Seitenbeginn . Zur Hauptnavigation . Zum Seiteninhalt

Erinnerung an die Opfer der Morde am Gutenberggymnasium Erfurt


Erstellt von Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport

Gedenktafel und Kränze am Gutenberg-Gymnasium Erfurt
Foto: TMBJS

Anlässlich des 20. Jahrestags der Morde am Erfurter Gutenberggymnasium erinnert Thüringen an die Opfer der schrecklichen Tat. In einer Trauer- und Gedenkstunde gedachte die Schule der aus dem Leben Gerissenen, im Beisein vieler Bürgerinnen und Bürgern der Stadt, des Ministerpräsidenten Bodo Ramelow und von Mitgliedern der Landesregierung.

Bildungsminister Helmut Holter erklärt: „Der 20. Jahrestag der Morde am Gutenberggymnasium mahnt uns, nicht nachzulassen bei der Arbeit für sichere Schulen und für ‚eine Zukunft ohne Gewalt‘, wie es auf der Erinnerungstafel der Schule heißt. Schulen sind Lernorte, die neben Wissen auch Freude bereiten sollen. Es sind Orte der Kreativität und des Miteinanders, es sind Schutzräume. Die Morde vor 20 Jahren haben diesen Schutzraum, das arglose Zusammenleben in der Schulgemeinschaft, das Vertrauen in Sicherheit und Geborgenheit zerstört. 16 Leben wurden ausgelöscht.

Wir erinnern an Heidrun Baumbach, Monika Burghardt, Dr. Birgit Dettke, Yvonne-Sofia Fulsche-Baer, Andreas Gorsky, Rosemarie Hajna, Susann Hartung, Gabriele Klement, Hans Lippe, Ronny Möckel, Carla Pott, Helmut Schwarzer, Hans-Joachim Schwertfeger, Anneliese Schwertner, Heidemarie Sicker und Peter Wolff.

Seit dem Amoklauf hat das Gutenberggymnasium einen langen und schweren, aber letztlich erfolgreichen Weg hinter sich. Es ist wieder zu einem sicheren und geborgenen Lernort geworden. Die Narben indes bleiben. Meine Gedanken sind insbesondere bei den Angehörigen der Opfer.

Die Morde vor 20 Jahren haben Erfurt, Thüringen und Deutschland schwer getroffen. Ich danke der Schulgemeinschaft des Gutenberggymnasiums dafür, dass sie in 20 Jahren das Gedenken an die Opfer aus ihrer Mitte wach und lebendig gehalten hat und weiter lebendig hält. Ich danke der Schulgemeinschaft auch für ihre große Kraft und Solidarität, die sie durch die 20 Jahre nach dem schrecklichen Ereignis getragen haben. Davor verneige ich mich.“

Das Ministerium in den sozialen Netzwerken: