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Sechs Jugendliche aus Thüringen für Bildungs- und Engagementstipendium ausgewählt


Erstellt von START-Stiftung e. V. | Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport

Seit 16 Jahren fördert die START-Stiftung herausragende Schülerinnen und Schüler mit Einwanderungsgeschichte aus dem Freistaat mit einem dreijährigen Stipendium

jugendliche Schülerinnen udn Schüler sitzen zusammen und lesen Bücher - in der oberen rechten Ecke befindet sich das Logo der START-Stiftung gGmbH
Symbolbild: Bildagentur PantherMedia | ArturVerkhovetskiy - START-Stiftung gGmbH

An diesem Wochenende werden in Erfurt feierlich sechs Stipendiatinnen und Stipendiaten aus Thüringen in das dreijährige Bildungs- und Engagementprogramm der START-Stiftung aufgenommen.

Aufnahmeveranstaltung zusammen mit acht Geförderten aus Sachsen-Anhalt.

Vor 20 Jahren hat die START-Stiftung ein Stipendienprogramm ins Leben gerufen, damals mit der Absicht, die Integration von Jugendlichen mit Einwanderungsgeschichte zu fördern und ihnen eine Chance auf eine akademische Bildung zu ermöglichen. Allein in Thüringen haben seit 2006 etwa 120 Jugendliche am Bildungs- und Engagementprogramm teilgenommen, das sich nunmehr auf das Empowerment der Geförderten und ihren gesellschaftlichen Gestaltungswillen konzentriert. Auch in diesem Jahr freuen sich bundesweit rund 190 junge Menschen des neuen Stipendien-Jahrgangs auf die dreijährige Förderung: Zahlreiche Workshops zu gesellschaftsrelevanten Themen, erlebnispädagogische Angebote und ein digitaler Campus begleiten sie auf ihrem Weg. Am Ende des Programms steht möglichst ein eigenes gemeinnütziges Projekt, das jede und jeder Jugendliche selbst entwickelt und umgesetzt hat. Zusätzlich erhalten alle Stipendiatinnen und Stipendiaten jährlich 1.000 Euro Bildungsgeld. Das Ziel: ihnen eine aktive Teilhabe an der Mitgestaltung unserer Gesellschaft zu ermöglichen, unabhängig von ihrer Einwanderungsgeschichte.

Linh Nga T. wohnt in Erfurt. „Junge Menschen aus unterschiedlichen Hintergründen kennenzulernen und ihre Geschichten zu hören, ist sehr aufregend. Das Stipendium ist eine einmalige Chance, die ich nutzen möchte, um mir für meine Zukunft neue Türen zu öffnen“, so die 17-Jährige über ihre Erwartungen an das Programm.

Die Suche, Auswahl und Begleitung der Stipendiatinnen und Stipendiaten erfolgen in engem Austausch zwischen der START-Stiftung und dem Freistaat Thüringen. Voraussetzung für die Aufnahme in das Programm ist eine eigene Einwanderungsgeschichte oder die eines Elternteils. Zudem müssen die Bewerberinnen und Bewerber mindestens 14 Jahre alt sein, die 8. Klasse beendet und noch drei Jahre Schule vor sich haben – Schulform und angestrebter Abschluss spielen keine Rolle. Neben diesen formalen Kriterien ist vor allem die Bereitschaft zum gesellschaftlichen Engagement entscheidend für die Aufnahme in das Programm. Von ihren herausragenden Ideen und Visionen müssen die Jugendlichen die Jury in einem anspruchsvollen, zweistufigen Auswahlprozess überzeugen.

In Thüringen konnten sich im Schuljahr 2022/2023 zwei Jungen und vier Mädchen mit internationaler Geschichte aus vier verschiedenen Ländern für das Stipendium durchsetzen, bundesweit hatten sich etwa 1.200 Schülerinnen und Schüler beworben.

Bildungs- und Jugendminister Helmut Holter begrüßt das rege Interesse an dem Programm: „Es ist toll, dass in diesem Jahr sechs Thüringer Schülerinnen und Schüler mit ihrer Bewerbung überzeugen konnten. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten erhalten damit eine besondere Anerkennung und gleichzeitig eine kontinuierliche Motivation, ihr Engagement für Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt weiter auszubauen und zu verstetigen. Dazu gratuliere ich herzlich, wünsche für die gemeinnützigen Projekte beste Erfolge und danke der START-Stiftung für die fortgesetzte Zusammenarbeit.“

Über zwei Jahrzehnte hinweg haben bundesweit mehr als 3.500 Jugendliche mit Einwanderungsgeschichte das Stipendien-Programm absolviert, die sich heute vielfältig für die Gestaltung der Gesellschaft engagieren. „Über die Jahre sind unsere Jugendlichen Teil einer besonderen Community geworden, die einen Unterschied in unserer Gesellschaft macht“, zieht START-Geschäftsführer Farid Bidardel Bilanz. „Um das Engagement dieser jungen Menschen noch gezielter zu fördern, investieren wir in digitale Tools zur überregionalen und jahrgangsübergreifenden Vernetzung sowie zur gemeinsamen Projektarbeit. Mittelfristig möchten wir viel mehr Jugendlichen ermöglichen, START zu erleben und mitzugestalten.“ Daher entwickelt die Stiftung derzeit mit Partnern eine neue softwaregestützte Plattform. „Partizipation ist uns ein hohes Gut. Aus diesem Grund laden wir zukünftig verstärkt unsere ehemaligen Geförderten ein, zusammen mit uns das Bildungs- und Engagementprogramm für die Stipendiatinnen und Stipendiaten auszugestalten. Denn sie wissen am besten, was Jugendliche mit Einwanderungsgeschichte brauchen, um unsere Gesellschaft in die Zukunft zu führen“, sagt der Geschäftsführer.

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