Zur Hauptnavigation . Zum Seiteninhalt

Thüringen erleichtert Schulen die Teilnahme am EU-Bildungsprogramm Erasmus+


Erstellt von Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport

Förderung für Schülerpraktika im Ausland

Symbolbild: Internationale Wörterbücher vor einer Weltkarte
Foto: Bildagenur PantherMedia | maxxyustas

Thüringen engagiert sich weiterhin im EU-Bildungsprogramm Erasmus+ und ruft die Thüringer Schulen auf, sich im Programmzeitraum bis 2027 für europäische Austauschprojekte zu bewerben. Das Bildungsministerium informiert und berät die Schulen nicht nur, sondern fungiert im Rahmen der neuen Strukturen des Programms als sogenanntes Mobilitätskonsortium, bietet also für die Thüringer Schulen den Dachrahmen, damit diese leichter an der EU-Förderung partizipieren können. Aus Verfahrensgründen steht dieses Konsortium nur staatlichen allgemein bildenden Schulen offen.

Das neue EU-Programm Erasmus+ ist im Januar 2021 mit einer Laufzeit bis 2027 gestartet. Es löst das aus der vorherigen Förderperiode bekannte EU-Bildungsprogramm „Erasmus“ ab. Mit rund 26,2 Mrd. Euro stehen für die Förderung der europaweiten Zusammenarbeit in allen Bildungsbereichen nahezu doppelt so viele Mittel zur Verfügung, wie im vergangenen Programmzeitraum. Erasmus+ soll lebenslanges Lernen fördern, nachhaltiges Wachstum ermöglichen, sozialen Zusammenhalt und die europäische Identität stärken sowie Innovationen vorantreiben. Im Zentrum des Programms stehen dabei die Themen Inklusion und Diversität, Digitalisierung, politische Bildung und Nachhaltigkeit, die eng miteinander verbunden sind.

Im neuen Programmzeitraum müssen sich laut EU-Vorgaben Einrichtungen, die sich mit mehr als zwei kleineren Anträgen über die Gesamtlaufzeit des Programms beteiligen wollen, bei der EU für den Schulbereich akkreditieren lassen und erwerben damit eine Art „Erasmus-Mitgliedschaft“, die einen vereinfachten jährlichen Abruf europäischer Mittel für Mobilitätsmaßnahmen ermöglicht. Damit soll die Beteiligung erleichtert werden und bei den Schulen mehr Planungssicherheit bestehen.

Das Bildungsministerium hat sich als Mobilitätskonsortium akkreditieren lassen. Über eine Interessenbekundung können somit alle staatlichen allgemeinbildenden Schulen ihre Teilnahme am Konsortium erklären.

In der ersten Programmphase bis zum November 2022 stehen dem Bildungsministerium 168.650 Euro für etwa 130 Mobilitätsmaßnahmen im europäischen Ausland, wie beispielsweise Praktika von Schülerinnen und Schülern oder Fortbildungen von pädagogischem Personal zur Verfügung. Gefördert werden dabei Fahrt- und Aufenthaltskosten sowie ggf. anfallende Kursgebühren.

Zu den ersten geförderten Teilnehmenden gehören 20 Schülerinnen und Schüler der Salzmannschule Schnepfenthal, dem Staatlichen Spezialgymnasium für Sprachen, die ihr Auslandspraktikum bis Anfang November 2021 absolvierten. Die Praktika fanden u. a. in Frankreich, Spanien, Irland und Italien statt. Fachspezifische Fremdsprachenkenntnisse und interkulturelle Kompetenzen konnten an den verschiedensten Lernorten erworben werden – die Palette reichte von Betrieben über die kommunale Verwaltung bis zu Hotels, Geschäften und Freizeiteinrichtungen.

Das Ministerium in den sozialen Netzwerken: