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Papier - das fetzt! Forscherfest der Thüringer Kita „Marbacher Lausbuben“ im Rahmen der bundesweiten Aktion „Tag der kleinen Forscher“


Erstellt von Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport | Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen

Gruppenbild: viele Kinder mit Minister und STIFT-Vertretern
Foto: Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen (STIFT)

Der „Tag der kleinen Forscher“ ist ein bundesweiter Mitmachtag für gute frühe Bildung in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“. Er soll Begeisterung für das Forschen wecken und setzt ein Zeichen für die Bedeutung der frühen MINT-Bildung. Zahlreiche Initiativen und Entscheiderinnen und Entscheider aus der Politik unterstützen den Aktionstag seit seiner erstmaligen Durchführung im Jahr 2009. In diesem Jahr gehen am 16. Juni 2021 und in den Wochen davor und danach Kinder in ganz Deutschland auf Entdeckungs- und Forscherreise. In Thüringen und ganz speziell in der Kita „Marbacher Lausbuben“ in Erfurt forschen und experimentieren der Thüringer Bildungsmister Helmut Holter und die Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen (STIFT) gemeinsam mit den Kindern und pädagogischen Fachkräften zum Motto: „Papier – das fetzt!“

Kinder lernen den Wert von Papier kennen

Wie jede Produktion von Werkstoffen, ist auch die Papierherstellung mit dem Verbrauch von Ressourcen verbunden. Der Papierverbrauch in Deutschland ist hoch und steigt weiter. Angesichts dieses Ressourcenverbrauchs (Holz, Energie) und dem damit verbundenen Schadstoffeintrag in Wasser, Luft und Boden sollte Papier möglichst sparsam verwendet werden. Inspiriert von dem diesjährigen Thema gestaltete die Kita „Marbacher Lausbuben“ in Erfurt ihr Entdecker- und Forscherfest. Gemeinsam mit den Pädagog*innen erkundeten die Mädchen und Jungen die Entstehung des Papiers, wo es überhaupt herkommt, welches Land das erste Papier „entwickelt“, quasi hergestellt hat und welche Entwicklungen (von Papyrus zu weißem Papier, dann Buntpapier, Karton bis hin zum Klopapier) es über die Zeit durchlaufen hat. Genauso spannend für die kleinen und großen Forscher*innen war die Beobachtung der Flugeigenschaften der selbstgebauten Papierflieger. Bereits kleinste Veränderungen an den Fliegern (Gewicht, Gestaltung, Falttechniken) lassen sie höher, weiter oder auch schneller gleiten.

Thüringer Minister für Bildung, Jugend und Sport Helmut Holter: „Frühkindliche Bildung im MINT-Bereich setzt die wichtigen Grundlagen für unsere zukünftigen Ingenieur*innen, Brückenbauer*innen, Astronaut*innen oder IT-Fachleute. Den Forschergeist in jungen Jahren zu wecken, stärkt Kinder dabei, mündig im Informationszeitalter heranzuwachsen. Das Experimentieren schult nicht nur die Beobachtungsgabe, es erweitert auch den Horizont und öffnet damit den Blick für die vielen faszinierenden Facetten unserer Welt und Gesellschaft. Ich freue mich deshalb sehr, heute gemeinsam mit den kleinen Forscherinnen und Forschern naturwissenschaftlichen Phänomenen auf den Grund zu gehen und danke allen Pädagoginnen und Pädagogen sowie der Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen für ihr besonderes Engagement im Rahmen des Aktionstags.“

Aufmerksames beobachten, Fragen stellen, ausprobieren und über Lösungen diskutieren – all das schult die Denkfähigkeit jedes Einzelnen. Dabei kommt den pädagogischen Fach- und Lehrkräften in Kitas, Horten und Grundschulen eine besondere Rolle zu: Sie motivieren, begeistern und begleiten die Kinder dabei, scheinbar Selbstverständliches kritisch zu hinterfragen. „Papier ist dick und dünn, leicht und schwer, glatt oder hat Struktur. Papier kann tausendfach in Form gebracht werden. Es kann schwimmen, fliegen und sogar schwere Dinge tragen. Der 'Tag der kleinen Forscher 2021' bietet Gelegenheit, all diese Eigenschaften und Fähigkeiten von Papier mit Kindern zu entdecken und zu erforschen“, so Dr. Sven Günther, Vorstand der STIFT.

Über die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“

Die gemeinnützige Stiftung „Haus der kleinen Forscher" (Berlin) engagiert sich mit einer bundesweiten Initiative aus verschiedenen Netzwerkpartnern für die MINT-Bildung von Kindern vom Kita- bis zum Grundschulalter. Sie unterstützt mit ihren Angeboten, bestehend aus Fortbildungskonzepten, Material und Praxisanregungen, pädagogische Fach- und Lehrkräfte dabei die Mädchen und Jungen auf ihrer Entdeckungsreise durch den Alltag zu begleiten. Partner der Stiftung sind die Siemens Stiftung, die Dietmar Hopp Stiftung, die Dieter Schwarz Stiftung und die Friede Springer Stiftung. Gefördert wird das „Haus der kleinen Forscher“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Über „Thüringen – Land der kleinen Forscher“

Mit „Jungforscher Thüringen“ verfolgt die gemeinnützige Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen (STIFT) gemeinsam und nachhaltig mit starken und engagierten Partnern das Ziel, frühzeitig Interesse und Talent von Kindern für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) zu wecken und über den gesamten Bildungsweg auszubauen. Der Thüringer Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee und der Thüringer Bildungsminister Helmut Holter haben gemeinsam die Schirmherrschaft für die Initiative übernommen.

Durch die Initiative „Thüringen – Land der kleinen Forscher“ entstehen in Kitas und Grundschulen in Thüringen frühkindliche Bildungsangebote in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Die drei Stiftungspartner Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen (STIFT), Stiftung Bildung für Thüringen und Stiftung Haus der kleinen Forscher wollen damit einen Beitrag leisten, erfolgreiche Bildungsbiografien und besonders die Nachwuchsförderung in diesen Bereichen von Anfang an zu unterstützen und zu fördern.

Pädagogische Fach- und Lehrkräfte aus Kindergärten, Horten und Grundschulen werden in praxisnahen Weiterbildungen kontinuierlich in den MINT-Bereichen qualifiziert und erhalten kostenlose, hochwertige Arbeitsmaterialien. Damit und mit dem Prozess zur Zertifizierung der Einrichtungen als „Haus der kleinen Forscher“ wird eine professionelle pädagogische Umsetzung in diesen Einrichtungen gewährleistet, von der alle Kinder profitieren können.

Seit 2008 haben 894 Thüringer Kindergärten (von 1.300, 69%) und 249 der 439 Thüringer Grundschulen (57 %) mit 6.102 Fach- und Lehrkräften bereits Fortbildungen vom „Haus der kleinen Forscher“ besucht. 128 Einrichtungen (116 Kitas sowie 23 Grundschulen) wurden bereits als „Haus der kleinen Forscher“ zertifiziert (Stand 05/2021).

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