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Engagement-Lernen stärkt Selbstwirksamkeit von Schülerinnen und Schülern


Erstellt von Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport

Vereinbarung zwischen Thüringer Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport und der Stiftung Lernen durch Engagement (Berlin) unterzeichnet

Zwei Frauen mit einer Vereinbarung
von links: Franziska Nagy (Stiftung Lernen durch Engagement) und Christina Köhler (TMBJS) | Foto: TMBJS

Mit der heutigen Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung zwischen der Stiftung Lernen durch Engagement - Service Learning und dem Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport erhalten Thüringer Schulen die Planungsgrundlage für die weitere Anwendung der Lehr- und Lernmethode "Lernen durch Engagement" (LdE). Von 2022 bis 2025 können Thüringer Schulen nun erneut Beratung, Unterstützung und Netzwerkaktivitäten in Anspruch nehmen.

Bei "Lernen durch Engagement" wird das Lernen im Unterricht mit gesellschaftlichem Engagement verbunden. Diese Form des schulischen Lernens hat zum Ziel, Demokratiebildung sowie Unterrichts- und Schulentwicklung weiter zu verbreiten und zu verankern. Die Anwendung von "Lernen durch Engagement" im Unterricht schafft Sichtbarkeit und Wertschätzung für engagierte Schülerinnen und Schüler sowie für die Lehrkräfte. Sie haben Partner außerhalb der Schulen und in einem landesweiten LdE-Netzwerk. "Lernen durch Engagement" eignet sich für alle Schularten, Klassenstufen und Fächer.

Die neue Kooperationsvereinbarung mit der Berliner Bundesstiftung ermöglicht es Schulen, demokratische Kompetenzen und die Selbstwirksamkeit bei Kindern und Jugendlichen zu stärken sowie die Anerkennungskultur im Schulalltag zu fördern. Das Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (ThILLM) und die Staatlichen Schulämter in Thüringen sind Partner der Schulen bei der Umsetzung der Lehr- und Lernmethoden von "Lernen durch Engagement".

Franziska Nagy, Mitglied der Geschäftsleitung der Stiftung Lernen durch Engagement (Berlin):
"Unser Bildungssystem steht vor großen Herausforderungen: Wissen allein reicht längst nicht mehr aus in der globalen digitalen Welt. Vielmehr rücken die Anwendung von Wissen, Teamfähigkeit, kritisches Denken und Kreativität in den Fokus. Dafür müssen Schulen eine Lernkultur schaffen, in der Kinder und Jugendliche die Kompetenzen entwickeln können, die sie für ihre Zukunft brauchen. Die Lehr- und Lernform Service-Learning – Lernen durch Engagement bietet dafür großes Potenzial. Wir freuen uns, Thüringer Schulen auch weiterhin auf ihrem Weg mit Lernen durch Engagement unterstützen zu können."

Christina Köhler, Mitarbeiterin in TMBJS, mit Aufgaben der Referatsleitung betraut:
"Angesichts der enormen aktuellen Herausforderungen, vor denen Schulen stehen, ist die Lehr- und Lernmethode "Lernen durch Engagement" für weiterführende Schulen eine Möglichkeit, um neue Akzente für die demokratische Schulentwicklung zu setzen. Für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte schafft LdE Formen der Lernmotivation und Wertschätzung. Dabei ermöglicht das Engagement außerhalb der Schule mit Partnern wie Kindergärten, Altenheimen, der Stadtverwaltung oder der Feuerwehr, durch eigenes Engagement in der Gemeinde oder in einem Verein Erfahrungen zu machen, wie Demokratie wirklich funktioniert. Für die Schülerinnen und Schüler können diese Erfahrungen – etwa bei der Berufswahl oder beim Demokratieverständnis – durchaus prägend sein."

Schülerinnen und Schüler setzen bei "Lernen durch Engagement" gemeinnützige Projekte im Stadtteil oder der Gemeinde um und beschäftigen sich handlungsorientiert mit sozialen, ökologischen, kulturellen oder gesellschaftspolitischen Themen, die sie bewegen. Die Lehrkraft wird zum Lernbegleiter. Indem Schülerinnen und Schüler etwas für andere tun, sammeln sie demokratische Erfahrungen. Soziale und persönliche Kompetenzen werden dabei gestärkt sowie Konflikt- und Dialogfähigkeit trainiert. Indem sich die Schülerinnen und Schüler in ihrer Umgebung engagieren, erfahren sie Selbstwirksamkeit. Damit werden ihre Bereitschaft und Kompetenz für eine zukünftige engagierte Beteiligung und Mitbestimmung gefördert.

Auch 2022/2023 erhalten Thüringer Schulen regionale und zentrale Fortbildungsangebote rund um "Lernen durch Engagement".

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