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Landesaktionsprogramm „Stärken Unterstützen Abholen“ tritt an Schulen in die Umsetzungsphase


Erstellt von Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport

Plangemäß beginnt an den Thüringer Schulen nach den Winterferien zum zweiten Schulhalbjahr 2021/22 die Umsetzungsphase des Landesaktionsprogramms „Stärken Unterstützen Abholen“ für Kinder und Jugendliche nach Corona.

Symbolbild Landesaktionsprogramm

Plangemäß beginnt an den Thüringer Schulen nach den Winterferien zum zweiten Schulhalbjahr 2021/22 die Umsetzungsphase des Landesaktionsprogramms „Stärken Unterstützen Abholen“ für Kinder und Jugendliche nach Corona. Der Freistaat setzt damit das zwischen Bund und Ländern vereinbarte Bundesprogramm weiter um, das Kinder und Jugendliche zurück in ein unbeschwertes Aufwachsen begleiten und sie beim Aufholen von Lernrückständen unterstützen möchte.

Bildungsminister Helmut Holter hat dazu in dieser Woche die Schulen des Freistaats in Schreiben und zwei digitalen Sprechstunden über die nächsten Schritte informiert. Staatliche Schulen können ab sofort mit der Planung konkreter Unterstützungskurse für Schülerinnen und Schüler beginnen und dabei auch externe Partnerinnen und Partner in Anspruch nehmen. Auch freiwillige, vergütete Mehrarbeit der Lehrkräfte an staatlichen Schulen kann im Rahmen des Landesaktionsprogramms ermöglicht werden. Schülerinnen und Schüler aller Schulen können zudem nach Einschätzung der Schulen und auf Grundlage einer schulischen Lernstandsanalyse Lern-Schecks für kommerzielle Angebote zur individuellen Förderung erhalten.

Bildungsminister Helmut Holter erklärt: „Das Landesaktionsprogramm ist für die Kinder und Jugendlichen da. Es unterstützt zum einen die Schulen bei ihrer Kernaufgabe, die Lernstände und die Kompetenzentwicklung jeder Schülerin und jedes Schülers zu analysieren und jede und jeden dort abzuholen, wo er oder sie steht. Gleichzeitig gibt sie den Schulen viele Mittel an die Hand, um auch neue Wege zu gehen und gleichermaßen die sozial-emotionalen, die körperlich-motorischen und die kognitiven Unterstützungsbedarfe der Schülerinnen anzugehen. Denn die Pandemie hat viele Spuren hinterlassen. Mir ist wichtig, den Schulen zu signalisieren, dass das Programm vor allem ihre Arbeit unterstützen kann und dass es nun auf die kompetente Umsetzung vor Ort ankommt.“

Die Internetseite staerken-unterstuetzen-abholen.thueringen.de informiert umfassend über das Landesaktionsprogramm. Sie enthält auch eine Plattform, über die Schulen und externe Partner Gesuche und Angebote für Kurse austauschen und zueinanderfinden können. Die Internetseite wird weiter ausgebaut.

Im Schulbereich und über den Schulbereich hinaus sind im Landesaktionsprogramm verschiedene weitere Maßnahmen geplant bzw. werden bereits umgesetzt, z.B.:

  • Nachholangebote im Schwimmen für Kinder, deren schulischer Schwimmunterricht nicht ausreichend stattfinden konnte. Betroffene Schülerinnen und Schüler erhalten Lern-Schecks, die sie bei Schwimmkursanbietern einlösen können.
  • Unterstützung von Klassenfahrten mit pädagogischen Angeboten. Diese richtet sich insbesondere an 144 besonders von früheren Lockdownmaßnahmen betroffene Thüringer Schulen. Gefördert wird ein bis zu fünftägiger Aufenthalt in einem Thüringer Schullandheim, einer Thüringer Jugendbildungseinrichtung bzw. einem Thüringer Jugendwaldheim innerhalb dieses oder des nächsten Schuljahres.
  • Förderung von zusätzlichen Stellen von Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeitern
  • 110 Stellen zur Ableistung eines Freiwilligendienstes FSJ/FÖJ in Schulen und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, um die Einrichtungen bei der Bewältigung der schulischen sowie psychosozialen Folgen der Corona-Pandemie bei Kindern und Jugendlichen zu unterstützen.
  • Unterstützung von Kinder- und Jugendfreizeiten Thüringer Jugendbildungsstätten, Kinder- und Jugenderholungseinrichtungen, Jugendherbergen und Schullandheimen für Kinder und Jugendliche aus belastenden Lebenslagen
  • Bewegungscoaches für Kinder von 5 bis 10 Jahren in Zusammenarbeit mit dem Landessportbund
  • Ausweitung des Kooperationsprogramms Kita-Schule-Sportverein in Zusammenarbeit mit dem Landessportbund

Dazu Bildungsminister Holter abschließend: „Thüringen treibt die Bewältigung der Coronafolgen bei Kindern und Jugendlichen kraftvoll voran und setzt das Bundesprogramm vielfältig um. Wir sind im Plan, und weitere Schritte werden folgen. Kinder und Jugendliche mit besonderem Unterstützungsbedarf haben in Thüringen seit Pandemiebeginn stets besonders im Fokus gestanden. Das Landesaktionsprogramm baut auf dieser Grundmaxime weiter auf, damit die Nachteile, die Corona hervorgebracht oder verstärkt hat, nicht verfestigt werden, sondern Kinder und Jugendliche die nötige Unterstützung und Stärkung erfahren.“

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