearbeitet werden kann,
        • wie Kontrolle und Rückmeldung erfolgen (z. B. Selbstkontrolle, aufgabenimmanente Kontroll­formen, im Präsenzunterricht oder auf anderem Weg, Kontrolle und Feedback der Lehrkraft, Abgleich mit anderen Lernenden, Präsentation durch Veröffentlichung, Fotodokumentation, Beobachtungsprotokoll),
        • welcher zeitliche Rahmen für die Erledigung und ggf. Abgabe vorgesehen ist (z. B. 30 min pro Tag üben, bis zum … abgeben),
        • wann die Aufgabe als erfüllt gilt (z. B. wenn alles überprüft und fehlerfrei gerechnet ist, wenn mindestens 30 min täglich daran gearbeitet wurde, nach Abgabe bei der Lehrkraft, nach erfolgter Präsentation).

        Für Schülerinnen und Schüler mit besonderem Unter­stützungsbedarf sind die Aufgabenstellungen entspre­chend anzupassen.


        Inhalte und zeitlicher Umfang

        Häusliches Lernen kann sich auf verschiedene Fächer und Lerninhalte beziehen.

        Das können sein:

        • Inhalte der Kernfächer unter Beachtung der Relevanz für Lernerfolg, Schullaufbahnentschei­dungen, Übergänge, Abschlüsse etc.,
        • Inhalte weiterer Fächer der Stundentafeln aus den verschiedenen Fächergruppen, ggf. auch unter Beachtung oben genannter Relevanz,
        • Inhalte, welche dem pädagogischen bzw. sonder­pädagogischen Förderbedarf sowie dem Förder­bedarf für Deutsch als Zweitsprache gerecht werden, (https://bildung.thueringen.de/schule/migration/schulbesuch),
        • Inhalte, welche für die Lernenden ein Angebot an neigungsgerechten Lernmöglichkeiten darstellen.

        Aufgabenstellungen können grundsätzlich für alle Fächer der Stundentafeln erteilt werden. Unter Umständen gilt es, eine Gewichtung vorzunehmen

        Dazu werden folgende Empfehlungen gegeben:

        a) Aufgabenstellungen aus den Kernfächern

        • Primarbereich: Deutsch, Mathematik, Heimat- und Sachkunde mit einem täglichen Zeitumfang von 120 min,
        • Sekundarbereich: Deutsch, Mathematik, erste Fremdsprache mit einem täglichen Zeitumfang von bis zu 180 min

        b) Aufgabenstellungen aus weiteren Fächern der Stundentafeln

        aus dem naturwissenschaftlich-technischen, gesell­schaftswissenschaftlichen, musisch-künstlerischen bzw. sportlichen Bereich unter Beachtung eines insge­samt angemessenen zeitlichen Rahmens für das häus­liche Lernen der Schülerinnen und Schüler und des dazu notwendigen Abstimmungsbedarfes der Lehr­kräfte.

        Lerninhalte aus verschiedenen Fächern und Anforde­rungsbereichen können an einem Lerngegenstand fest­gemacht werden. Diese Herangehensweise stärkt die Verbindung zur Lebenswelt und kann im häuslichen Ler­nen sinnstiftend und motivierend wirken.

        Besonders für länger häuslich Lernende können Aufga­ben in Form einer didaktischen Reihe (Lernstraße, Lern­landkarte) bereitgestellt werden, welche die schrittweise selbstständige Erarbeitung der Lerninhalte vom Grund­legenden und Einfachen zum Komplexen bis hin zu einer abschließenden Lernstandserhebung ermögli­chen.

      3.2 Anforderungen an den Umgang mit den Ergebnissen des häuslichen Lernens

      Die Ergebnisse des häuslichen Lernens müssen in der Schule Beachtung und Rück­meldung erfahren sowie didaktisch sinnvoll und geplant in den gesamten Lehr- und Lernprozess eingebettet sein. Dazu gehört auch die Beachtung von Lernprozessen und Lernwegen, zu denen Verständigung zwischen Lernenden und Lehrenden erfolgen sollte.

       

      • Rückmeldekultur und lernförderliches Feedback

        Individuelle Förderung und Lernfortschritte im häuslichen Lernen sind für die Schülerin­nen und Schüler nur möglich, wenn gute Aufgabenstellungen und Lernpläne mit einer ange­messenen und bestärkenden Feedback-kultur verbunden sind. Dadurch werden Sicher­heit, Verbindlichkeit, und Transparenz hergestellt. Die Lernenden erhalten somit einerseits Rückmeldungen der Lehrkräfte und ggf. auch der Mitschülerinnen und Mit­schüler. Andererseits ist es wichtig, dass die Lernenden selbst Einschätzungen zu ihren Lernprozessen und Ergebnis­sen vornehmen, Feedback geben, Fragen stellen und beantwortet bekommen.

        Das kann z. B. erfolgen durch:

        • Präsentationsphasen und Feedbackrunden im Präsenzunterricht,
        • weitere Formen des Einbezugs der Ergebnisse des häuslichen Lernens in den Präsenzunterricht,
        • Abgabe bzw. Präsentation von Arbeitsergebnissen (auch von Zwischenergebnissen),
        • Rückmeldungen der Lehrkräfte an die Lernenden in digitaler, schriftlicher oder fernmündlicher Form,
        • Rückmeldungen der Lernenden füreinander im Rahmen der Arbeit in Lerngruppen
        • Integration von Möglichkeiten der Rückmeldung und der Selbst­einschätzung in die Lernpläne bzw. Aufgabenstellungen für das häusliche Lernen.

        Das Geben und Nehmen von Feedback will gelernt sein. Dazu wird ein dem Entwicklungsstand der Lernenden angemessen aufbereitetes Methodentraining empfohlen.

        In der ThILLM-Publikation Lass es mich selbst tun finden sich wei­terführende Hinweise zur Entwicklung von Lernkompetenz.

         


         Lernentwicklung und Leistungseinschätzung

        Häusliches Lernen erfordert die Dokumentation von Aufgaben­erfüllung, Lernwegen und Lern­ergebnissen. Dies ist Grund­lage für die zielgerichtete Planung von Lehr- und Lern­prozessen, Beratung und indi­vidueller Förderung.

        Geeignete Möglichkeiten dafür sind unter anderem:

        • Lerntagebuch,
        • Lernportfolio,
        • Wochenpläne und andere Lernpläne.

        Grundsätzlich sollten (für die Lernenden verständlich und handhab­bar) enthalten sein:

        • Zielstellungen für die (individuelle) Kompetenzentwicklung,
        • Möglichkeiten zur Selbsteinschätzung,
        • Rückmeldemöglichkeiten zu Aufgaben und Lernprozessen

        Ziele sollten möglichst mit den Lernenden gesetzt und besprochen werden.

        Selbsteinschätzung und Feedback sollten in den Präsenzunterricht und in individuelle Rückmeldungen einfließen.

        Weiterhin erfolgen:

        • Formen von Lernstandserhebungen bei ausschließlich häuslich Lernenden als Grundlage für Rückmeldungen zu Lernprozessen und Ergebnissen, Beratung und für die weitere Lehr- und Lern­planung ohne Bewertung durch Noten,

        Leistungsfeststelllungen im Präsenzunterricht mit Bezug zu den Aufgaben des häuslichen Lernens.

         

      3.3 Besondere Aspekte der Kompetenzentwicklung beim häuslichen Lernen

      Häusliches Lernen zielt auf die Kompetenzentwicklung der Schülerinnen und Schüler ab, wie in den Thüringer Lehrplänen beschrieben. Es birgt besondere Herausforderun­gen und Chancen für die Entwicklung von Selbst-, Sozial- und Methodenkompetenz z. B. in Hinsicht auf die zeitliche und räumliche Organisation des Lernens zu Hause, das Aufgabenverständnis, die Selbstkontrolle, die Selbsteinschätzung, das Nutzen von Lernhilfen, Informationsquellen und digitaler Medien. Es erfordert die Weiterentwicklung der Lese-, Kommunikations- und Medienkompetenz, um Aufgabenstellungen zu verste­hen, sich zu informieren, Fragen zu stellen und zu klären sowie Feedback zu geben und zu nehmen.

       

      • Rhythmisierung und Lernumgebung h4

        Erfolgreiches häusliches Lernen wird durch eine sinn­volle Rhythmisierung und eine vorbereitete häusliche Lern­umgebung unterstützt. Das erfordert selbstständiges und eigenverantwortliches Handeln der Lernenden. Dies muss in den Präsenzphasenaufgegrif­fen und thematisiert werden.

        Mit den Schülerinnen und Schülern muss über die Rhythmisie­rung und die gestaltete Lernumgebung beim häuslichen Lernen gesprochen werden. Dabei sind deren Erfahrungen und Probleme einzubeziehen.

        Im Sinne des Methodenlernens werden gemeinsam mit den Lernenden Checklisten zur häuslichen Lernumgebung sowie Tipps für die Rhythmisierung des Lernens zu Hause erarbeitet.

        Es wird empfohlen, diese Checklisten und Tipps auch den aus­schließlich häuslich Lernenden und deren Eltern sowie ggf. auf der Schulhomepage zur Verfügung zu stellen.

        Diese und weitere Themen im Zusammenhang mit dem häusli­chen Lernen (z. B. Geben und Nehmen von Feedback, Aufgaben­verständnis, Selbstkontrolle) sollen regelmäßig, wiederholt und reflektierend mit den Schülerinnen und Schülern besprochen und methodisch eingeübt werden.

        Die Lernenden müssen mit der Nutzung der Thüringer Schulcloud und anderer digitalen Medien vertraut gemacht werden.

        Im Kollegium ist festzulegen, wer diese Aufgaben in den Lern­gruppen bzw. mit einzelnen Lernenden übernimmt. Dabei sind verlässliche Ansprechpartner und Strukturen zu gewährleisten.

      3.4 Beziehungsgestaltung und Kommunikation mit Lernenden

      Die Aufrechterhaltung von Beziehungen und Kommunikation ist beim häuslichen Lernen besonders wichtig und herausfordernd. Die Lernenden brauchen hinsichtlich der Aufgabenerteilung, der bedarfsgerechten Unterstützung beim häuslichen Lernen, der Rückmeldungen zu den Arbeitsergebnissen und des Aufgreifens häuslicher Lernauf­gaben im Präsenzunterricht verlässliche und verbindliche schulische Ansprechpartner und Kommunikationswege. Diese müssen in der Schule festgelegt und sichergestellt werden.

       

      • Damit die Lernenden die Auf­gabenstellungen, so diese nicht im Präsenzunterricht erfolgen, möglichst selbststän­dig erfassen und bearbeiten können, müssen diese gebün­delt und planvoll hinsichtlich der Zeitpunkte und Wege erfol­gen.

        Empfohlen wird z. B.:

        • Lernpläne bzw. Aufgabenpakete für mehrere Fächer in geeigne­ter Form zusammenzustellen (z. B. Ordner, Mappen, Material­boxen),
        • Ordnungssysteme auch bei Aufgabenstellungen in digitaler Form zu nutzen,
        • feste Übergabetermine, Übergabeorte und Wege zu vereinbaren (z. B. zur Abholung in der Schule, zur Übersendung per E-Mail, zur Einstellung auf der Lernplattform, zur Überbringung durch einen Boten).

        Den meisten Lernenden ist der Kontakt zu den Lehrkräften und zu den Mitschülerinnen und Mitschülern sehr wichtig. Auch für längere Phasen des häus­lichen Lernens gibt es Möglich­keiten, dies zu unterstützen.

        Kontaktmöglichkeiten können beispielsweise sein:

        • Videobotschaften der Lehrkräfte für die Lernenden,
        • verbindliche Telefonzeiten der Lernenden mit Lehrkräften,
        • Telefonkonferenzen,
        • Videokonferenzen, virtueller Austausch zwischen der Lehrkraft und einzelnen oder mehreren Lernenden,
        • virtueller „Morgenkreis“ am Wochenanfang oder zum Abschluss,
        • virtuelle Teilnahme am Präsenzunterricht für einzelne Lernende oder Lerngruppen

        Unterstützung von Lernenden in besonderen Situationen

        Es gibt Schülerinnen und Schüler, die besonderer Auf­merksamkeit und Unter­stützung bedürfen. Ein beson­derer Unterstützungsbedarf wird im Einzelfall von der Schulleitung in Absprache mit der Klassenleitung sowie ggf. unter Einbeziehung der Schulsozialarbeit entschieden.

        Unterstützungsmaßnahmen können sein:

        • verstärkter Präsenzunterricht,
        • Bereitstellung von Räumen und Betreuungspersonal für das „häusliche“ Lernen in der Schule,
        • Zusammenwirken der verschiedenen pädagogischen Professio­nen in der Schule bezüglich der Aufgabenstellungen, der Lern­begleitung, der Betreuung und der Zusammenarbeit mit den Elternhäusern,
        • Zusammenwirken mit außerschulischen Bildungspartnern,
        • Aufgabenstellungen mit individueller Passung,
        • Bereitstellung von Lernmitteln.

      3.5 Anforderungen an die Schulen

      Der Wechsel zwischen Präsenzlernen in der Schule und schulisch angeleitetem Lernen zu Hause bedeutet eine Änderung der Bedingungen, unter denen die Schulen ihren Bildungs- und Erziehungsauftrag erfüllen. Konzepte, Strukturen, Aufgaben und deren Verteilung sowie Zusammenarbeitsformen und Kommunikationskultur müssen in dieser Situation zielgerichtet genutzt, angepasst oder entwickelt werden.

       

      • Die Schulleitung trägt Verant­wortung dafür und gewähr­leistet gemeinsam mit dem Kol­legium, bezogen auf das häus­liche Lernen und dessen Kontext, dass

        • aktuelle rechtliche Reglungen kommuniziert und umgesetzt werden,
        • Arbeitsaufgaben unter Beachtung der verschiedenen pädagogi­schen Professionen verteilt werden,
        • besondere Qualifikationen und Fähigkeiten sowie Arbeitsumfang und Belastbarkeit bei der Einsatzplanung des pädagogischen Personals Beachtung finden,
        • bewährte Gremien wie Lehrerkonferenz, Klassenkonferenz, Fachkonferenz und Schulkonferenz rechtskonform und sach­gerecht für Abstimmungsprozesse und Zusammenarbeit genutzt werden,
        • Gremien der Elternarbeit und der Schülermitwirkung einbezogen werden,
        • weitere Arbeitsstrukturen, wie z. B. feste Ansprechpartner auf Klassenstufenbasis, Kernteams bezogen auf Lerngruppen und einzelne Lernende, festgelegt werden,
        • Lerngruppen für den Präsenzunterricht und für das Lernen zu Hause pädagogisch sinnvoll gebildet werden,
        • der Wechsel zwischen häuslichem Lernen und Prä­senzphasen planvoll erfolgt und kommuniziert wird,
        • organisatorische und pädagogische Konzepte erstellt und weiter­geschrieben werden,
        • notwendige Schwerpunktsetzungen zu Lerninhalten und Zielen der Kompetenz­ent­wicklung abgestimmt werden,
        • die Qualität der pädagogischen Arbeit, z. B. hinsichtlich geeigne­ter Aufgabenstellungen, digitaler Lernangebote oder der Kommunikation mit Lernenden und Eltern, sichergestellt ist,
        • Lehrkräfte und weitere pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter regelmäßig Erfahrungen austauschen und Fortbil­dungsmöglichkeiten erhalten,
        • eine verlässliche Erreichbarkeit der Schulleitung und der Lehr­kräfte untereinander sowie für die Eltern und Lernenden unter Wahrung des Gesund­heits- und Datenschutzes gewährleistet ist.

      3.6 Zusammenarbeit mit den Eltern

      Die wichtigsten Bildungs- und Erziehungspartner der Schulen sind die Eltern. Sie haben das Recht auf Information, Beratung und Mitwirkung. Bei den konzeptionellen Überle­gungen der Schule zum Wechsel von Präsenzunterricht und Lernen zu Hause sind neben der Zusammenarbeit mit den einzelnen Eltern die rechtlich geregelten schuli­schen Formen und Gremien der Elternarbeit und -mitwirkung einzubeziehen.

       

      • Hinsichtlich des häuslichen Lernens kommen den Eltern insbesondere folgende Aufga­ben zu:

        • gute Voraussetzungen für das Lernen zu Hause schaffen
        • die Selbstständigkeit ihrer Kinder fördern
        • eine sekundär unterstützende Rolle übernehmen.

        Die Eltern können das häus­liche Lernen weniger gut unterstützen, wenn

        • die Lernenden durch die Quantität und/oder Qualität der Aufga­benstellungen für das häus­liche Lernen unterfordert bzw. über­fordert sind,
        • die Lernenden die Aufgaben nicht selbstständig erfassen und lösen können,
        • die Lernergebnisse durch die Schule nicht wahrgenommen und gewürdigt werden,
        • zu wenig Rückmeldung und Kontakt durch die Schule erfolgt,
        • Aufgabenstellungen zu den verschiedensten Zeitpunkten, von verschiedensten Personen auf verschiedensten Wegen über­mittelt werden, sodass Unübersichtlichkeit entsteht,
        • im Falle von Fragen und Problemen Ansprechpartner und Kommunikationswege unklar sind,
        • es an Aufgabenstellungen fehlt, die die Lernenden motivieren.

        Daraus ergeben sich Schlussfolgerungen für die Arbeit der Schulen. Es ist notwendig, dass

        • die Aufgabenstellungen im Präsenzunterricht gut vorbereitet werden,
        • die Ergebnisse des häuslichen Lernens in den Präsenzunterricht einfließen oder auf andere Weise Beachtung finden,
        • die Aufgabenstellungen individualisiert und passgerecht aufberei­tet und so für die Lernenden selbstständig erfassbar und durch­führbar sind,
        • ein angemessener Umfang der Aufgabenstellungen gewährleistet ist,
        • beim häuslichen Lernen in der Regel bekannte und gefestigte Auf­gabenformate aufgegriffen werden,
        • Aufgabenstellungen möglichst aktivierend und mit Lebenswelt­bezug erfolgen,
        • es auch neigungsgerechte Lernangebote und Wahlmöglichkeiten gibt,
        • die Verfügbarkeit von Medien und Materialien im häuslichen Umfeld beachtet wird,
        • die Aufgabenübermittlung hinsichtlich der Zeitpunkte, Wege, Formen und Formate abgestimmt erfolgt,
        • die Vorgehensweisen für die Übermittlung von Aufgaben, Infor­mationen und Rückmeldungen verlässlichen Abläufen folgen,
        • den Eltern schulische Ansprechpartner bekannt sind und regel­mäßig zur Verfügung stehen,
        • die Gremien der Elternmitwirkung rechtskonform und unter­stützend einbezogen werden.
        • die Eltern im Bedarfsfall Beratung und Unterstützung erhalten, z. B. durch Beratungslehrkräfte, Förderpädagogen, Lehrkräfte für DaZ, aber auch von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Schulsozialarbeit, Schulpsychologie, dem Jugendamt, gemein­nützigen Vereinen und anderen Bildungspartnern.

        Die Schulen unterstützen die Eltern bei der Gestaltung des Lernens zu Hause:

        • durch die Stärkung der Selbstwirksamkeit der Lernenden z. B. über Methodentraining in der Schule,
        • über die Informationen auf der Homepage der Schule,
        • durch spezifische Hinweise (z. B. zur Vorbereitung des Arbeits­platzes), welche direkt in die Aufgabenstellungen integriert sind,
        • in Form von Elternbriefen,
        • im Rahmen von Elternabenden,
        • durch Elterngespräche und individuelle Beratungen,
        • durch die Gewährleistung verlässlicher Zeiten und Kommunikations­wege für den Kontakt der Eltern mit der Schule,
        • durch die Bereitstellung kleiner Rituale sowie auflockernder Spiele, Bewegungsübungen und Lieder für die häusliche Lernzeit.

         

      4 Digitale Schulkulturen entwickeln

      Das Thüringer Schulwesen gestaltet sich rasant um und stellt sich den bildungs- und gesundheitspolitisch notwendigen Veränderungen. Dabei spielen die Digitalisierung von Lehr- und Lernprozessen, die Erweiterung der Lernumgebung auf den häuslichen und den virtuellen Raum sowie die Anwendung onlinebasierter Unterrichtsgestaltungs­formate eine entscheidende Rolle. Die erfolgreiche Entwicklung eines digitalen Schul­lebens und die Gestaltung einer digitalen Schulkultur fußen auf dem Zusammenspiel unterschiedlichster Handlungsfelder.

        4.1 Lehr- und Lernprozesse im virtuellen Raum

        Mit der zunehmenden Digitalisierung vervielfältigen sich die Möglichkeiten der Gestal­tung pädagogischer Settings. Digitalisierung erfordert nicht nur, sondern ermöglicht vor allem neue/andere Organisations-, Lehr- und Lernkulturen.

         

        • Aufgrund des in hohem Maße möglichen individuellen und selbstgesteuerten Lernens kann Unterricht deutlich unabhängiger von tradierten zeitlichen, räumlichen und perso­nellen Organisationsformen gestaltet werden. Insbesondere im Bereich des häuslichen Lernens lässt es das digitalisierte Lernen zu, den Zeitpunkt des Arbeitens selbst zu wählen, Pausen selbst festzulegen und den Tagesrhythmus, soweit möglich, selbst zu gestalten. Das gilt für die Lernenden ebenso wie für die Arbeit der Lehrkräfte und ist zugleich Chance und Herausforderung.

          Der sinnvolle Einsatz digitaler Medien in Lernsettings wird maßgeblich davon bestimmt, welches Lernkonzept zugrunde liegt. Prinzipiell lässt sich jedes Lernkonzept mit digita­len Medien anreichern. Es gibt jedoch Szenarien, in denen sich die Potentiale digitalen Lernens besser entfalten können, als in anderen. Angepasst an die Bedingungen können digitale Medien als zusätzliche Option in den Lehr- und Lernprozess integriert werden oder als Ausgangspunkt zur Reflexion und Weiterentwicklung bestehender Lehr- und Lernkonzepte dienen.

          Ein in diesem Zusammenhang bereits vielfach erprobtes Konzept ist das des Flipped Classroom. Ebenfalls zu nennen ist das Konzept des Blended Learning, die Kombi­nation virtueller und nicht-virtueller Lernsettings und Methoden. Weiterführende Infor­mationen finden sich u. a. auf dem vom Leibnitz Institut für Wissensmedienbetreuten Portal e-teaching.org. Das Portal bietet wissenschaftlich fundierte und aktuelle Infor­mationen zu didaktischen, technischen und organisatorischen Aspekten des E-Learning.

          Insgesamt liegt das Potential digitalisierter Konzepte und Formate vor allem in der Per­sonalisierung und Flexibilisierung von Wissensvermittlung, -aneignung und -über­prüfung bei gleichzeitiger Erweiterung kommunikativer und kooperativer Aspekte des Arbeitens.

          Eine ausführliche Darstellung zu diesem Thema bietet die ThILLM-Publikation der Reihe Diskurs 2 mit dem Titel „Schulische Bildung im 21. Jahrhundert unter den Bedin­gungen von Digitalität – Entwicklungsperspektiven und nächste Schritte“.

          Der Nutzen der Digitalisierung liegt nicht in der Veränderung des Lernens selbst, wohl aber in der Veränderung der Lehr- und Lernkultur. Der Erziehungswissenschaftler Klaus Zierer charakterisiert das Lernen in seinem Artikel „Die Grammatik des Lernens“ durch fünf Punkte:

          • Lernen erfordert Anstrengung und Einsatz – unabhängig davon, ob mit analo­gen oder digitalen Medien gelernt wird.
          • Lernen erfordert Herausforderungen – Digitalisierung macht Lernen nicht ein­facher.
          • Lernen erfordert positive Beziehungen – Digitalisierung kann menschliches Feedback nicht ersetzen.
          • Lernen erfordert Motivation – digitale Medien steigern die Lernmotivation nicht langfristig.
          • Lernen erfordert Oberflächenverständnis – die schnelle Verfügbarkeit von Informationen ersetzt nicht den Erwerb von Faktenwissen.

          Lernen ist demnach ein aktiver, hochindividueller Prozess, der von außen lediglich angeregt, angestoßen und unterstützt werden kann. Bildungsprozesse zu gestalten und zu begleiten ist Aufgabe von Pädagoginnen und Pädagogen und benachbarten Profes­sionen, die als routinierte Lernbegleiter dem Bildungs- und Erziehungsauftrag gemäß Erfahrungsräume öffnen und Kompetenzerwerb ermöglichen.

          Die Gesellschaft für Informatik e. V. legt in ihrer Erklärung zur Bildung in der digital vernetzten Welt einen Kriterienkatalog fest, an dem sich Bildung sowie Lernen und Lehren zukünftig orientieren sollten (Vgl. GI, 2016). Hierzu zählen vor allem der Erwerb digitaler Fertigkeiten, ein Anwendungsbezug von vermittelten Inhalten sowie die Aus­bildung übergreifender und fachbezogener digitaler Kompetenzen (GI, 2016).

          In der Publikation "Die vier Dimensionen von Bildung" geht das Center for Curriculum Redesign (CCR) der Frage nach, was Schülerinnen und Schüler lernen sollten, damit sie adäquat für das Handeln im 21. Jahrhundert gerüstet sind. Das Framework versteht Lernen ganzheitlich. Die drei Dimensionen „Wissen“, „Skills“ und „Charaktereigen­schaften“ sind nicht isoliert betrachtet, sondern in eine vierte Dimension eingebettet, die für die Bildung im 21. Jahrhundert als bedeutsam angesehen wird: „Meta-Lernen“ oder „Lernen lernen“. Den eigenen Lernprozess zu reflektieren und gegebenenfalls anzu­passen, bereichert die Lernerfahrung (vgl. Fadel, C., Bialik, M. & Trilling, B. (2017). Die vier Dimensionen von Bildung: Was Schülerinnen und Schüler im 21. Jahrhundert lernen müssen. Hamburg: Verlag ZLL21 e. V., S. 75). Im Unterricht sollten alle vier Dimensionen mit­einander verzahnt sein. Wirksames Lernen ist folglich eine Verbindung der Elemente „Wissen“, „Skills“, „Charaktereigenschaften“ und „Meta-Lernen“ (vgl. ebd. S. 76-77).

           

        4.2 Schulorganisatorische Konzeption

        Hier helfen der Leitfaden zur Erstellung eines schulischen Medienkonzepts sowie das dazugehörige Arbeitsheft weiter. Darin sind konkrete Hinweise zur Medienbildung und Digitalisierung in der Schule formuliert, angelehnt an die Strategie der Kultusminister­konferenz (KMK) Bildung in der digitalen Welt, den Thüringer Bildungsplan bis 18 Jahre sowie die Thüringer Lehrpläne. Siehe auch Mediencurriculum.

         

         

        4.3 Ideen für die Unterrichtsentwicklung

        Die Mediothek im Thüringer Schulportal ist ein zentrales Angebot von digitalen Medien für alle Schulen im Freistaat und erweitert die regionalen Angebote der kommunalen Medienzentren.

         

         

        • Ergänzend zur TSP-Rubrik Online Lernen mit zahlreichen externen Angeboten werden in der TSP-Rubrik Materialbeispiele beispielhaft solche Lernobjekte (=Mate­rialcontainer) aufgeführt, die aufgrund ihrer Konfektionierung für den direkten Einsatz in der Thüringer Schulcloud sowie für das häusliche Lernen geeignet sind. Die Palette reicht von Aufgabensammlungen und Anleitungen über kind- und jugendgerechte Schriftwerke bis hin zu Zusammenstellungen audiovisueller Materialien.

          Impulsbeispiele geben Hinweise zur Umsetzung der Thüringer Lehrpläne im Unter­richt. Häufig beinhalten sie auch Aufgabenstellungen und Orientierungsaufgaben.

          Unter der Rubrik Aufgabensammlungen werden solche Lernobjekte aufgeführt, die zu einem großen Teil aus einzelnen Arbeitsblättern, Aufgabenkatalogen, Arbeitsheften oder Magazinen mit einem hohen Anteil an Aufgabenstellungen, Anleitungen und/oder Aktivitätsanregungen bestehen.

          In der Rubrik Videos und Audios werden Lernobjekte aufgeführt, die vorwiegend aus Videos (hier meist Erklärvideos) und Audioinhalten (Hörspiele, Podcasts, …) bestehen. Aber auch Lernobjekte mit Anleitungen und Hilfestellungen zum Erstellen eigener Videos und Audios werden genannt.

          Das Deutsche Schulportal stellt erfolgreiche Konzepte aus der Schul­praxis vor und bietet aktuelle Informationen und Beiträge rund um die Themen der schulischen Bildung.

          Der Deutsche Bildungsserve ist ein zentraler Wegweiser zum Bildungssystem in Deutschland und hält Informationsangebote zum Thema Bildung weltweit vor. Als Meta-Server verweist er primär auf Internet-Ressourcen, die u. a. von Bund und Ländern, der Europäischen Union, von Hochschulen, Schulen, Landesinstituten, Forschungs- und Serviceeinrichtungen und Einrichtungen der Fachinformation bereitgestellt werden.

           

        4.4 Professionell Unterstützende

        Eine wichtige Säule in der Professionalisierung der Lehrkräfte ist die Fort- und Weiter­bildung. Für den Bereich des Lernens in der digitalen Welt hat das ThILLM Fortbildungsmodule entwickelt, die von den Schulen genutzt werden können. Die Ansprechpersonen des ThILLM unterstützen mit ihren Netzwerken die Organisation und Durchführung.

         

         

        4.5 Solide Ausstattung und verlässliche Infrastrukturen

        Lernen in der digitalen Welt funktioniert nicht ohne die notwendige technische Basis. Für die Ausstattung der Schulen ist der jeweilige Schulträger zuständig. Auf der Grund­lage des Medienkonzepts der Schule schafft der Schulträger die entsprechende Tech­nik an. Auf der Grundlage der Förderrichtlinie können Schulträger die finanzielle Unterstützung aus dem DigitalPakt Schule beantragen. Dazu gehört auch die im Teil III der Richtlinie geregelte Wartung und Pflege der neu angeschafften Technik. Auf der Internet­seite des TMBJS sind alle für Thüringen relevanten Informationen zum DigitalPakt Schule zusammengestellt.

        Im Auftrag des TMBJS sind unterstützend Empfehlungen für die Ausstattung der Thü­ringer Schulen mit Informations-und Medientechnik erarbeitet worden.

         

         

         

        4.6 Bildungsmanagementsysteme

        Im Zuge der Digitalstrategie Thüringer Schule (DiTS) wird das Thüringer Schulportal zu einem landesweiten Bildungsmanagementsystem ausgebaut

        • Durch die Anbindung der Thüringer Schulcloud steht allen Schulen bereits seit März 2020 ein zeitgemäßes, cloudbasiertes Lernmanagementsystem zur Verfügung.

           

          „Eine Lernplattform bildet zusammen mit dem Ausbau der sicheren WLAN-Infrastruktur und der Öffnung für (private und schulische) mobile Endgeräte zentrale technische Eck­pfeiler für die „Bildung in der digitalen Welt“. Die Plattform übernimmt in dieser Strategie die Rolle der zentralen, für alle Lehrkräfte und Schüler von überall und jederzeit zugänglichen und alltagstauglichen Informations- und Kommunikationsbasis. Wichtig ist dabei, dass eine Plattform nicht nur als individuelles Werkzeug genutzt wird, sondern die einzelne Schule als Institution den Mehrwert für ihre jeweiligen Ziele nutzen kann.“ (vgl. KMK (2016), S. 40)

           

        4.7 Unterstützung und Vernetzung

        Im Freistaat Thüringen gibt es eine gewachsene Struktur der Zusammenarbeit jener Partner, die in der Medienkompetenzentwicklung Verantwortung tragen. Die Koopera­tionspartner agieren im Rahmen des Medienkompetenznetzwerks Thüringen. Dort betreiben sie in der Verantwortung der Thüringer Landesmedienanstalt (TLM) und des Thüringer Instituts für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien ein Inter­netportal als Übersichtsportal für Medienkompetenzentwicklung und -förderung in Thüringen. Ein wesentliches Ziel der Zusammenarbeit war und ist es, die Verbindung der Bereiche der Medienkompetenzvermittlung mit Aktiven der Medienwirtschaft zu stärken.

         

        • Zum Medienkompetenznetzwerke Thüringen zählen, neben anderen, der Landesfilm­dienst Thüringen e. V. und auch die an Thüringer Schulen tätigen Fachberatenden, insbesondere die Fachberatenden Medienkunde.

          Die „Kooperationsvereinbarung zur nachhaltigen Weiterentwicklung von Medienkompe­tenz in Thüringen“ wurde am 20. Februar 2017 unterzeichnet. Die Mitwirkenden* haben sich das Ziel gesetzt, Bewährtes fortzusetzen und die gemeinsamen Anstrengungen zur nachhaltigen Weiterentwicklung von Medienkompetenz zu intensivieren. Durch eine bessere Zusammenarbeit und Kooperation der Akteure im Freistaat sollen Synergien besser genutzt und die Anstrengungen zur Medienkompetenzentwicklung verstärkt werden.

          * Vertreterinnen und Vertreter des Thüringer Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport, des Thüringer Finanzministeriums, der Thüringer Staatskanzlei, des Thüringer Ministe­riums für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft, des Thüringer Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, des Thüringer Beauftragten für den Daten­schutz und die Informationsfreiheit, der Thüringer Landesmedienanstalt und des ThILLM.

           

        4.8 Rechtsverbindlicher Rahmen

        Beim Arbeiten in digitalen Umgebungen und mit digitalen Medien werden Daten unterschiedlichen Rangs verarbeitet. Den Umgang damit regelt die Europäische Daten­schutzgrundverordnung (DSGVO). Auf den Seiten des Thüringer Landesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (TLfDI) finden sich Hinweise speziell für den Thüringer Bildungsbereich.

        Das TMBJS stellt den Thüringer Lehrkräften neben einer Broschüre Datenschutz in Schulen auf seinen Internetseiten auch eine ständig aktualisierte FAQ-Liste zum Thema Datenschutz zur Verfügung.

         

        4.9 Arbeiten mit der Thüringer Schulcloud

        Bereits mit der Umsetzung der vom Thüringer Kabinett im Dezember 2018 beschlos­senen Digitalstrategie Thüringer Schule – DiTS hat sich Thüringen auf den Weg gemacht, digital gestütztes Lernen in den Schulen des Landes zu etablieren. Mit dem Ausbau der Thüringer Schulcloud geht der Freistaat nun einen weiteren Schritt.

         

        • Allen teilnehmenden Thüringer Schulen steht mit der Thüringer Schulcloud ein Instru­ment zur Verfügung, das sowohl die Individualisierung von Lehr- und Lernprozessen als auch Kooperation und Kollaboration ermöglicht und Open Educational Resources (OER) zur Gestaltung von Inhalten zur Verfügung stellt. Die Thüringer Schulcloud will als cloudbasiertes, landesweit vernetztes Lernmanagementsystem einen Beitrag zur Schul- und Unterrichtsentwicklung im Zuge der Digitalisierung leisten.

          Hier können kollaborative Formate adäquat eingestellt und durchgeführt werden, bei denen auch eine gewisse Offenheit in der Ergebnispräsentation eingeräumt wird. Materialien wie Audio-, Text- oder Videobeiträge können erstellt, geteilt und/oder gemeinsam bearbeitet werden. Zudem bietet die Thüringer Schulcloud einen geeig­neten virtuellen Raum für projektorientiertes sowie fächerübergreifendes und fächer­verbindendes Arbeiten.

          Gestaltung von Lehr- und Lernprozessen

          • Virtuelle Räume zur Erstellung von Lehr- und Lernangeboten, auch Kurse genannt, können in verschiedenen Unterrichtsphasen eingesetzt werden. Sie sind für Erarbeitungsphasen, aber auch für Übungsphasen einsetzbar. In den Kursen können ganze Stoffeinheiten und fachübergreifende Projekte abgebil­det werden.
          • Der Editor, in dem Inhalte für Teams und Kurse eingegeben und bearbeitet werden können, ermöglicht eine große Freiheit in der Gestaltung eigener Inhalte.
          • Es können unterschiedliche externe webbasierte Inhalte, wie Audio-, Video- und Bildmaterial eingebunden werden.
          • Kurse können kopiert und editiert werden (Inhalte kürzen, Aufgaben variieren, Lösungshilfen integrieren), damit lassen sich Lernprozesse anpassen und unterstützen.
          • Durch den zeit- und ortsunabhängigen Zugriff werden Lernprozesse individua­lisiert und Formen des kollaborativen Arbeitens werden ermöglicht.
          • Individuelles und direktes Feedback über Tools wie die Videokonferenz oder den Messenger können den Lernprozess der Schülerinnen und Schüler unmit­telbar begleiten.
          • Videokonferenzen können für Instruktionen, Klassenkonferenzen, Gruppen­arbeiten oder individuelle Schüler-Lehrergespräche eingesetzt werden.

          Kooperationen und Kollaboration

          • Nutzerinnen und Nutzer der Thüringer Schulcloud können sich mithilfe der Team-Funktion mit anderen registrierten Personen vernetzen. Dies ist den Teilnehmenden in einem Team möglich, indem sie z. B. über die Messenger­funktion oder die Videokonferenz kommunizieren. Zudem können Neuigkeiten direkt im jeweiligen Team platziert werden und Dateien geteilt und gemeinsam bearbeitet werden.
          • Registrierte Nutzende können innerschulische und schulübergreifende Teams bilden. Innerhalb eines Teams kann ein gemeinsamer Materialienpool zur Unterrichtsvorbereitung entstehen.
          • In der Thüringer Schulcloud erstellte Kursinhalte sowie komplette Kurse lassen sich mit anderen Nutzern über einen generierten QR-Code oder einen Kurscode teilen. Zudem kann direkt über einen Einladungslink zum jeweiligen Kurs eingeladen werden. Für abgelegte Dateien kann über einen Freigabe-Link der Zugriff gewährleistet werden.
          • Über den Messenger und das Videokonferenztool kann synchron (z. B. über Videokonferenz) und asynchron (z. B. über das Hochladen von Dokumenten in den Kurs- oder Teamordnern) zusammengearbeitet werden.
          • Zu einem im Thüringer Schulcloud erstellten Kurs können weitere unterrich­tende Lehrkräfte und Vertretungslehrer hinzugefügt werden.

          Kommunikation

          • Über den Messenger und das Videokonferenztool kann synchron (z. B. über Videokonferenz) und asynchron (z. B. über Kurse) kommuniziert werden.
          • Zu einem, in der Thüringer Schulcloud erstellten Kurs können weitere unter­richtende Lehrkräfte und Vertretungslehrer hinzugefügt werden.

          Professionalisierung

          • Für Nutzerinnen und Nutzer der Thüringer Schulcloud sind Fortbildungen in Form von verschiedenen eLearning-Angeboten vorgesehen. Schwerpunkt wird die Arbeit mit der Thüringer Schulcloud sein. Hierbei geht es um allgemeine und spezifische Funktionalitäten sowie Hinweise zur Implementierung und Anwendung. Weiterhin werden potenzielle Einsatzszenarien thematisiert, um die Thüringer Schulcloud direkt im Unterrichtsalltag anwenden zu können. Dies korrespondiert mit übergreifenden Ansätzen, die sich mit der Herausbildung von digitalen Kompetenzen auseinandersetzen sowie dem 4-K-Modell oder dem 21st century-skills-Modell.
          • Neben verschiedenen begleiteten eLearning-Angeboten werden auch Erklär­videos, Grafiken und Infotexte für die eigenständige Erschließung bereit­gestellt.
          • Die Team-Funktion ermöglicht den thüringenweiten, schulübergreifenden Erfahrungsaustausch (z. B. Vernetzung von Fächergruppen, Steuergruppen, Arbeitsgruppen).

          Feedback

          • Feedbackoptionen sind generell über die Messengerfunktion sowie das Hoch­laden von Dateien in Kursen und Teams möglich.
          • Innerhalb von Videokonferenzen in Kursen oder Teams besteht die Möglich­keit, einen persönlichen Status zu setzen und individuell auf präsentierte oder besprochene Inhalte zu reagieren.
          • Ebenso lässt sich in Videokonferenzen der Chat als unmittelbares Feedback-Werkzeug nutzen.
          • Über in Videokonferenzen eingebaute Direktumfragen sind Austausch und das Einholen von Rückantworten unmittelbar möglich.

          Unterstützung

          • Fachberatende sowie Beraterinnen und Berater für Schulentwicklung werden zukünftig schulinterne Beratungen mithilfe der Thüringer Schulcloud und der integrierten Teamfunktion sowie dem Videokonferenztool durchführen können. 
          • Dies umfasst die Darstellung der Gestaltung von Lerneinheiten mit digitalen und analogen Lernmitteln und Materialien sowie die Beratung bei Fragen zur Schulentwicklung.

           

        Glossar

        • 4-K-Modell

          4-K steht für: Kommunikation, Kollaboration, Kreativität und kritisches Denken. Diese Kompetenzen sind für Lernende in der heutigen Zeit von zentraler Bedeutung. Sie stellen die Voraussetzungen für wirksames Lernen dar. Die 4-K sind nicht voneinander getrennt zu betrachten und gehören zu den Kernkompetenzen der Zukunft (21st Century Skills).  Der Begriff ist im deutschsprachigen Raum vornehmlich geprägt worden von Andreas Schleicher, dem Leiter der Direktion Bildung und Kompetenzen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).

          21st Century-Skills-Modell

          Das Modell fasst verschiedene, im Lernprozess zu entwickelnde Kenntnisse, Fähigkei­ten, Arbeitsgewohnheiten und Charaktereigenschaften zusammen, die für die Arbeits- und Lebenswelt des 21. Jahrhunderts wichtig werden können.

          Adaptives Lernen

          Adaptives Lernen ist das Prinzip einer auf Nutzungsdaten basierten, personalisierten Lernerfahrung für Schülerinnen und Schüler. Dabei passen sich Lernpfade an die Inter­aktionen und das nachgewiesene Leistungsniveau eines Lernenden an und antizipieren anschließend, welche Inhalte, Hilfe- und Aufgabenstellungen der Lernende zu einem bestimmten Zeitpunkt benötigt, um Fortschritte zu erzielen.

          Aktive Medienarbeit

          Die aktive Medienarbeit stellt eine Methode der handlungsorientierten Medienpädago­gik dar. Sie findet zu einem konkreten Thema zumeist in Kleingruppen statt, setzt an der Lebenswelt der Teilnehmenden an und zielt darauf ab, einen bestimmten Gegen­standsbereich (z. B. Drogensucht) zu durchdringen und die eigene Handlungsfähigkeit bei der Erstellung eigener Medienprodukte zu stärken. Relevante Umsetzungsmöglich­keiten bieten Medien wie Druck, Foto, Ton, Video, Computer, Multimedia und Internet.

          Asynchrone Nutzung

          Formen der Bereitstellung von Informationen und des Zugriffs auf Informationen, die keine gleichzeitige Interaktion mit anderen Benutzern erfordern. Foren, Blogs, E-Mails, Website-Links usw. werden als asynchron bezeichnet.

          Augmented Reality

          Mit Hilfe von Augmented Reality (erweiterter Realität) wird ein Abbild der Realität (z. B. über eine Smartphone-Kamera) um digitale Zusatzinformationen erweitert. Im Gegen­satz zur virtuellen Realität, die eine völlig künstliche Umgebung schafft, nutzt die "erweiterte Realität" die bestehende Umgebung und überlagert diese mit erweiterten Informationen. Dies können im schulischen Kontext z. B. gedruckte Materialien oder Lehr- und Arbeitsbücher sein, die mit interaktiven Übungen oder Videos überlagert werden.

          Barrierefreiheit – Barrierearmut

          Barrierefreiheit bzw. Barrierearmut bezeichnet die Maßgabe, das Design von Apps, Geräten, Materialien und Arbeitsumgebungen so zu gestalten, dass sie allen Lernenden den Zugang und die Nutzung ermöglichen. Dies umfasst zum einen die Nutzung durch Schülerinnen und Schüler mit Beeinträchtigungen aber auch die Berücksichtigung individueller Lernbedürfnisse von Schülerinnen und Schülern in ländlichen Regionen, Schülerinnen und Schülern aus wirtschaftlich benachteiligten Familien und Schülerin­nen und Schülern mit Deutsch als Fremdsprache. In all diesen Fällen kann die Techno­logie die Zugänglichkeit unterstützen, z. B. mittels Sprachausgabe, individuellen opti­schen Anpassungsmöglichkeiten, Möglichkeiten der Differenzierung, adaptiven Übungsformen und weiteren assistierenden Technologien.

          Bildungsmanagement - Bildungsmanagementsysteme

          Unter dem Begriff Bildungsmanagement versteht man Aktivitäten in Bildungseinrichtun­gen, mit deren Hilfe Lehr- und Lernprozesse initiiert, geplant, durchgeführt und ausge­wertet werden. Bei einem Bildungsmanagementsystem handelt es sich um Software, mit deren Hilfe die Umsetzung dieser Aktivitäten unterstützt wird, z. B. das Thüringer Schulportal.

          Bildungsmedien

          Bildungsmedien sind Träger und Vermittler gesellschaftlich relevanten Wissens und sind somit wesentlicher Bestandteil der Wissenskonstruktion, -vermittlung und -aneig­nung. Es sind Medien, die im Kontext eines explizit formulierten Bildungsauftrages her­gestellt und verwendet werden. Sie sind didaktisch strukturiert, d.h. sie sind an unter­richts-/ bildungsrelevanten Zielen orientiert, berücksichtigen die Voraussetzungen der jeweiligen Adressatengruppe(n) und sind inhaltlich und formal auf Lehr-/ Lernsituatio­nen ausgerichtet. Konkret sind sowohl textliche, bildliche, auditive aber auch audiovisu­elle Medien oder Mischformen davon sowie die daran geknüpften Praktiken gemeint.

          Blended Learning – hybrides Lernen

          Der Begriff umfasst die Kombination verschiedener Lernszenarien und didaktischer Methoden, beispielsweise die Kombination von Präsenzunterricht und E-Learning, die genau aufeinander abgestimmt werden (hybrides Lernen). Ziel ist dabei die Verwen­dung geeigneter Technik zum Erwerb von Wissen und Fertigkeiten, die Maximierung des Informationsaustausches zwischen Lernenden und Lehrenden (in der Präsenzzeit) sowie außerhalb von Präsenzzeiten den Kontakt z. B. über Online-Plattformen zueinan­der zu ermöglichen. https://www.e-teaching.org/lehrszenarien/blended_learning

          Breitbandanschluss

          Unter Breitbandanschluss versteht man allgemein einen leistungsfähigen Internet­anschluss. Abhängig vom geplanten Netzwerk muss eine Breitbandanbindung entspre­chende Datenübertragungsraten ermöglichen.

          Bring your own device (BYOD)

          Unter BYOD versteht man die Integration von privaten mobilen Geräten wie Notebooks, Tablets und Smartphones in Netzwerke. Im Kontext der digitalen Bildung und Ausbil­dung beschreibt es die Integration von privaten mobilen Geräten in die Netzwerke von Unternehmen und Anbietern von Aus- und Weiterbildungen zur Nutzung digitaler Lern­programme und Lernumgebungen sowie in der Regel einen Zugang zum Internet.

          Datenschutzgrundverordnung

          Die Datenschutzgrundverordnung oder auch DSGVO ist der europäische Gesetzkanon, der die Verwendung personenbezogener Daten regelt. Die DSGVO wird durch bundes- sowie landesrechtliche Regelungen untersetzt. Für den Einsatz von Lehr- und Lernmit­teln in digitaler Form sowie den Umgang mit anderen digitalen Medienangeboten (Kommunikation, Wissenstransfer oder Mediengestaltung) sind die bestehenden Vorgaben zu beachten bzw. Rechtssicherheit zu schaffen.

          Devices

          Devices ist die aus dem Englischen in den deutschen Sprachgebrauch übernommene Bezeichnung für digitale Endgeräte, wie z. B. Tablet, Smartphone oder auch Notebook.

          DigCompEdu/ Digitale Kompetenzen Lehrender

          Der „DigCompEdu“-Kompetenzrahmen ist ein europäischer Bezugsrahmen für die Beschreibung digitaler Kompetenzen von Lehrenden. Der Kompetenzrahmen richtet sich an Lehrende aller Bildungsstufen, von der frühen Kindheit bis hin zur Hochschul- und Erwachsenenbildung; er betrifft sowohl die allgemeine als auch die berufliche Bildung, die Sonderpädagogik und alle nicht formalen Lernkontexte. DigCompEdu stellt einen allgemeinen Bezugsrahmen zur Entwicklung digitaler Kompetenzmodelle zur Verfügung - für Mitgliedstaaten, regionale Regierungen, nationale und regionale Agen­turen, Bildungsstätten selbst und öffentliche oder private Berufsbildungsträger.

          Digitalisierung

          Digitalisierung ist ein weit gefasster Begriff, der die technologische Entwicklung multi­funktionaler Geräte und Dienste sowie allgemeine Strukturwandlungsprozesse im Medienbereich beschreibt. Über die Nutzung digitaler Anwendungen verändert sich die Art zu leben und zu arbeiten sowie das zwischenmenschliche Kommunikations- und Informationsverhalten. Digitalisierung beeinflusst die moderne Lebenswirklichkeit und durchdringt auch das Bildungswesen. Dies betrifft insbesondere das Verständnis davon, wie Bildungsprozesse zukünftig stattfinden und welche Kompetenzen dafür nötig sind. Daraus ergeben sich die Anforderungen, denen das Bildungssystem diesbe­züglich genügen muss.

          Digitalpakt Schule

          Der Digitalpakt Schule ist ein dreiteiliges Infrastrukturprogramm, mit dem Bund und Länder u. a. die Ausstattung der Schulen mit digitaler Technik voranbringen wollen.

          Digitale Unterrichtsmedien

          Digitale Unterrichtsmedien bieten lehrplankonforme Lerneinheiten, deren Auswahl und Reihenfolge frei wählbar sind. Sie bieten unterschiedlichste Möglichkeiten zur Individualisie­rung und Verknüpfungen mit zusätzlichen Materialien für den Unterricht, Hausaufgaben und Prüfungsvorbereitung auf Basis der Lerneinheiten. Dabei spielt die Unterstützung mittels direkter Feedbackfunktionen, variierender Übungstypen, gestuf­ter Hilfen, koordinierter und kooperativer Aufgaben, medialer Inhalte, wie z. B. Lern­videos etc., und Simulationsverfahren eine wesentliche Rolle. Sie vereinen folglich Texte, multimediale Inhalte und interaktive Übungen für autonomes, selbstentdecken­des, ggf. auch kooperatives, kompetenzorientiertes Lernen.

          E-Assessment

          Assessments sind Bewertungen und Beurteilungen. Sie dienen der Erfassung des Lern- und Leistungsstands. E-Assessments bieten die Kontrolle des Lernfortschritts auf rein digitalem Weg mittels automatischer Korrektur und der möglichen Einbindung digitaler Medien.
          https://www.european-agency.org/Deutsch/publications
          Sind Assessments prozessorientiert angelegt und erfolgen sie kontinuierlich, haben sie unterstützenden und beratenden Charakter und bilden die Grundlage für die Planungen der nächsten Lernschritte. Instrumente: Diskussionen, Beobachtungen, Selbst- und Peer-Assessment, Pro-Contra-Debatten, Beschreibung statt Bewertung, Dialog, Ab­fragen, Feedback, Bewertung ohne Noten, Lern-Portfolios, individueller Förderplan.
          Sind sie summativ (zusammenfassend) angelegt, bilden sie den Lern- und Leistungs­stand als Momentaufnahme ab und dienen der Erfassung von Informationen über das Leistungs­niveau und dem Vergleich mit festgelegten Zielvorgaben/Standards. Instru­mente: Prüfungen und Tests, Einstufung, Benotung, Abfragen, Beobachtung.

          Editierbare Materialien

          Editierbare Materialien unterstützen z. B. die Lehrkraft bei der Umsetzung eigener Ideen. Dabei sind die Materialien individuell anpassbar, didaktisch und methodisch überprüft und garantieren Rechtssicherheit. Sie ermöglichen eine intuitive Anpassung und Adaption, sind in einer Lerngruppe teilbar und unterstützen bei der Verankerung von Medienkompetenzen.

          E-Learning

          Mit dem Begriff E-Learning wird ein vielfältiges Arrangement elektronischer bzw. digita­ler Medien zum Lernen bezeichnet. Dabei kommen virtuelle Lernräume oder die Kombination aus Präsenz- und Onlinelernen (Blended-Learning) zum Einsatz. Umgangssprachlich wird darunter aber vorrangig das Lernen über das Internet verstan­den.

          Flipped Claasroom

          Flippped Classroom ist ein Lernszenario, innerhalb dessen sich die Lernenden zunächst eigenverantwortlich und im eigenen Lerntempo mit im virtuellen Raum bereit gestellten Bildungsangeboten auseinandersetzen. Diese Inhalte werden dann im Klassenverbund im Präsenzunterricht oder ebenfalls im virtuellen Raum mit der Lehr­kraft weiter thematisiert, vertieft und geübt.

          Game based Learning - Gamification

          Game based Learning beschreibt eine Form des spielerischen Lernens. Es soll vor allem motivierend wirken und Problemlösungsstrategien ermöglichen. Zur Unter­stützung der Motivation werden z. B. virtuelle Ranglisten und Belohnungen verwendet.
          Gamefication bezeichnet auch die Anwendung spieltypischer Elemente in einem spiel­fremden Kontext, beispielsweise um ein bestimmtes Verhalten zu fördern.

          Get your own device (GYOD)

          Hier werden den Schülerinnen und Schülern, anders als beim BYOD-Ansatz, ein oder mehrere Geräte von der Schule zur Verfügung gestellt. Im Fokus liegen hierbei die zentrale Administration und die sichere Verwaltung der Geräte und deren Einsatz.

          Hybrid-Apps

          Als Hybrid-Apps werden Applikationen bezeichnet, die für unterschiedliche Betriebs­systeme parallel konzipiert und programmiert werden. Dies bedeutet, sie laufen auf allen Systemen, sind aber ggf. in einigen Funktionen eingeschränkt.

          Informationssysteme

          In einem Informationssystem (IS) fasst man im weiteren Sinn die Technik (Hard- und Software), die Menschen und die Anwendungen zusammen, die Informationen erzeu­gen und/oder benutzen und durch Kommunikationsbeziehungen miteinander verbun­den sind. Dies wird auch als Informations- und Kommunikationssystem (IuK-System) bezeichnet.

          Interaktive Lerninhalte

          Als interaktive Lerninhalte werden z. B. Lernspiele oder interaktive Videos bezeichnet, die durch Entscheidungsabfragen unterschiedlich fortgeführt werden. Sobald Medien eine Handlungsaufforderung bzw. eine Dateneingabe (mündlich, schriftlich oder moto­risch) fordern, kann von einem interaktiven Medium gesprochen werden. Interaktive Lerninhalte nutzen dieses Prinzip zur Vermittlung und Festigung von Wissen sowie zur Kompetenzentwicklung. Dabei spielt die Unterstützung mittels direkter Feedback­funktionen, variierender Übungstypen, gestufter Hilfen, koordinierter und kooperativer Aufgaben, medialer Inhalte und Simulationsverfahren eine wesentliche Rolle.

          Interaktive Tafelbilder

          Interaktive Tafelbilder ermöglichen einen multimedialen Unterricht am Whiteboard, z. B. mit interaktiven Wandkarten und Atlanten, Übungssoftware, Filmen oder Multimedia-Sammlungen. Sie werden als Begleitmaterial von Verlagen angeboten oder können mit Hilfe entsprechender Software selbst erstellt werden.

          IT-Ausstattung

          Unter IT-Ausstattung versteht man allgemein die informationstechnische Ausstattung von Institutionen wie Schulen. Dabei geht es hier vorrangig um die vorhandenen End­geräte inklusive Peripherie und Systemsoftware. Synonym: Medienausstattung.

          IT-Infrastruktur

          Bei der IT-Infrastruktur geht es im Vergleich zur IT-Ausstattung um die logistische Anbindung wie Netzwerktechnik, Verkabelung, Lüftung bzw. Kühlung, Datenanschlüsse und auch das IT-Personal für Wartung und Verwaltung.

          Kollaboratives Lernen

          Kollaboratives Lernen bezeichnet das gemeinsame Lernen von Gruppen, offline oder online, unter Verwendung von Kollaborationswerkzeugen oder Social Media Platt­formen.
          Bei der Kollaboration arbeiten Personen oder Teams parallel gemeinsam an einem Teil des Endergebnisses. Der Unterschied zur Kooperation: Einzelne Mitarbeitende oder ein Team sind in die Produktion aller Ergebnisse eines Projektes involviert. Eine Kollabo­ration erfolgt dabei sequentiell, d.h. fortlaufend.
          https://www.twt.de/news/detail/kooperation-vs-kollaboration-das-sind-die-zentralen-unterschiede.html

          Kooperation

          Bei der Kooperation arbeiten einzelne Personen oder Teams an unterschiedlichen Teil­aufgaben des Endergebnisses. Das bedeutet, dass die jeweiligen Mitarbeiter oder Gruppen nicht an der Produktion aller Ergebnisse eines Projektes beteiligt sind. Die Bearbeitung erfolgt parallel.
          https://www.twt.de/news/detail/kooperation-vs-kollaboration-das-sind-die-zentralen-unterschiede.html

          Kritisch-reflexive Fähigkeiten

          Kritisch-reflexive Fähigkeiten gehören zu medienkompetentem Handeln und bezeich­nen in der Medienpädagogik die Kompetenzen von Mediennutzenden, Medien, deren Inhalte sowie die eigene Nutzung kritisch zu hinterfragen und sich selbst jederzeit zu reflektieren (z. B. Fake News oder Geschlechterklischees in sozialen Medien erkennen und durchschauen).

          Kursplan Medienkunde

          Der Kursplan Medienkunde für die Klassenstufen 5/6, 7/8 und 9/10 beschreibt Kompe­tenzerwartungen bezüglich einer grundlegenden und systematischen schulischen Medienbildung. Der Kursplan beinhaltet informatische und medienpädagogische Themenbereiche und ist die Grundlage des integrativen Kurses Medienkunde.

          Lernmanagementsysteme oder Lernplattformen

          Als Lernmanagementsystem (LMS) wird eine Applikation für computerbasiertes oder webbasiertes Lernen bezeichnet, z. B. die Thüringer Schulcloud. Durch die Erweite­rung ihrer Funktionalitäten zeichnet sich eine Entwicklung von Lernmanagement­systemen hin zu Bildungsmanagementsystemen ab. Diese vereinen Funktionen zur Organisation von Schulen, Klassen und Lerninhalten, Kommunikationswerkzeuge, die Bereitstellung von Lerninhalten, die Durchführung von Onlinetests, das Hochladen von Produkten/ Ergebnissen durch Schülerinnen und Schüler sowie Bewertungsfunktionen.

          Lernsoftware

          Dieser Begriff bezeichnet Software, die vorrangig zum Kompetenzerwerb bzw. zur Kompetenzerweiterung genutzt wird. Das können beispielsweise Sprachprogramme mit Lerneinheiten sein. Oftmals werden auch Wissensinhalte durch Spiele vermittelt. Der spielerische Ansatz soll die Motivation fördern, sich einem Thema zuzuwenden. Synonym: digitale Lernmedien.

          Lizenzrechte

          Lizenzrechte regeln die Nutzungszeit, den Nutzungsumfang und die Nutzungsart von z. B. Software, Kunst, Musik, geschützten Wissensinhalten und anderem geistigen Eigentum. Eine Lizenz kann dabei zeitlich begrenzt sein, auf einen Computer oder bspw. eine juristische Person limitiert und auch in ihrer Form (gedruckt, digital, für privat, für öffentlich, für das Internet) beschränkt sein. Werden Lizenzrechte (z. B. bei Soft­ware) nicht erworben, können die Urheber Schadensersatz geltend machen.

          Mediothek

          Mediathek bzw. Mediothek ist ein historisch v.a. von Bibliotheken geprägter Begriff, der das Angebot audiovisueller Medien beschrieb. Heute bezeichnet der Begriff primär über das Internet verfügbare und abrufbare Medien, insbesondere über die Angebote der Fernsehsender; im Kontext der Bildungsmedien die Medienangebote der Medien­zentren sowie die der Landesportale (Mediothek im TSP).

          Medienbildung

          Schulische Medienbildung versteht sich als dauerhafter, pädagogisch strukturierter und begleiteter Prozess der konstruktiven und kritischen Auseinandersetzung mit der Medienwelt. Sie zielt auf den Erwerb und die fortlaufende Erweiterung der Medien­kompetenz; also jener Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten, die ein sachgerechtes, selbstbestimmtes, kreatives und sozial verantwortliches Handeln in der medial gepräg­ten Lebenswelt ermöglichen. Sie umfasst auch die Fähigkeit, sich verantwortungsvoll in der virtuellen Welt zu bewegen, die Wechselwirkung zwischen virtueller und materieller Welt zu begreifen und neben den Chancen auch die Risiken und Gefahren digitaler Prozesse zu erkennen.

          Mediencurriculum

          Das Mediencurriculum stellt die Grundlage eines jeden Medienkonzepts dar. Darin ist dokumentiert, welche Kompetenzen in welchen Jahrgangsstufen von den Lernenden zu erlernen sind. Somit wird gewährleistet, dass Schülerinnen und Schüler Medien­kompetenz als fächerübergreifendes Bildungs- und Erziehungsziel erreichen. Die klare Formulierung der Kompetenzen dient der Qualitätsentwicklung des Unterrichts und soll die Unterrichtsvorbereitungen für Lehrkräfte erleichtern. Des Weiteren schafft es einen Orientierungsrahmen und integriert bestehende schulinterne Konzepte.

          Mediendidaktik

          Mediendidaktik ist ein Teilbereich der Didaktik und stellt den didaktisch geleiteten Einsatz von Medien in den Mittelpunkt. Ziel ist es, Medien sinnvoll in den Unterricht zu integrieren und einzusetzen, wobei der Medieneinsatz der pädagogisch-didaktischen Intention nachgeordnet sein sollte.

          Medienentwicklungsplan

          Der vom Bund gewählte Begriff Medienentwicklungsplan wird in Thüringen durch Schu­lisches Medienkonzept ersetzt.

          Medienerziehung

          Unter diesem Begriff lassen sich alle Aktivitäten und Überlegungen in Erziehung und Bildung zusammenfassen, die das Ziel haben, ein verantwortliches Handeln im Zusam­menhang mit der Mediennutzung und Mediengestaltung zu entwickeln. Die Medien­erziehung ist ein wichtiger Gegenstandsbereich der Medienpädagogik.

          Medienethik

          Mit diesem Begriff wird ein ganzheitlicher Verhaltenskodex in Bezug auf den Einsatz und die Nutzung von Medien, insbesondere digitaler Medien beschrieben. Aktuell liegt vor allem ein Fokus auf das verantwortungsvolle Handeln in sozialen Netzwerken. Auch wenn kein verbindlicher Wertekanon existiert, etablieren sich zunehmend Regeln und Routinen ethisch verantwortungsvollen Handelns. Medienethik soll diese Prozesse nicht nur gestalten und beschreiben, sondern auch vermitteln. Synonym: Medien­verantwortung.

          Medienkompetenz

          Der Begriff der Medienkompetenz wurde von Dieter Baacke in den 1970er Jahren geprägt. Im Mittelpunkt steht der Mensch, der die Fähigkeit entwickelt, alle Arten von Medien für eigene Ziele und Bedürfnisse einzusetzen. Medienkompetenz umfasst dabei vier Dimensionen: Medienkunde, Medienkritik, Mediennutzung und Medien­gestaltung (vgl. Baacke (1997). Inzwischen wurde der Begriff im Hinblick auf digitale Medien angepasst und aktualisiert. Heute sind u. a. Dimensionen des ethisch-verantwortungsvollen Handelns oder des kreativ-performativen Agierens im Internet ergänzt worden.
          https://www.mediasmart.de/medienpaedagogik

          Medienkonvergenz

          Medienkonvergenz bezeichnet die Verschmelzung von Funktionen verschiedener Medien und deren korrespondierende Anwendung. Über die Digitalisierung einzelner Mediengeräte und -anwendungen ist es möglich, multifunktionale, also medienübergrei­fende Geräte anzubieten. Bedeutendstes Beispiel sind derzeit Smartphone und Tablet, die sämtliche Einzelmedien und -anwendungen integrieren.

          Medienkritik

          Medienkritik ist eine Dimension von Medienkompetenz und meint die Fähigkeit, das vorhandene Wissen über Medien jederzeit zu reflektieren und zu erweitern. Dafür ist Hintergrundwissen über beispielsweise Mediensysteme notwendig, um Zusammen­hänge herstellen zu können. Außerdem ist jede Nutzerin und jeder Nutzer angehalten, das eigene Medienverhalten kritisch zu hinterfragen sowie zu reflektieren. Ebenso erreicht Medienkritik eine ethische Dimension, indem Medienentwicklungen sowie das eigene Handeln reflektiert und auf soziale Verantwortung hin, geprüft werden.

          Medienkunde

          Medienkunde ist eine Dimension der Medienkompetenz und befasst sich mit dem Wissen über aktuelle Medien und Mediensysteme. Damit ist zum einen die informative Dimension der Medienkunde gemeint und zum anderen die instrumentell-qualifikatori­sche Dimension, also die Fähigkeit, die Geräte sowie deren Funktionen zu kennen und nutzen zu können.

          Mediennutzung

          Mediennutzung ist eine Dimension der Medienkompetenz und bezieht sich darauf, dass beim Fernsehen, beim Computerspielen oder jeder anderen Mediennutzung Fähig­keiten erforderlich sind, um Inhalte aufzunehmen, zu verstehen und verarbeiten zu können.

          Medienpädagogik

          Medienpädagogik befasst sich mit der pädagogischen Bedeutung von Medien in unter­schiedlichen Bereichen wie Freizeit, Information, Bildung und Organisation u. a. Ziel ist die Förderung der Medienkompetenz von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen.

          Mediensozialisation

          Sozialisation bezeichnet die Interaktion zwischen dem Individuum und seiner Umwelt, die zur Entwicklung eines Mitglieds der Gesellschaft führt. Dabei setzen sich Heran­wachsende aktiv mit ihrer Umwelt auseinander und gestalten diese mit. Für die Bewäl­tigung von Entwicklungsaufgaben werden Medien genutzt, um Fertigkeiten und Kompetenzen zu entwickeln, die zum Leben in einer Gesellschaft notwendig sind. Mediensozialisation bei Kindern und Jugendlichen umfasst alle Aspekte, bei denen die Medien für die psychosoziale Entwicklung der Heranwachsenden eine Rolle spielen.

          Microlearning

          Microlearning ist das Aneignen von kleinen und kleinsten Lerneinheiten, die einen Zeit­umfang von ca. 10 Minuten nicht übersteigen. Sie sind in sich abgeschlossen und aus sich selbst heraus verständlich.

          Mobile Device Management

          Mithilfe eines Mobile Device Management (MDM) können mobile Endgeräte, wie z. B. Smartphones und Tablets, zentral verwaltet werden. Das schließt sowohl die Inventari­sierung als auch die Software- und Datenverteilung sowie den Schutz der Daten auf den Geräten mit ein. Auch die Verbindung mit Funknetzwerken kann darüber gesteuert werden.

          Mobiles Lernen

          Mobiles Lernen ist das Lehren und Lernen unter Verwendung mobiler Endgeräten ein­schließlich Mobiltelefonen (Smartphones). Im engeren Sinne bezeichnet mobiles Lernen das Prinzip des orts- und zeitunabhängigen Lernens.

          Multifunktionale Geräte

          Als multifunktional werden solche Geräte bezeichnet, die nicht nur eine Funktion erfül­len oder für ein einzelnes Programm geschaffen wurden. Beispielsweise wurde ein MP3-Player zum Abspielen von Musik in diesem Format erschaffen. Ein Smartphone ist ein multifunktionales Gerät, da es MP3-Player, Telefon, Computer, Taschenrechner, Kamera, Informationsquelle und Kalender/Notizbuch ist.

          Netzwerkadministration

          Dieser Begriff beschreibt die Verwaltung eines Netzwerkes, wie z. B. des Schulnetz-werkes. Dazu gehören die Vergabe von Nutzernamen und die Kontrolle zur Daten­sicherheit und technischer Funktionalität.

          Online-Plattform

          Unter einer Online-Plattform versteht man eine Website mit einer Datenbank zu einem speziellen Themengebiet, für eine spezielle Nutzergruppe oder einem bestimmten Zweck.

          Online-Diagnose-Tools

          Online-Diagnose-Tools ermöglichen den Lehrkräften, die Leistungsstände ihrer Schülerinnen und Schüler zu testen, zu analysieren und zu dokumentieren. Auf Basis der erhaltenen Daten werden dann entsprechende Materialien zur individuellen Förde­rung vorgeschlagen.

          Open Educational Resources

          Open Educational Resources (OER) sind freie Lerninhalte, die Lehrenden und Lernen­den im Internet unter einer freien Lizenz (i. d. R. Creative Commons) zur Verfügung stehen. Die Inhalte dürfen unter Nennung des ursprünglichen Autors verändert, ange­passt und weitergegeben werden. Festgelegte Standards (OER-Lizenzen) regeln den Umgang mit freien Lerninhalten.

          QR-Code

          Ein QR Code ist ein zweidimensionaler Barcode, den ein Fotohandy mit einer Reader-Software scannen kann, um Informationen für den Benutzer bereitzustellen, beispiels­weise einen Weblink.

          Schulisches Medienkonzept

          Die Erarbeitung eines schulischen Medienkonzepts ist ein schulisches Querschnitts­thema, das alle Bereiche der Schulentwicklung (Organisationsentwicklung, Personal­entwicklung, Unterrichtsentwicklung) betrifft. Es zielt fachbezogen und fächerüber­greifend auf die Unterstützung und Weiterentwicklung des Lehrens und Lernens, auf eine verbesserte Kommunikation und eine effektivere Schulorganisation.

          Streaming

          Streaming bezieht sich auf Video- und Audioinhalte, die als kontinuierlicher Datenstrom über das Internet heruntergeladen und bereits während dieses Ladevorgangs wieder­gegeben werden.

          Synchrone Nutzung

          Kommunikation wird synchron genannt, wenn die Teilnehmer beispielsweise einer Videokonferenz in Echtzeit interagieren.

          Thüringer Schulcloud

          Das Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (ThILLM) stellt die Cloud im Auftrag des TMBJS über das Thüringer Schulportal zur Verfügung. Mit der Thüringer Schulcloud gelingt es, Lehr- und Lernprozesse auf den virtuellen Raum zu erweitern und Unterricht digital zu unterstützen.

          Verschlüsselung

          Durch Verschlüsselung werden Daten derart umgewandelt, so dass nur Personen oder Systeme mit Zugriff auf den Schlüssel zur Dekodierung diese lesen können.

          Vermittlungsdienste

          Vermittlungsdienst bezeichnet im Umfeld digitaler Bildungsmedien das Zusammen­wirken von Standards und Schnittstellen, um Prozesse wie Authentifizierung, Pseudo­nymisierung und den Austausch personenbezogener Daten zwischen System der öffentlichen Hand und Drittsystemen, beispielsweise von Medienanbietern datenschutz­rechtlich abgesichert und standardisiert umzusetzen. Bundesweit wird im Rahmen der länderübergreifenden Projekte innerhalb des DigitalPakt Schule ein solcher Vermitt­lungsdienst unter dem Namen VIDIS geschaffen. An der Entwicklung beteiligen sich alle 16 Länder.

          Virtueller Klassenraum

          Ein virtueller Klassenraum ermöglicht eine ortsunabhängige Kommunikation, Interak­tion, Kollaboration von Lehrenden und Lernenden über online gestützte Technologien.

          Virtueller Raum - Virtual Reality

          Unter Virtual Reality (VR) werden interaktive Modelle der Wirklichkeit verstanden, mit denen der Anwender in einer in Echtzeit computergenerierten, interaktiven virtuellen Umgebung interagiert. Im Lernumfeld wird dabei inhaltliches sowie prozedurales Wissen durch die freie Interaktion der Lernenden mit dem virtuellen Modell vermittelt.
          Bekannte Beispiele für typische virtuelle Realitäten im Lernumfeld sind Flugsimulatoren und virtuelle Schulungsszenarien für Chirurgen.

          Wireless-Charging

          Der Begriff bezeichnet die kabellose Lademöglichkeit elektronischer Geräte. Dies ist vor allem bei einem flächendeckenden Einsatz verschiedener mobiler Geräte relevant.

          W-LAN

          Wireless-LAN ist allgemein als ein drahtloses Netzwerk zu verstehen. Es bedeutet, dass verschiedenen Geräte (Computer, Tablets, Telefone, Drucker, Scanner) in einem Netz­werk verbunden sind.

           

           

           

           

        Literatur

        Linkliste

        • Informationsangebote rund um Thüringer Bildungsthemen und Bildungspolitik in Thüringen finden sich unter: https://bildung.thueringen.de  [23.07.2020]

          Informationen zu Bildungsthemen und zur Bildungspolitik auf Bundesebene finden sich auf der Website des Bundesbildungsministeriums: https://www.bmbf.de/de/bildung-und-forschung-sind-der-schluessel-203.html [29.07.2020]

          Bildungspolitische Themen sowie Beschlüsse, Empfehlungen und Vereinbarungen der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland finden sich unter: www.kmk.org/themen.html [23.07.2020]

          Informationsangebote zu Bildungsthemen sind auf dem von Bund und Ländern getragenen Deutschen Bildungsserver zusammengestellt: https://www.bildungsserver.de [23.07.2020]

          Informationsangebote zur Schul- und Unterrichtsentwicklung sowie erfolgreiche Konzepte aus der Schulpraxis finden sich im Deutschen Schulportal  https://deutsches-schulportal.de [06.07.2020]

          Impulse für den Unterricht finden sich u. a. im Forum Bildung Digitalisierung: https://www.forumbd.de/angebote/schulen/unterrichtsimpulse [06.07.2020]

          Informationen und Angebote zum Thema Digitale Medienbildung im Lehramt finden sich auf der Projekt-Website DIKOLA - Digital kompetent im Lehramt: https://dikola.uni-halle.de/ueber-dikola [29.07.2020]

          Informationen rund um die Berufliche Bildung finden sich beim Bundesinstitut für Berufsbildung https://www.bibb.de [23.07.2020]

          Forschungsprojekte und -ergebnisse rund um die Auswirkungen der Digitalisierung auf Wissensprozesse finden sich beim Leibnitz Institut für Wissensmedien: https://www.iwm-tuebingen.de [06.07.2020]

          Informationen und Hintergründe zur Medienbildung und zum Jugendmedienschutz finden sich auf der Website der Thüringer Landesmedienanstalt: https://www.tlm.de [23.07.2020].

          Informationen und Angebote rund um die Themen Medienerziehung und Medienkompetenz finden sich auf der Plattform der Bildungsinitiative Media Smart e. V.: https://www.mediasmart.de/medienpaedagogik [20.07.2020]

          Informationen zu didaktischen, technischen und organisatorischen Aspekten von E-Learning bietet das Wissensaustausch- und Vernetzungsportal e-teaching.org: https://www.e-teaching.org/lehrszenarien/blended_learning [06.07.2020]

          Zu den mit Covid-19 verbundenen aktuellen Herausforderungen in Schule und Bildung sind verschiedene Informationen und Angebote über das Schulbarometer der Pädagogischen Hochschule Zug (Institut für Bildungsmanagement und Bildungsökonomie) zusammengestellt: http://www.bildungsmanagement.net/Schulbarometer [06.07.2020]

          Informationen, Hilfestellungen und Unterstützung für Lehrende bietet die Pädagogische Hochschule Schwyz auf ihrer Plattform Lernen trotz Corona:  https://www.lernentrotzcorona.ch [29.07.2020]

           

        Diese Seite teilen:

        Das Ministerium in den sozialen Netzwerken: