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Landesbeauftragte für den Kinderschutz zum neuen Höchststand an Kindswohlgefährdungen: „Schulen, Kindergärten und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe müssen geöffnet bleiben.“


Erstellt von Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport

Das Thüringer Landesamt für Statistik hat am gestrigen Dienstag, 20. Juli 2021, die aktuellen Zahlen zur Kindswohlgefährdungseinschätzung veröffentlicht.

Kinderhand mit Herz in einem symbolischen Haus aus Holzklötzchen
Foto: Bildagentur PantherMedia | AndriyPopov

Dazu erklärt Dr. Julia Heesen, Landesbeauftragte für Kinderschutz und die Bekämpfung sexueller Gewalt an Kindern: „Die gestern veröffentlichten Zahlen des Landesamtes für Statistik sind alarmierend. Ein Anstieg um 499 Gefährdungseinschätzungen gegenüber dem Vorjahr ist dramatisch. Ein Zusammenhang mit der Corona-Pandemie liegt nach Einschätzung vieler Expertinnen und Experten nahe. Wir müssen der Vernachlässigung, Gefährdung und dem Missbrauch von Kindern präventiv begegnen und außerdem eine Entlastung der Familien herbeiführen.

Für mich ist deshalb wesentlich, dass Schulen, Kindergärten und die Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe geöffnet bleiben. Angesichts der Impfmöglichkeiten für alle, die älter sind als zwölf Jahre, und der meistens folgenlos oder mit sehr geringen gesundheitlichen Folgen verlaufenden Infektionen bei Kindern unter zwölf Jahren rechtfertigen auch steigende Infektionszahlen die Schließungen künftig nicht mehr. Zu groß wäre der Schaden, der durch erneute Schließungen zu befürchten ist.

Die Einrichtungen sind Schutzräume für die Kinder. Sie finden dort wichtige Ansprechpersonen bei Problemen, gerade auch im häuslichen Umfeld. Wir brauchen die Anlaufstellen und niedrigschwellige Kontaktmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche. Nur so kann einer Zunahme von Kindswohlgefährdungen wieder vorgebeugt werden. Und wir müssen die Erstellung und Fortschreibung von Schutzkonzepten in allen Einrichtungen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, weiter vorantreiben.“

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