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Erfolgreicher Abschluss: Die ersten Erzieherinnen und Erzieher haben praxisintegrierte Ausbildung (PiA) in Thüringen erfolgreich absolviert.


Erstellt von Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport

Gruppenfoto der PiA-Abschlussklasse mit Minister Holter
Verabschiedung der Abschlussklasse des Ausbildungsgangs 2019/2022 | Foto: TMBJS

Der Freistaat Thüringen ist im Jahr 2019 mit einem Modellprojekt zur Fachkräftegewinnung – der Praxisintegrierten Ausbildung für staatlich anerkannte Erzieherinnen und Erzieher (PiA-TH) – an den Start gegangen. Jetzt hat Bildungsminister Helmut Holter die ersten PiA-Absolventinnen und -Absolventen der an der Marie-Elise-Kayser-Schule in Erfurt verabschiedet.

Die Fachkräftegewinnung von Erzieherinnen und Erziehern für Thüringen ist das übergeordnete Ziel des PiA-Projekts. Es geht aber auch um eine hochwertige Kindertagesbetreuung und den weiteren qualitativen und quantitativen Ausbau der Angebote in diesem Bereich. Dazu ist eine qualitativ hochwertige Ausbildung des Personals unabdingbar. Das Modell der PiA-TH soll dabei auch Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteigern den Zugang zum Berufsfeld der staatlich anerkannten Erzieherinnen und Erzieher ermöglichen.

„Von Anfang an besteht an PiA ein sehr großes Interesse, bei Trägern, Interessierten wie Quereinsteigenden oder als Weiterqualifizierung für Assistenzkräfte. Durch die Aufnahme der angehenden Fachkräfte in die Teams und Prozesse in den ausbildenden Einrichtungen, die Qualitätssicherung und natürlich die Qualifizierung des Ausbildungspersonals zeigt sich die praxisintegrierte Ausbildung in Thüringen als ganzheitliches Modell zur Fachkräftegewinnung und -bindung“, sagt Bildungsminister Helmut Holter.

Um die Wirkung, Bedeutung und Notwendigkeit der neuen Ausbildungsform zu evaluieren, hat die Universität Erfurt, unter Leitung von Prof. Dr. Matthias Vonken zum Jahreswechsel 2021/22 eine Onlinebefragung bei den beteiligten Akteuren des Ausbildungsmodells, wie den Auszubildenden, den Lehrkräften, Trägern und Leitungen durchgeführt. So konnte festgestellt werden, dass der kontinuierliche Rückgang von Fachschülerinnen und Fachschülern durch die zusätzlichen Schul- bzw. Ausbildungsplätze der PiA kompensiert werden konnte. Als zusätzliche Zielgruppe konnte die vergütete Ausbildung insbesondere Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteigern einen Zugang zu dieser fachschulischen Aufstiegsfortbildung eröffnen und den Anteil männlicher Fachschüler auf 1/8 erhöhen. Ein wesentliches Qualitätsmerkmal sind bei PiA die Mentorinnen und Mentoren, die als wichtiger Beitrag zu der hochwertigen Ausbildung wahrgenommen werden. Aus Trägersicht als besonders attraktiv hervorzuheben ist die Bindung der dringend benötigten Fachkräfte. Anschlussverträge kommen oft bereits am Anfang der Ausbildung zustande. Die starke Einbindung der Auszubildenden in die Teams und in die pädagogischen Arbeitsprozesse der Kindertageseinrichtungen sowie die stärkere Verzahnung von Theorie und Praxis sind hier die ausschlaggebenden Kriterien für PiA.

Im Rahmen des PiA-Projekts gehen Fachschülerinnen und Fachschüler mit den jeweiligen Trägern der Ausbildung eine gegenseitige Bindung von mindestens zwei Jahren ein. Konkret bedeutet diese Verbindung, dass den Absolventinnen und Absolventen nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung für mindestens zwei Jahre eine Stelle als pädagogische Fachkraft von mindestens 75 Prozent einer Vollzeitstelle angeboten wird. Im Gegenzug verpflichten sich die Fachschülerinnen und Fachschüler, als pädagogische Fachkraft für zwei Jahre mindestens im gleichen Umfang beim jeweiligen Träger tätig zu werden. So können hoch qualifizierte und dringend benötigte Fachkräfte im Freistaat gehalten werden.

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