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Maximaldauer für Schulversuch erreicht. Land unterbreitet Lehrerinnen und Lehrern an drei Jenaer Schulen Übernahmeangebot in Landesdienst.


Erstellt von Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport

Das Bildungsministerium beendet zum Ende des Schuljahres 2021/22 den kommunalen Schulversuch „Erprobung neuer Steuerungsmöglichkeiten der Optimierung pädagogischer Prozesse in Sozialräumen mit hohen Belastungsfaktoren“ (ESOpP) an drei Jenaer Schulen.

Schulbücher auf Schulbank vor Tafel
Foto: freepik.com

Dazu erklärt Bildungsminister Helmut Holter: „Der Schulversuch in Jena hat mit diesem Schuljahr seine Maximaldauer erreicht. Unbestritten ist, dass die drei betreffenden Schulen und ihre Pädagoginnen und Pädagogen sehr gute und beispielhafte Arbeit leisten. Dafür zolle ich hohe Anerkennung und Dank, und diese Arbeit wollen wir an diesen Schulen natürlich fortsetzen. Im Schulversuch sollte jedoch untersucht werden, ob die Personalgewinnung und ‑ressourcensteuerung besser funktioniert, wenn nicht das Land, sondern die Kommune dafür zuständig ist. Hier zeigen die Ergebnisse des Versuchs nicht so klar und eindeutig, dass der Versuchsweg der bessere sei. Auch kommunale Schulen begegnen den gleichen Herausforderungen wie Schulen, bei denen das Land fürs Personal zuständig ist, und sie können sie auch nicht eindeutig besser lösen.

Daher stand ich vor der Entscheidung, entweder aus dem Versuch einen Regelfall zu machen, mit allen Auswirkungen auf die grundlegenden Zuständigkeiten im Schulwesen und mit fortdauernd unterschiedlicher Bezahlung für die betreffenden Lehrkräfte, und zwar landesweit, oder den Versuch zu beenden und die positiven Erfahrungen und Konzepte mitzunehmen und fortzuschreiben in der Zeit nach dem Ende des Versuchs. Diese Entscheidung habe ich getroffen. Der Schulversuch endet. Das Land wird allen betreffenden Pädagoginnen und Pädagogen ein Übernahmeangebot in den Landesdienst machen Ein wichtiger Aspekt bei meiner Entscheidung ist auch, dass eine dauerhaft unterschiedliche Vorgehensweise in Personalfragen sowohl innerhalb der Stadt Jena als auch landesweit nicht in Frage kommt. Diese Grundlage hat der Schulversuch nicht erbracht. Ich danke der Stadt Jena und den Beschäftigten an den Schulen für ihr engagiertes Mitwirken an dem Versuch. Das lebendige und vielfältige schulische Leben in Jena und in Thüringen geht weiter.“

Hintergrund:

Der Schulversuch „Erprobung neuer Steuerungsmöglichkeiten der Optimierung pädagogischer Prozesse in Sozialräumen mit hohen Belastungsfaktoren“ (ESOpP) wurde vom Bildungsministerium mit mehrmaliger Verlängerung für den Zeitraum vom 1. August 2011 bis 31. Juli 2022 genehmigt. Zuletzt nahmen daran drei Schulen in Jena teil: die Staatliche Gemeinschaftsschule Kulturanum, die Staatliche Gemeinschaftsschule Kaleidoskop und die Staatliche Gemeinschaftsschule Werkstattschule. Die Stadt Jena als Schulträgerin hatte für die Dauer des Schulversuchs an diesen Schulen auch die Personalhoheit für die Mehrheit der für die drei Schulen eingestellten Lehrerinnen und Lehrer inne.

Laut Vereinbarung innerhalb der Kultusministerkonferenz sind Schulversuche auf maximal zehn Jahre zu begrenzen und wissenschaftlich zu begleiten. Danach ist zu prüfen, ob das erprobte Modell in die Regelform überführt werden sollte.

Das Bildungsministerium hat die Stadt Jena und die Lehrkräfte der betreffenden Schulen bereits über das Ende des Schulversuchs informiert. Minister Helmut Holter wird am 1. September 2021 in einer Personalversammlung in Jena die Beschäftigten über das Ende des Schulversuchs und über die Modalitäten der Übernahme in den Landesdienst informieren.

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