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Bildungsminister Holter begrüßt Landtagsbeschluss zur Sicherung der praxisintegrierten Erzieherausbildung


Erstellt von Thüringer Ministerium für Bildug, Jugend und Sport

Holter: „Jetzt entschlossen handeln, um den Fachkräftebedarf für die Zukunft zu sichern“

Gruppe von Erzieherinnen und Erziehern in der Ausbildung

Im Plenum des Thüringer Landtags wurde heute der Beschluss gefasst, den Beginn eines zweiten Ausbildungslehrgangs der praxisintegrierten vergüteten Ausbildung zur Erzieherin und zum Erzieher im Jahr 2020 zu ermöglichen, indem die Organisation und Finanzierung vollständig durch den Freistaat Thüringen übernommen wird.

Bildungsminister Helmut Holter begrüßt diese Entscheidung ausdrücklich: „Ich freue mich, dass diesbezüglich unter den Landtagsfraktionen ein breiter Konsens besteht. Das ist ein wichtiges Signal für alle, die sich für den Beruf des Erziehers oder der Erzieherin interessieren. Denn eines steht fest: Wir können nicht immer nur über den Fachkräftemangel reden, sondern wir müssen auch etwas tun. Deshalb gilt es, jetzt entschlossen zu handeln, um den Fachkräftebedarf in den Kindertageseinrichtungen, Jugendheimen und Horten für die Zukunft zu sichern.“

Im Haushalt 2020 sind 250.000 Euro sowie entsprechende Verpflichtungsermächtigungen für die Jahre 2021 bis 2023 in Höhe von 2,75 Millionen Euro für das Modellprojekt der praxisintegrierten Erzieherausbildung eingestellt. Zur Kompensation der ausfallenden Bundesgelder werden weitere 2,75 Millionen Euro bereitgestellt.

Eine entsprechende Förderrichtlinie ist in Abstimmung mit dem Finanzministerium und dem Thüringer Rechnungshof in Arbeit und soll rechtzeitig abgeschlossen sein, um mit dem Antragsverfahren zur Durchführung des zweiten Jahrgangs spätestens Ende April zu starten. Mit Veröffentlichung der Richtlinie verpflichtet sich der Freistaat gegenüber den beteiligten Trägern, die Kosten für die komplette Zeit dieses Durchgangs zu übernehmen.

Dazu erklärt Holter: „Damit ist die vollständige Durchführung der Ausbildung für die Fachschülerinnen und Fachschüler abgesichert. Im nächsten Schritt muss es nun darum gehen, die praxisintegrierte Ausbildung auch dauerhaft und flächendeckend auf tragfähige Beine zu stellen und in eine Regelausbildung zu überführen. Das ist eine Frage der Gerechtigkeit für alle. Auf Arbeitsebene gibt es erste positive Signale seitens der Träger in Thüringen, sich an einer Finanzierung zu beteiligen. Aber auch der Bund darf sich nicht aus seiner Verantwortung stehlen. Dafür werde ich mich weiter beim zuständigen Bundesministerium einsetzen.“

Die ersten 50 Mentorinnen und Mentoren für die Praxisanleitung der zukünftigen Fachkräfte haben in dieser Woche am Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien erfolgreich ihre Qualifizierung abgeschlossen und ihre Urkunden erhalten. Sie unterstützen die angehenden Fachkräfte bei ihrer beruflichen und persönlichen Entwicklung und tragen maßgeblich zur Qualitätssicherung der Ausbildung, aber auch der pädagogischen Praxis bei.

„Ich danke allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die in den vergangenen Wochen intensiv daran gearbeitet haben, die notwendigen Maßnahmen auch unter den schwierigen politischen Rahmenbedingungen voranzutreiben. Wenn wir in den kommenden Monaten dieses Tempo auch bei anderen Projekten vorlegen, können wir viel für Thüringen erreichen. Den frisch gebackenen Mentorinnen und Mentoren herzlichen Glückwunsch und viel Erfolg“, so Holter abschließend.

Zum Hintergrund:

Die vergütete praxisintegrierte Ausbildung für Erzieherinnen und Erzieher ist bereits jetzt eine Erfolgsgeschichte. Schon im ersten Ausbildungsjahr stieß sie auf ein übergroßes Interesse. Die Rückmeldungen sind durchweg positiv. Aktuell laufen die Vorbereitungen für die Realisierung des zweiten Ausbildungsdurchgangs. Dafür stehen 60 Plätze zur Verfügung, welche von den Trägern vergeben werden. Der zweite Jahrgang soll zum 1. August 2020 starten.

Zur Durchführung beider Jahrgänge werden für die Jahre 2020 bis 2023 Finanzmittel in Höhe von voraussichtlich 5,75 Millionen Euro benötigt. Derzeit wird eine Ermächtigung vorbereitet, damit der Freistaat die Mittel bereits in diesem Jahr zusichern kann.

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