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Weimarer Schüler-Podcast über jüdisches Leben im Finale des Leo Trepp Preises


Erstellt von Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport

Logo des Leo Trepp Schülerpreises mit Schriftzug "Mazel What?"

Mit 14 Projekten zu jüdischem Leben in Thüringen haben sich 9. und 10 Klassen von 12 allgemein bildenden Thüringer Schulen beim erstmalig ausgeschriebenen Leo-Trepp-Schülerwettbewerb „Mazel What? Jüdisches erforschen. Neues entdecken.“ beteiligt (eine Gemeinschaftsschule, zwei Regelschulen und neun Gymnasien). Mit diesen 14, bei von bundesweit 72 eingereichten Beiträgen, ist Thüringen damit sehr gut repräsentiert, was vom hohen Engagement Thüringer Schülerinnen und Schüler bei der Beschäftigung mit jüdischer Kultur und jüdischem Leben zeugt. Sie haben in ihren Projekten jüdisches Leben in ihrer jeweiligen Region erforscht. Dabei sind bemerkenswerte Projektergebnisse von Schulen aus Königsee, Erfurt, Wenigenjena, Weimar, Sonneberg, Bad Salzungen, Sömmerda, Friedrichroda, Saalfeld, Schnepfenthal, Gotha und Themar entstanden. Die Schulen haben ihre Projektergebnisse beispielsweise in einer Ausstellung im Schulgebäude gezeigt oder in einer Schülerzeitung veröffentlicht. Dabei führten einige Thüringer Schulen ihre Projekte auch mit außerschulischen Partnern wie z.B. der Stiftung Schloss Friedenstein in Gotha oder mit der Kunstschule in Schweina durch.

Das Staatliche Humboldt-Gymnasium Weimar, erhielt für die Einreichung des Projektes "Wir müssen REDEN!" - Ein Podcast über jüdisches Leben in Deutschland von der Wettbewerbsjury eine Einladung zur Auszeichnungsveranstaltung am 16. Juni 2022 im Sächsischen Landtag. Das Projekt aus Weimar hat es laut Leo Trepp Stiftung auf die Short-List des diesjährigen Wettbewerbs geschafft. Damit zählt der Beitrag "Wir müssen REDEN!" schon zu den besten zehn Projekten bundesweit.

Wir müssen REDEN! - ist das Projekt von Schülerinnen und Schülern von zwei 10. Klassen des Humboldt-Gymnasiums Weimar. Sie haben sich im Religionsunterricht des laufenden Schuljahrs mit ihrer Stadt, die voll jüdischer Geschichte, grausamer Vergangenheit und vielen Erinnerungen ist, in der aber auch heute Menschen mit jüdischem Glauben leben, beschäftigt. Sie suchten dazu mit verschiedenen interessanten Persönlichkeiten das Gespräch. Wie leben Juden heute? Welche Rolle spielen sie in einer Stadt? Entstanden sind Interviews als Podcast mit dem Titel "Wir müssen REDEN!" Eine Gesprächspartnerin war Julie Paucker. Sie arbeitete mehrere Jahre als Dramaturgin am Deutschen National Theater in Weimar. Im Podcast stellen die Schülerinnen und Schüler ihr 13 kurze allgemeine Fragen. Weitere Fragen drehen sich um die Themen wie Beruf, Kultur und Alltag als Jüdin in Weimar und Deutschland.

Die Vielfalt der Thüringer Schulprojekte, die im Rahmen des Leo Trepp Schülerwettbewerbs 2021/2022, entwickelt wurden, zeigt: Jüdisches Leben hat heute einen festen Platz in unseren Schulen. Die Auseinandersetzung mit den Formen des Antisemitismus ist ein wichtiger Bestandteil schulischen Lernens. Die Zuwendung zur jüdischen Kultur und Religion im Unterricht, ermöglicht es, Neues zu entdecken.

Der Wettbewerb zum „Leo Trepp Schülerpreis. Jüdisches erforschen. Neues entdecken.“ wendet sich an alle Schülerinnen und Schüler allgemein bildender Schulen der Jahrgangsstufen 9 und 10. Dieser neue Schülerpreis und -wettbewerb thematisiert Leben, Religion und Kultur von Jüdinnen und Juden in Deutschland. Einsendeschluss in diesem Jahr war der 31. Januar 2022. Zur Einsendung der Wettbewerbsbeiträge konnten u.a. Essays, Podcasts, Plakatausstellungen, Kurzfilme, Theaterstücke und Gedichte kommen.

Die Preisverleihung wird am 16. Juni um 13:00 Uhr im Sächsischen Landtag stattfinden. Sie wird per Livestream des Sächsischen Landtages übertragen.

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