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Minister Holter gibt Startschuss für Bildungsunterstützende Ferienkurse


Erstellt von Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport

In der heutigen Regierungsmedienkonferenz hat Bildungsminister Helmut Holter über die geplanten bildungsunterstützenden Ferienkurse in den Sommerferien informiert.

Ziel der Kurse, die sich im sprachlichen, sportlichen, aber auch musisch-künstlerischen oder weltanschaulichen Bereich bewegen können, ist es, die Schülerinnen und Schüler wieder an feste Tagesstrukturen heranzuführen, ihre Neugier zu wecken und sie zu bestärken, sich in neuen Themen und Formaten zu erproben. Zudem sollen die Angebote Freiraum für Bewegung und Kreativität, Begegnung und Gespräche schaffen. Das breite Themenspektrum der Ferienkurse ermöglicht projektorientierte und fächerübergreifende Angebote, die einen lernförderlichen Charakter haben. Die Kursangebote sind freiwillig und kostenfrei und sollen in der Regel jeweils fest über eine Woche lang angeboten werden. Sie können von Sportangeboten (z.B. Schwimmkursen) über musikalische Angebote, Themen der Medienbildung bis hin zu naturwissenschaftlich-technischen Kursen reichen.

Für die Anbahnung und Vermittlung von Kursangeboten, die sich an den zehn Bildungsbereichen des Thüringer Bildungsplans bis 18 Jahre orientieren, konnten bislang sechs Kooperationsverträge mit externen Partnern geschlossen werden, das sind: der Volkshochschulverband, der Landessportbund, die Kindersprachbrücke Jena e.V., die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung GmbH, die Landesvereinigung kulturelle Jugendbildung Thüringen e.V. und das Eine-Welt-Netzwerk Thüringen. Sie unterstützen das Bildungsministerium bei der Werbung um Kursangebote, der Vermittlung von Interessierten, die Kurse geben möchten und schließen mit ihnen gegebenenfalls Vorverträge ab, um den Verwaltungsaufwand der Schulen auf ein Minimum zu reduzieren.

Um Lehrende und Lernende zueinander zu führen, wurde zudem die bereits aus dem letzten Jahr bekannte Matching-Plattform zum Einstellen von Angeboten und Gesuchen überarbeitet und freigeschaltet. Unter www.erste-reihe-thueringen.de/sommerferienkurse können somit ab sofort Kursangebote und Kursgesuche formuliert und eingestellt werden. Damit können Personengruppen mit oder ohne Kooperationspartner im Hintergrund für die Durchführung der Ferienkurse gewonnen werden. Das Angebot richtet sich an eine breite Personengruppe, von Studierenden über Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter, Fachkräfte von Trägern der Jugendarbeit, pädagogisches Personal von Einrichtungen der Erwachsenenbildung, ehemalige Lehrkräfte, ältere Schülerinnen und Schüler oder auch bisherige Kooperationspartnerinnen und -partner für den Ganztag und außerschulische Angebote, also etwa Trainerinnen und Trainer, Übungsleiterinnen und Übungsleiter uvm. Auch Schullehrkräfte selbst können Angebote gestalten.

Die Finanzierung der Angebote erfolgt im Rahmen des Schulbudgets. Für die Finanzierung von außerunterrichtlichen Angeboten nach §10 Abs. 4 Thüringer Schulgesetz stehen für das laufende Schuljahr rund 6,6 Millionen Euro bereit, die aufgrund der bislang geltenden Betretensverbote für Externe in der Coronapandemie kaum genutzt werden konnten. Kursanbieterinnen und -anbieter können mit einem Honorar zwischen 20 und 70 Euro pro Stunde, abhängig von der persönlichen Qualifikation, rechnen.

Bildungsminister Helmut Holter: „Ein äußerst schwieriges Schuljahr neigt sich dem Ende zu. Mit den Ferienkursen wollen wir den Schülerinnen und Schülern den Weg in das nächste Schuljahr ebnen und erleichtern. Die Ferienkurse in den Sommerferien können keine versäumten Unterrichtsstunden kompensieren, und das sollen sie auch nicht. Es geht darum, nach einer langen Zeit der Distanz das Miteinander und die Stärken der Kinder wieder zu stärken. Mein Dank gilt hier im Voraus all jenen, die Ferienkurse anbieten oder vor Ort absichern. Ich danke ganz ausdrücklich neben den Kooperationspartnern auch den Schulträgern, die ihre Unterstützung bereits zugesagt haben. Jetzt gilt es, in den nächsten Wochen so viele Angebote wie möglich auf die Beine zu stellen, um das darin vorhandene Potential voll auszuschöpfen. Ich war im vergangenen Jahr bei einigen Kursen selbst vor Ort und kann sagen: Die Kinder und Jugendlichen sind wissbegierig, sie sind neugierig und sie freuen sich auf diese besondere Abwechslung, gerade nach dem anstrengenden letzten Jahr.“

Thomas Zirkel, Hauptgeschäftsführer des Landessportbundes, ergänzt: „Kinder und Jugendliche leiden immens unter den Auswirkungen der Pandemie – körperlich, seelisch und sozial. Durch die kostenfreien Ferienangebote können sich die Kids in den Sommerferien endlich wieder unter qualifizierter Anleitung von Übungsleitern der Thüringer Sportvereine ihren Bewegungsdrang ausleben. Und die Eltern wissen ihre Kinder gut betreut und die Schulen werten damit ihr Angebot auf. Für die Vereine gibt es neben der finanziellen Unterstützung die Möglichkeit, neue Mitglieder zu gewinnen. Unser Ziel ist es mit dem Angebot möglichst viele Sportvereine zu motivieren, um gemeinsam tausende Kinder wieder oder erstmalig in Bewegung zu bringen. Wir brauchen den Sport in den Sommermonaten. Eine Pause – wie sonst oft in der Vergangenheit – können wir uns 2021 nicht leisten, um das Verpasste aufzuholen. Unser Ziel sollte es sein, endlich Kindern eine bewegungsfreundlichere Zukunft zu ermöglichen und so gestärkt aus der Corona-Krise herauszukommen.“

Verbandsdirektorin der Volkshochschulen in Thüringen, Sylvia Kränke: „Gerne unterstützen die Volkshochschulen in Thüringen die Sommerferiengestaltung für die Kinder und Jugendlichen. Unsere Angebote in den Bereichen Kreatives, Sprachen, gesunde Ernährung, Entspannung oder Fotografie werden die Lust auf das Lernen wieder wecken und die Fantasie beflügeln. Mit kompetenten Kursleiterinnen und Kursleitern gestalten wir vielseitige und kreative Angebote. Das soziale Miteinander wird im Mittelpunkt unserer Veranstaltungen in diesen Sommerferien stehen.“

Zu den FAQs

Zum Bildungsplan bis 18 Jahre: www.bildung.thueringen.de/bildung/bildungsplan

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