Seitenbeginn . Zur Hauptnavigation . Zum Seiteninhalt

Sonderzuschläge, Verwaltungsassistenz, Ausbildungsstruktur - Minister Holter stellt neue Projekte der Landesregierung vor


Erstellt von Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport

Minister Helmut Holter bei der Regierungsmedienkonferenz "Schule 2030" in Ettersburg
Foto: Jacob Schröter

Video der Lehrergewinnungskampagne des Freistaats Thüringen: "Der Lehrkräftemangel in Thüringen - Ursachen und Maßnahmen"

Aktivierung erforderlich


Weitere Informationen zum

Regierungsmedienkonferenz am 6. September 2022

Aktivierung erforderlich


Weitere Informationen zum

Die Landesregierung hat sich am 6. September 2022 in Ettersburg in einer thematischen Kabinettssitzung u. a. mit Zukunftsfragen des Thüringer Bildungswesens auseinandergesetzt. Bildungsminister Helmut Holter stellte dabei auch drei neue Vorhaben der Landesregierung vor, die in diesem Schuljahr in die Umsetzungsphase gehen sollen.

Mit Sonderzuschlägen für neu verbeamtete Lehrerinnen und Lehrer will das Land für Lehrerinnen und Lehrer zusätzliche Anreize schaffen, so dass diese verstärkt in Bedarfsregionen, Bedarfsfächern und Bedarfsschularten tätig werden. In den Landkreisen Schmalkalden-Meiningen und Kyffhäuserkreis beginnen Pilotprojekte zur Einführung von Verwaltungsassistenzen für Schulen. Zudem wird das Bildungsministerium die Struktur der Aus- und Weiterbildung für Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter sowie für Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger reformieren, um die regionale Verankerung des Lehrernachwuchses zu stärken und Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger schneller, früher und noch zuverlässiger fit zu machen und nachzuqualifizieren.

Minister Helmut Holter: „‚Bildung 2030 gestalten‘ – das ist unser Auftrag als Landesregierung. Wer das Bildungswesen zukunftsfähig aufstellen will, darf nicht kurzfristig in Legislaturperioden denken. Wohin das führt, können wir derzeit überall sehen. Personalabbau und Einstellungsstopp der 1990er und 2000er Jahre haben zum Fehlen einer gesamten Lehrergeneration geführt. Jeder in Thüringen kennt die vielen Beispiele junger Menschen, die in jener Zeit hier Lehramt studiert und dann das Land mangels Perspektiven verlassen haben. Diese Zeit ist vorbei. Diese Landesregierung stellt so viele Lehrerinnen und Lehrer ein, wie keine zuvor. Aber wir müssen zusätzlich an weiteren Stellschrauben drehen: Mit den neuen Sonderzuschlägen für neu verbeamtete Lehrerinnen und Lehrer wollen wir eine stärkere Lenkungswirkung dorthin erzielen, wo wir den größten Bedarf haben, und so für möglichst gleich gute Bedingungen in der Bildung sorgen – unabhängig von Fach, Schulart und Ort. Darüber hinaus entlastet die Verwaltungsassistenz die Schulleitungen und sorgt für eine Professionalisierung der Verwaltungsarbeit der Schulen. Mit der Umstrukturierung unserer Ausbildung lichten wir den über einige Jahre entstandenen Dschungel und schaffen klarere und kürzere Wege.“

Die Verwaltungsvorschrift für Sonderzuschläge befindet sich in der finalen Abstimmung innerhalb der Landesregierung und soll in Kürze veröffentlicht werden. Demnach erhalten nach dem Veröffentlichungsdatum neu verbeamtete Lehrerinnen und Lehrer für fünf Jahre zehn Prozent der Einstiegsbesoldung als Sonderzuschlag, wenn sie zwei der drei Kriterien erfüllen: Bedarfsfach, Bedarfsregion, Bedarfsschulart. Welche Fächer und Schularten einen hohen Bedarf haben, wird jährlich festgestellt. Zu den Bedarfsregionen zählen Landkreise, die abseits der Universitätsstandorte Erfurt, Jena und Weimar und abseits der direkt benachbarten Kreise liegen.

In den Pilotprojekten für Verwaltungsassistenzen werden im Landkreis Schmalkalden-Meiningen und im Kyffhäuserkreis jeweils fünf Stellen zur Entlastung von Schulleitungen geschaffen. Sie können entweder an einer großen Schule oder in bestimmten Schulclustern eingesetzt werden. Der kommunale Schulträger richtet die Stellen ein, das Land refinanziert die Personalkosten. Ob eine Ausweitung auf weitere Landkreise möglich ist, wird geprüft.

Die Ausbildungsstruktur soll übersichtlicher werden und stärker in alle Regionen Thüringens wirken. Dazu werden sukzessive die gegenwärtig zwei Studienseminare mit bis zu 17 unterschiedlichen Einheiten zu einem Studienseminar mit fünf Standorten – einen in jedem Schulamtsbereich – umgebildet.

Das Ministerium in den sozialen Netzwerken: