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Minister Holter begrüßt Neustrukturierung des Ganztagsprogramms


Erstellt von Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport

Apell an den Bund, möglichst zeitnah die Verfahrensgrundlagen für die neue Struktur der Ganztagsförderung zu schaffen

Glückliche Kinder mit Rucksäcken, die Händchen haltend gehen
Foto: Bildagentur PantherMedia | serrnovik

Mit den in der vergangenen Woche von Bundestag und Bundesrat getroffenen Beschlüssen ist nun klar, dass die Mittel für das Ganztagsprogramm besser genutzt werden können.

Zum einen können die für Thüringen zur Verfügung stehenden Beschleunigungsmittel auch noch im Jahr 2022 investiert werden. Zum anderen wurde die Ganztagsfinanzierung neu strukturiert. Die bisher vorgesehene Trennung in Basis- und Bonusmittel wurde aufgehoben.

„Mit den Entscheidungen wird klargemacht, dass der Ganztagsausbau weiterhin vorangebracht werden soll. Denn Ganztagsangebote bieten ein entscheidendes Potential, das selbstständige Lernen und Arbeiten der Schülerinnen und Schüler zu fördern sowie deren Kompetenz- und Persönlichkeitsentwicklung zu unterstützen“, so Thüringens Bildungsminister Helmut Holter.

Mit der Laufzeitverlängerung des Programms zum beschleunigten Infrastrukturausbau erhalten die Schulträger – in Thüringen zumeist die Landkreise und kreisfreien Städte sowie freie Träger – nun eine größere Sicherheit bei der Planung und Umsetzung der Vorhaben. Durch die Pandemie und Lieferprobleme bei Baumaterialien konnten Maßnahmen aus dem Programmteil nicht wie ursprünglich geplant bis Ende 2021 abgeschlossen werden. Für Thüringen sind aus diesem Teil des Ganztagsprogramms rund 28 Millionen Euro geplant. Der Bund trägt hierbei 19,9 Millionen Euro. Das Land und die Schulträger beteiligen sich mit 8,5 Millionen Euro an der Finanzierung.

Weiterhin konnte eine für die Ganztagsprojekte vorteilhafte Neustrukturierung der Ganztagsfinanzierung erreicht werden. Sah die bisherige Regelung eine Abstufung in Basis- und Bonusmittel vor, so wurden nun alle Mittel zusammengeführt. Für Thüringer Ganztagsangebote im Primarbereich bedeutet dies, dass für die Jahre 2022 bis 2027 Förderungen in Höhe von 103 Millionen Euro möglich sein werden. 70 Prozent (72 Millionen Euro) werden durch den Bund finanziert und 30 Prozent (31 Millionen Euro) tragen das Land und die Schulträger.

Welche konkreten Maßnahmen gefördert werden sollen, ist Gegenstand von jetzt abzuschließenden Bund-Länder-Vereinbarungen. Bildungsminister Helmut Holter appelliert an den Bund, möglichst zeitnah die Verfahrensgrundlagen für die neue Struktur der Ganztagsförderung zu schaffen. Das sei Grundlage für die länderspezifischen Festlegungen. Er geht davon aus, dass in der bisher bewährten Zusammenarbeit mit den beteiligten Ressorts sowie den staatlichen und freien Schulträgern gute Voraussetzungen zur weiteren erfolgreichen Umsetzung in Thüringen geschaffen werden.

Ausdrücklich bedankt sich Holter bei den Schulträgern, die sich den Herausforderungen des vom Bund kurzfristig aufgelegten Programms zum beschleunigten Infrastrukturausbau der Ganztagsbetreuung gestellt haben. Gemeinsames Ziel sei es, die Ganztagsbetreuung in Thüringen qualitativ weiterzuentwickeln und allen Schülerinnen und Schülern der Primarstufe ein verbessertes Betreuungsangebot zu unterbreiten.

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